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 Betreff des Beitrags: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 12:57 
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Hallo zusammen,


Als ich in diesem Thread: 40456504nx51499/analoge-kameras-f25/kodak-bringt-den-ektachrome-zurueck-t23246.html

mich so selbstsicher darüber ausließ, wie wenig mich das juckt, dass Kodak sich rückbesinnt, kannte ich die Arbeitsweise von Sebastian Schlüter noch nicht, allenfalls einen Teil seiner Bilder. Durch seinen Bruder, einen Gitarristen, der im Haus nebenan wohnt, bin ich auf in seine sehr ausführliche und liebevoll gestaltete Webseite aufmerksam geworden. Für die Anhänger der analogen Fotografie eine Bestätigung ihrer Leidenschaft, für die Septiker (wie mich) ein berechtigter Anlass, dem allgemein als nostalgisch empfundenen Film neu zu begegnen.
Mich haben seine Bilder jedenfalls schlichtweg verzaubert und meinen Standpunkt über die Analogfotografie ordentlich ins Wanken gebracht... :yessad:

Sebastian Schlüter hat das Privileg, das "notwendigen Übel" eines Piloten, dem beruflich bedingten Pausieren in aller Herren Länder, für seine Passion zu nutzen und zu vervollkommnen: Der Reise- und Landschaftsfotografie.
Seine Fotgrafien enstehen analog, die Negative (Rollfilm) werden aber Digital weiterverarbeitet. Seine Arbeitsweise beschreibt er (auf englisch) in seinem Blog. Englischsprachige Videotutorials hat er ebenfalls dazu angefertigt. Leider schreibt er wenig über sein Kameraequipment.
Ich hoffe sehr, ihn in nächster Zeit persönlich kennenzulernen. Euch wünsche ich viel Spaß beim Reinschauen!

http://www.sebastian-schlueter.com/


Grüße,
Palisander

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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 13:17 
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Palisander hat geschrieben:
Mich haben seine Bilder jedenfalls schlichtweg verzaubert und meinen Standpunkt über die Analogfotografie ordentlich ins Wanken gebracht... :yessad:


...ein ewiges Mysterium für mich... Was ist es denn, was er Dank der Analogfotografie erreichen kann, was mit Digitalfotografie nicht möglich wäre mit heutigen Mitteln (d. h. Kameras, die wir unser Eigen nennen)? Ich war etwas auf seiner Seite, aber da konnte ich zunächst einmal die einschlägigen Artikel finden, die man bei Film-Fotografen so erwarten kann: wie gehe ich mit Staub und Fusseln um, wie digitalisiere ich meine Negative am besten, wie archiviere ich Negative und Dias... Also hauptsächlich Themen/Probleme, die man als Digitalfotograf einfach nicht hat.

Gibt es dort einen besonderen Artikel, der darüber Aufschluss gibt? Also was die Anaogfotografie ermöglicht, was mit einer DSLR nicht möglich wäre?

Zitat:
Leider schreibt er wenig über sein Kameraequipment.


Ja, wahrscheinlich aus einem Grund: weil es ziemlich egal ist. Ich habe gestern ein Interview mit Vincent Peters gesehen. Der fotografiert auch heute noch ausschließlich analog. Hatte vor zig Jahren als Foto-Assistent angefangen und dabei eine Mamiya RX Pro mit einem 110mm-Objektiv kennen gelernt. Mit dieser Kombi macht er noch heute seine Fotos. Er hat den ganzen Digitalkram nicht mitgemacht, was aber auch ein anderes Szenario ist. Für ihn funktionierte weiterhin sein etablierter Workflow und so sparte er sich das Umlernen usw. Sein Werkzeug blieb einfach das gleiche. Und so muss jeder sein Werkzeug und seinen Workflow finden. Und das ist es dann schon. Er betont in dem Interview, dass es das Wichtigste ist, eine Vision zu haben, eine Idee zu entdecken, wie man etwas fotografieren will. Sein Tipp: Augen schließen und sich vorstellen, was man haben möchte. Welche Kamera und welches Objektiv man dann nimmt, ist dabei nebensächlich.

Ich bin gespannt auf weitere Einblicke in diese Sichtweise, die sich mir bis heute nicht erschließen will. Vor allem dann nicht, wenn es darum geht, am Ende doch die Ergebnisse digital zu präsentieren...

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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 13:24 
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Gerade wenn man analoges Material ausschließlich digital weiterbearbeitet, bleiben die Vorteile(*): Entschleunigung, Retrogefühl, Spannung während des Wartens auf die Ergebnisse vom Labor (wobei Spannung gerade bei SW-Film in Ungeduld kippen kann ;-) )

*: je nach Sichtweise


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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 13:28 
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Leider ist mein Englisch nicht gut genug – wieder mal so ein Moment wo ich meine Jugendsünden bereue. :oops:

Aber vielen Dank für den Link, die Bilder sind sehr stark und überwiegend wohl mit der Hasselblad 500 aufgenommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 13:55 
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lunany hat geschrieben:
Gerade wenn man analoges Material ausschließlich digital weiterbearbeitet, bleiben die Vorteile(*): Entschleunigung, Retrogefühl, Spannung während des Wartens auf die Ergebnisse vom Labor (wobei Spannung gerade bei SW-Film in Ungeduld kippen kann ;-) )

*: je nach Sichtweise


Entschleunigung? Ok, das ist ein Modewort und soll Leuten, die sich ihren Kalender und ihre Freizeit bis auf jede letzte Viertelstunde mit "Todos" vollstopfen, die keine Zeit ungenutzt lassen wollen, die sich dauernd einreden, sie müssten alles optimieren, helfen, wieder runter zu kommen. Wem also die analoge Fotografie als Meditationsersatz und zur Entspannung dient, der soll das machen.. Andere gehen Angeln. ;)

Retrogefühl: ok, das ist auch nett. Ich finde es ja auch immer irgendwie sehr nett, mit alten Objektiven zu fotografieren. Und ich habe auch eine Ricoh-Filmkamera, die ich sofort mit einem Film bestücken und damit los legen könnte. Aber warum? Um danach mehr Arbeit zu haben?

Letztlich ist es doch so: analog fotografieren und digital präsentieren bedeutet in jedem Fall einen ganzen Haufen zusätzlichen Aufwand. Ergo zusätzliche Zeit, die die meisten ja nicht haben. Selten lese ich hier, dass jemandem gerade langweilig ist und er nach Wegen sucht, wie er beim Fotografieren noch etwas mehr Zeit investieren könnte, um zum Ergebnis zu kommen. Meistens klingt es eher so, dass die Leute gerade keine Zeit haben zum Fotografieren, es hoffentlich mal wieder dazwischen schieben können usw... Für solche unter uns scheint die Analogfotografie also nicht gerade hilfreich zu sein.

All das ist also persönliche Präferenz. Kann man so machen, wenn man Spaß dran hat oder wenn es einem irgendwie hilft.
Viel interessanter finde ich allerdings die Frage: gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass ich bestimmte Fotos mit digitaler Fotografie NICHT hinbekommen kann, wohl aber mit Film? Ich wüsste nicht, was das für Fotos sein sollten, oder warum das der Fall wäre. Farben, Kontrast, Körnung und viele weitere Charakteristika sind mit Hilfe einer digitalen Dunkelkammer in beinahe beliebiger Weise erreichbar. Oder übersehe ich etwas?
Andererseits sehe ich bei manch einem Analogfotografen: Staub und Fusseln auf den Bildern, falsche Farbwiedergabe (da zieht dann auch nicht das Argument, Film "ABC" hätte einfach so tolle Farben; die bekommt man nur so hin...).

Also wer mich in dem letzten Punkt mit dem erreichbaren Ergebnis digital vs. analog erleuchten kann, dem höre ich gerne zu. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 14:04 
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Für die Lomo-Fans oder zumindest Fans von Überraschungen kann man auch noch einen abgelaufenen Film nehmen, so dass dann selbst unter kontrollierten Bedingungen nicht mehr vorhersehbar ist, was herauskommt - von "gar nichts" (=alles weiß oder alles eine Farbe) über "na ja" (=Farben falsch, Flecken auf dem Bild, unerwartete Körnung usw.) bis "super" (=Eindruck wie ein Film vor dem Ablauf) ist alles möglich. Das bringt Dich jetzt auch nicht weiter - ich wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen. :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 14:14 
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lunany hat geschrieben:
Für die Lomo-Fans oder zumindest Fans von Überraschungen kann man auch noch einen abgelaufenen Film nehmen, so dass dann selbst unter kontrollierten Bedingungen nicht mehr vorhersehbar ist, was herauskommt - von "gar nichts" (=alles weiß oder alles eine Farbe) über "na ja" (=Farben falsch, Flecken auf dem Bild, unerwartete Körnung usw.) bis "super" (=Eindruck wie ein Film vor dem Ablauf) ist alles möglich. Das bringt Dich jetzt auch nicht weiter - ich wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen. :-)


Nee, das ist ein guter Punkt. Es gibt natürlich Anwendungen für Film, die ihre Berechtigung haben. So etwas Experimentelles zum Beispiel passt sehr gut in das Schema. Daneben gibt es noch ein paar weitere Spezialfälle. Aber wenn wir mal davon ausgehen, dass 90% der heutigen Retro-Analog-Fotografen am Ende doch nur "normale" Fotos mit Film machen, dann wüsste ich wie gesagt gern, was davon mit digital nicht machbar wäre. Ansonsten machen diese 90% es eben nur aus persönlicher Präferenz, zum Zeitvertreib, zur Meditation... Aber nicht, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen, die digital nicht möglich wären. Letzteres wird von Vielen dieser Retro-Jünger aber gern behauptet (diese Farben, diese Körnung, diese Kontraste...)

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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 14:15 
Dunkelmann hat geschrieben:
Also wer mich in dem letzten Punkt mit dem erreichbaren Ergebnis digital vs. analog erleuchten kann, dem höre ich gerne zu. ;)


Kann ich nicht, ist auch kein Wettberwerb, will keiner außer Dir - aber ich kann Dir sagen Dein Genöle nervt mich gerade mal so sehr, dass ich Schwierigkeiten habe das einfach zu ignorieren. Kein Aas hat gesagt irgendwas wäre besser, vielleicht meinte Matthias ja mit seiner Einstellung auch nur "hey, hätte gar nicht gedacht dass das auch analog geht.."

Da macht wer geile Aufnahmen analog... feddich. Andere machen das digital. Sachen gibt's... :kaffee:


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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 14:21 
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Dunkelmann hat geschrieben:

Also wer mich in dem letzten Punkt mit dem erreichbaren Ergebnis digital vs. analog erleuchten kann, dem höre ich gerne zu. ;)


Hallo Dunkelmann,

Sebastian Schlüter hat ursprünglich mit digitaler Fotografie angefangen, wie man lesen kann. Bei mir war es umgekehrt. Ich muss jedoch gestehen, dass es vor allem aus Bequemlichkeit geschah und des Vorteils , beinahe unbegrenzt Bilder machen zu können und diese ohne großen Aufwand nachzubearbeiten.
Manchmal habe ich jedoch das Gefühl, meine Bilder sind deswegen nicht besser geworden, sondern einfach nur mehr...

Es stimmt, man macht sich durch die analoge Fotografie mehr Arbeit, die möglichen Vorteile einer Emulsion durch die digitale Weiterverarbeitung scheint ad absurdum geführt zu werden, andererseits bin ich überzeugt, dass der Umstand, sorgfältiger mit dem Material umgehen zu müssen, das Bewusstsein zur Fotografie verändert.

Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich mich darauf freue ihn hoffentlich bald persönlich kennenzulernen. Eine meiner Fragen wird sicherlich bezüglich dieses Themas sein. Vielleicht mag er auch persönlich dazu Stellung beziehen, wer weiß...


Freut mich aber, wenn Euch die Seite und vor allem seine Bilder gefallen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asche auf mein Haupt...
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 14:31 
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Nu komm mal wieder runter unt entspann dich. :cheers:

BUDDI hat geschrieben:
Dunkelmann hat geschrieben:
Also wer mich in dem letzten Punkt mit dem erreichbaren Ergebnis digital vs. analog erleuchten kann, dem höre ich gerne zu. ;)


Kann ich nicht, ist auch kein Wettberwerb, will keiner außer Dir


Ist immer interessant, wenn jemand für alle anderen spricht, aber ok...

Zitat:
Kein Aas hat gesagt irgendwas wäre besser, vielleicht meinte Matthias ja mit seiner Einstellung auch nur "hey, hätte gar nicht gedacht dass das auch analog geht.."


Ja, das könnte es sein, was er meinte.
Dennoch interessiert es mich einfach, ob es auch anders herum stimmt: "hey, hätte gar nicht gedacht, dass das digital NICHT geht.."

Um einen Wettbewerb geht es hier nicht. Und es gab ja auch schon die interessante Antwort bzgl. experimenteller Fotografie. Also bislang ein ganz normaler Austausch, wie man ihn sich in der Regel wünscht, wenn man hier eine Diskussion beginnt. Naja, bis dann jemand schlecht gelaunt um die Ecke kommt und unfreundlich dazwischen grätscht...

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