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BeitragVerfasst: Fr 29. Dez 2023, 13:02 
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Das hier beschriebene (elektro)mechanische Problem an meiner K-70 (Seriennummer 7325314) ähnelt möglicherweise der bauarttypischen Solenoid-bedingten Problematik der versagenden Blendensteuerung, weicht aber seitens der Fehlerursache davon ab, auch, da der Verschluss betroffen zu sein scheint. Die Expertenrunde möchte ich den Fall gern beurteilen lassen. Schon hier danke ich herzlich für relevante Erfahrungsmeldungen.

> Plötzliches Versagen von Spiegelklappmechanismus und Verschluss nach ca. 7000 Auslösungen
> Anderer Aktuator funktioniert (hier der Sensorpositionierungsaktor, zu testen per "Sensor-Staubentfernung"), was auf intakte ggf. zentrale Stromversorgung schließen lässt.
> Beim manuellen Auslöseversuch der Spiegelklappfunktion ("Sensorreinigung") ist ein leises Pfeifen wahrscheinlich des Spannungswandlers zu hören, keine mechan. Funktion folgt jedoch. Ähnliches passiert beim manuellen Abblenden mit der Vor-Abblendfunktion.
> Die Batterie habe ich neu aufgeladen bzw. wurde getauscht. Beim misslingenden Auslöseversuch bricht die Spannungsversorgung offensichtlich zusammen. Auch bei geladenem Akku erscheint nach ca. einer Sekunde das Batterie-leer-Symbol.
> Die Kamera wurde zur Reparatur an eine Vertragswerkstatt eingesandt und zweimalig ohne Teiletausch repariert. Sofort oder nach wenigen Auslöseversuchen trat das Problem jeweils erneut auf. Die Werkstatt gab auf. Das Objektiv als Ursache wurde durch Tausch ausgeschlossen.

Gibt es entsprechende Erfahrungen?
Mit Dank und Gruß


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BeitragVerfasst: Sa 30. Dez 2023, 07:50 
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pot340t hat geschrieben:
Das hier beschriebene (elektro)mechanische Problem an meiner K-70 (Seriennummer 7325314) ähnelt möglicherweise der bauarttypischen Solenoid-bedingten Problematik der versagenden Blendensteuerung, weicht aber seitens der Fehlerursache davon ab, auch, da der Verschluss betroffen zu sein scheint. Die Expertenrunde möchte ich den Fall gern beurteilen lassen. Schon hier danke ich herzlich für relevante Erfahrungsmeldungen.

> Plötzliches Versagen von Spiegelklappmechanismus und Verschluss nach ca. 7000 Auslösungen
> Anderer Aktuator funktioniert (hier der Sensorpositionierungsaktor, zu testen per "Sensor-Staubentfernung"), was auf intakte ggf. zentrale Stromversorgung schließen lässt.
> Beim manuellen Auslöseversuch der Spiegelklappfunktion ("Sensorreinigung") ist ein leises Pfeifen wahrscheinlich des Spannungswandlers zu hören, keine mechan. Funktion folgt jedoch. Ähnliches passiert beim manuellen Abblenden mit der Vor-Abblendfunktion.
> Die Batterie habe ich neu aufgeladen bzw. wurde getauscht. Beim misslingenden Auslöseversuch bricht die Spannungsversorgung offensichtlich zusammen. Auch bei geladenem Akku erscheint nach ca. einer Sekunde das Batterie-leer-Symbol.
> Die Kamera wurde zur Reparatur an eine Vertragswerkstatt eingesandt und zweimalig ohne Teiletausch repariert. Sofort oder nach wenigen Auslöseversuchen trat das Problem jeweils erneut auf. Die Werkstatt gab auf. Das Objektiv als Ursache wurde durch Tausch ausgeschlossen.

Gibt es entsprechende Erfahrungen?
Mit Dank und Gruß

Defekter Spiegelhebemotor:
Bild
Das Teil ganz links. Entweder defekt oder blockiert.
Austausch ist sehr aufwendig, da muss fast die halbe Kamera zerlegt werden, enorm hoher Aufwand.
Mit Restrisiko, das ev. auch etwas anderes defekt ist.
Lohnt sich nicht.

Welche Vertragswerkstatt war das, was haben die dazu geschrieben?
Hatte die K-70 vorher andere Probleme wie z.B. das Solenoid? Stark unterbelichtete Fotos?
Bei sehr ungeschickter Reperature des Blendensteuerungsdefektes kann natürlich auch mal ein Stromführendes Kabel für den Spiegelhebemotor verletzte werden. Dafür müsste man sich aber schon sehr ungeschickt (oder extrem hastig) anstellen.


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BeitragVerfasst: Sa 30. Dez 2023, 18:50 
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Sehr herzlichen Dank für die Reaktion!

Die im Zusammenhang mit dem typischen Solenoid-Fehler beschriebenen Symptome (dunkle Aufnahmen) sind nie aufgetreten.
Urplötzlich blockierte sowohl
> Der Spiegelklappmechanismus,
> Der Verschluss
> letzlich auch, möglicherweise als logische Folge, die Abblendfunktion

Verschluss und Spiegelklappfunktion sind dem Anschein nach primär betroffen, da die Aktivierung der Menüsonderfunktion "Sensorreinigung" ohne montiertes Objektiv genau den erwähnten Fehler hervorbringt.

Der Kontakt zur Pentax-Vertragswerkstatt war durchgängig freundlich und kompetent. Der Reparateur war selbst sehr enttäuscht, keine Lösung gefunden zu haben und erstattete sämtliche angefallenden Reparaturkosten zurück. Ein "Entblockieren" war wohlgemerkt zweimalig erfolgreich. Die Kamera funktionierte danach auch völlig unauffällg, leider jeweils nur sehr kurzzeitig. Teile waren nicht gewechselt worden. Ich bitte darum um Verständnis, die Werkstatt namentlich hier nicht zu nennen, um Rufeinbußen zu vermeiden.

Lohnt es als Notbehelf möglicherweise über die Option nachzudenken, den Spiegel dauerhaft nach oben geklappt zu halten, um die DSLR im Sinne einer DSLM funktionieren zu lassen, was die Prozessorsteuerung aber vielleicht verhindert. Außerdem könnte der Verschluss die ursächliche Problematik sein. Nur ein "mutiger" Gedanke.


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BeitragVerfasst: Sa 30. Dez 2023, 20:15 
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Wird bei den Posts ein Übersetzungsprogramm verwendet?

Verschluss (Shutter), Spiegelhebemotor und Blendensteuerung sind allesamt miteinander gekoppelt.

Ich kenne solche eher seltenen Fehler nur durch 2 Ursachen:
1. Wenn bei Blendensteuerungsdefekt Methoden verwendet werden, das Solenoid "mit etwas Gewalt" zu lösen,
wie z.B. Serienfotos
2. Wenn bei der Reparatur ein Solenoid aus einer 6V SLR verwendet wurde (andere Haltekraft).

In beiden Fällen kann da der sehr komplexe und zusammenhängende Mechanismus dejustiert und auch blockiert werden.


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BeitragVerfasst: Sa 30. Dez 2023, 21:32 
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Registriert: Do 28. Dez 2023, 11:46
Beiträge: 4
Dankesehr!

Nein Serienfotos oder Belichtungsserien haben keine Bedeutung für mich.
Es ist das berüchtigte Solenoid mit grünem Spulenkörper verbaut und offensichtlich nie gewechselt worden.

Feinmechanik ist kein Mystikum für mich, auch Kameramechanik nicht, nur bei einer moderneren (D)SLR habe ich mich der besagten mechan. Komplexität wegen noch nicht weit vorgewagt.

Ist denn der mechanische Zusammenhang der drei Bewegungen in einer Textquelle erklärt, so dass mein Zerlegungsmut etwas steigt?

Ein Übersetzungsprogramm? Nein, warum, ich schreibe in meiner Heimatsprache.

Vielen Dank nochmals für die Antworten.
Weitere hilfreiche Gedanken dazu nehme ich sehr dankbar entgegen.
Einen frohen Übergang ins neue Jahr wünsche ich anderenfalls bereits jetzt.


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BeitragVerfasst: Mo 1. Jan 2024, 14:19 
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Registriert: So 25. Jan 2015, 13:25
Beiträge: 1675
findest Du die Service Manuals der K-30 und K-50.
Bei der K-70 ist es im Prinzip dasselbe, nur sind seit der K-S1, K-S2 und dann K-70 die Mainboards viel enger bestückt, viel kritischere Lötpunkte! Es ist letztendlich eine Arbeit auf "Gut Glück", denn es bedarf sehr filigraner Lötarbeit.
Die Reparaturwerkstätten tauschen z.B. bei Ausfall der C-MOS Backup-Batterie der dummerweisen bei all diesen auf der Rückseite des Mainboards sitzt, das gesamte Mainboard aus (falls das der Kunde bezahlt).

Das ist der Preis für "so klein und so leicht wie möglich" bei viel Technik.

Ich würde mir diese Arbeit nicht machen sondern so vorgehen:

Das Herstelldatum hier auslesen lassen:
https://www.pentaxforums.com/pages/chec ... -exif.html
Damit klar ist, ob die K70 vor oder nach Jan. 2021 hergestellt wurde!
Denn ist sie vor Jan 2021 hergestellt, hat sie das alte Solenoid drin, das mit hoher Wahrscheinlichkeit ausfallen kann/wird!

Sollte die Deblockierung gelingen, dann würde ich sie offen lassen und ein Japan DSLR Solenoid besorgen!
Das ist dann die geringste Arbeit:

Also: Die K-70 öffnen wie hier beschrieben:
40456504nx51499/tipps-und-tricks-f41/tutorial-solenoid-tausch-blendensteuerung-pentax-k-70ks-2-t38949.html

Dann schauen, ob die Blockade zu lösen ist.

Akku einschieben, Objektiv drauf, prüfen ob sie nun funktioniert (ohne aufgeklappten Blitz!)

Das geht mit offener Kamera sehr gut (Ausnahme K-S1)

Lässt sie sich nicht deblockieren, dann als Ersatzteillager behalten und eine neue od. gebrauchte kaufen.

Willst Du aber tatsächlich "ans Eingemachte" gehen, dann hier die Service Manuals der K30 und K50,
die Arbeit ist fast dieselbe:
40456504nx51499/tipps-und-tricks-f41/tutorial-solenoid-tausch-pentax-k30-k50-k500-t37432-s70.html


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BeitragVerfasst: Di 2. Jan 2024, 22:09 
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Vielen Dank für ausführliche Tips und Verweise. Inzwischen habe ich mich beim Zerlegen erfolgreich nach vorn gewagt, wie es zum Zweck des Solenoidwechsels beschrieben ist. Soweit sind keine Schwierigkeiten zu überwinden gewesen. Das Solenoid hat, wie erwähnt, den grünen Spulenkörper. Da es in japanisch weißer Ausführung offensichtlich nicht mehr in Produktion ist, geistern bedenkenswerte Tipps wie der Erwerb alter Ausschlachtkameras im Netz herum, andererseits scheint es eine Gruppe von Fürsprechern für das Nachbessern des chines. Teils zu geben. Da es nie eine allmähliche Verschlechterung der Belichtungsexaktheit gegeben hat, wäre dies in Erwägung zu ziehen. Der Aktuator für Spiegel und Verschluss scheint mehr Rückwand-nahe zu liegen. Erst fasse etwas Mut, arbeite mich nach hinten und berichte anschließend....


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BeitragVerfasst: Mi 3. Jan 2024, 10:00 
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Beiträge: 1675
pot340t hat geschrieben:
Da es in japanisch weißer Ausführung offensichtlich nicht mehr in Produktion ist, geistern bedenkenswerte Tipps wie der Erwerb alter Ausschlachtkameras im Netz herum, andererseits scheint es eine Gruppe von Fürsprechern für das Nachbessern des chines. Teils zu geben. Da es nie eine allmähliche Verschlechterung der Belichtungsexaktheit gegeben hat, wäre dies in Erwägung zu ziehen.

Das Gegenteil ist der Fall, da
a) der Anker nach dem Feilen korridieren kann
b) selbst nach dem Aufwendigen Ätzen des Ankers wie Kamerazeit das ausführt nach einiger Zeit wieder Ausfälle auftraten
c) wenn minimal zuviel Material abgetragen wurde, das Gegenteil auftreten kann: Überbelichtete Fotos

Aus diesem Grund werden im US Pentax-Forum Beiträge zum Feilen sogar von Moderatoren wieder gelöscht mit dem Hinweis, dass diese Methode nicht unterstützt wird.

Das Wort "geistern" trifft den Nagel auch auf den Kopf:
Versager geben ungern zu, dass sie versagt haben.

Wenn man feststellt, dass die Reifen eines PKWs nicht den Anforderungen genügen, geht man nicht hin und
schleift am Profil rum, damit sie besser greifen. Man lernt und wechselt gegen etwas das den Anforderungen genügt.
Alles andere ist Verschlimmbesserung


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BeitragVerfasst: Sa 6. Jan 2024, 13:19 
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Beiträge: 1675
Habe heute die K-S1 von einem Forenmitglied repariert.
Diese war offensichtlich schon mal zur Reparatur, denn der Anker war geätzt wie gezeigt.
Eine der sicherlich deutlich besseren Methoden als das Feilen,
aber das ist nicht die erste, die nach erneutem Ausfall bei mir auf der Werkbank landetet.

Ich habe das schon oft wiederholt:
Eine "Geiz ist Geil Mentalität" (Feilen), davon halte ich absolut nichts,
denn es ist die Molularstruktur der Legierung, die sich ändert.


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