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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 20:19 
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Hi Leute,

ich dachte bis vor Kurzem, dass manche alten Objektive aus der Film-Ära so gelobt werden und so begehrt sind, weil sie von der Bildqualität her sogar noch besser als heutige, d. h. moderne und für DSLRs entwickelte Objektive, seien.

Nun las ich schon öfters, dass die neueren Objektive an DSLRs einfach bessere Ergebnisse liefern. Zum Beispiel sogar die HD-OBjektive von Pentax im Vergleich zu den smc-Objektiven des gleichen Modells. Als ein Freund mit seinem Zeiss-Planar meinte, dass das nun mal ein altes Objektiv ist und nicht so scharf sei (dafür aber ein unvergleichliches Bokeh hat), kam ich ins Grübeln.

Vielleicht kann mir der ein oder andere Experte ja bestätigen, dass diese alten Objektive, die teilweise hochbegehrt sind und teuer gehandelt werden, nicht wegen ihrer Schärfe und Details so hoch im Kurs stehen, sondern z. B. wegen der Farbwiedergabem, dem Bokeh oder anderen Merkmalen. Ist es tatsächlich, dass ich von älteren Objektiven nicht die gleiche Schärfe erwarten kann, die ich von guten, neuen Objektiven gewohnt bin?

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Grüße vom Dunkelmann :hat:


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"Licht wird völlig überbewertet." (unbekannter Autor)


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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 20:42 
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Nörgelmann“ (Zitat: „Bei Sonnenschein zeichnet jeder Flaschenboden scharf“). AKA Alexander Borell

Also, was ist scharf :ka: und wann soll es scharf sein :ka:
Meine Erfahrung ist die, dass die älteren Objektive wesentlich streulichtempfindlicher sind und schon bei leichter Sonnenlichteinstrahlung auf der Frontlinse sehr weich werden.
Sonne im Rücken und alles ist gut.

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LG
Diego

Wer als Anfänger die Gestaltungsregeln der Fotografie ignoriert, hat keinen Verstand. Wer sich aber fotolebenslang daran klammert, hat keine Phantasie.
– Detlev Motz –


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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 20:48 
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Registriert: Sa 13. Jun 2015, 19:57
Beiträge: 7529
Wohnort: Oschatz/Sachsen
Hab gerade etwas zu einem alten Objektiv gefunden.
Das beste sind die beiden letzten Sätze :2thumbs:
http://manuelle-objektive.nemski.de/asa ... -4050.html

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Liebe Grüße aus Sachsen

Steffen :wink:

Meine Ausrüstung: K-3, FA 35/F2.0 AL, HD-DA 70/2.4 Limited, DA* 50-135/F2.8, DA 18-135/1:3,5-5,6 und dieses Forum :thumbup:


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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 20:56 
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Beiträge: 8552
Hi Dunkelmann

Au Au AU,........gaaaaanz gefährliches Thema :ugly: :lol:

könnte ganz schnell zum Mienenfeld werden :ja: :ja: :ja:

Ist die gleiche Problematik wie mit Röhrenverstärkern oder Transistoren, oder Platte und CD oder ...........

Diese Frage mit reinen technischen Daten zu beantworten ist nicht möglich.

Das Objektive aus verschiedenen Zeitaltern einen anderen Bildeindruck haben ist unbestritten,denke ich.Wenn Du als Nutzer in der Lage bist dies zu erkennen und
und Dir die Bilder einer bestimmten "Epoche" zusagen,so wirst Du diese Anmutung nur mit entsprechenden Objektiven bekommen.
Es ist eigentlich ganz einfach. :mrgreen: Erkennen was einem gefällt,und das dann kaufen.

Zum technischen Teil würde ich sagen das alte Topobjektive ihrer Zeit auch heute noch meßtechnisch mithalten können,wenn auch nicht in der High end klasse.
Zur Schärfe möchte ich noch sagen daß das Schärfeempfinden beim Betrachter sich aus mehreren Sachen zusammensetzt.Kontrast,Farben,Microkontrast Verzeichnungen........
das alles zusammen vermittelt uns den Schärfeeindruck.

Wenn man sich zB. an die aktuellen Vollauskorrigierten Linsen gewöhnt hat und auch ständig aktuelle Bilder betrachtet die an perfektion schon krass sind,
dann sind alte Linsen dagegen eher erstmal "schlapp" vom Eindruck her.Andererseits empfinde ich persöhnlich diese obercleanen Linsen als eher klinisch und
ohne Leben.Und ich bezahle deswegen ein haufen Geld für alten Schrott :lol:

Siehste, jetzt beginnt das Mienenfeld :ugly: :lol:

Ich denke ich habe von meiner Seite soweit mal alles gesagt.Und die einzig wahre Antwort wirst Du auf Deine Frage nicht bekommen können.

Ich bin dann mal weg :cheers:

Bernd

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Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
(Marie von Ebner-Eschenbach)


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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 21:00 
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Beiträge: 3331
SteffenD hat geschrieben:
Hab gerade etwas zu einem alten Objektiv gefunden.
Das beste sind die beiden letzten Sätze :2thumbs:
http://manuelle-objektive.nemski.de/asa ... -4050.html


Du meinst unter ander dieses Zitat?

Zitat:
von der Schärfeleistung her eine Referenz für alle Tessare


Was ist denn mit "Tessare" gemeint? In dem Artikel klingt es nach einer bestimmten Bauform mit bestimmter Linsen- und Gruppen Anzahl. Das heisst ja nicht unbedingt, dass es eine Referenz auch zu modernen DSLR-Objektiven ist...

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Grüße vom Dunkelmann :hat:


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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 21:10 
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Beiträge: 7529
Wohnort: Oschatz/Sachsen
Das Asahi Super-Multi-Coated Macro-Takumar 4.0/50 ist ein Tessar und stammt aus einer alten Rechnung.
Es ist, wie du gelesen hast, auch heute noch eine Empfehlung.
Über die Schwächen hat Diego und Bernd schon etwas geschrieben, damit muß man dann leben können.
Alte Optiken können eine Empfehlung sein, müssen es aber nicht für jeden sein.
Und ich meinte auch dieses Zitat:"...in seiner Sattheit und samtigen Präzision fast einmalig – aber typisch für Pentax!"

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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 21:22 
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Registriert: Sa 2. Aug 2014, 09:01
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Ich finde Schärfe ist durchaus relativ. Ich mache Fotos u.a. um mich daran zu erfreuen und Erinnerungen zu konservieren. Da gibt es bei mir einige Fotos, die sind auf dem Bildschirm oder als Abzug 13 x 18 scharf. Wenn man aber in die 1:1-Ansicht geht, lassen einige - warum auch immer - eine gewisse Unschärfe erkennen. Von daher muss für mich ein Objektiv in der 100%-Anischt nicht unbedingt knackscharf sein. Solange der Schärfeeindruck bei meiner üblichen Betrachtung nicht getrübt ist, zählen auch andere Maßstäbe z.B das Bokeh und Farben.
Schärfe bis auf den letzten Pixel ist nicht alles.
Und daher haben auch ältere Objektive ihre Reize.

Nichtsdestotrotz passt aber, wie ich finde, bei den meisten älteren Objektiven auch die Schärfe. Das kann man ja hier durchaus sehen.

Gruß
Carsten

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Gruß
Carsten


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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 21:28 
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Registriert: Sa 13. Sep 2014, 11:05
Beiträge: 8552
Hi Dunkelmann

Du wirst bei den "alten Schätzchen" KEINE meßtechnischen Referenzen zu aktuellen DSLR Objektiven finden.

Ich habe Dir ja den Zusammenhang oben schon beschrieben wie es zu den zum Teil horrenden Preisen kommt.

Deine Frage ist mit dem Vergleich der Meßdaten aktueller Objektive mit den von alten Objektiven nicht zu beantworten!

Schau Dir Bilder von alten Objektiven an, und wenn Dir beim Betrachten dabei nicht ein Grinsen ins Gesicht schleicht,

dann hat sich Deine Frage beantwortet :ja:

Dann sind alte Linsen das Geld nicht wert, es ist ganz einfach :mrgreen:

Pixel zählen ist das eine, Bilder als gesamtes Werk zu betrachten ein anderes.

Also wenn ich Musik höre,dann hab ich auch keinen Frequenzanalyser neben mir stehen :mrgreen:

Bernd

Bernd

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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 22:15 
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KMP Team
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Beiträge: 614
Wohnort: Wien
Für mich hat Fotografie viel mit subjektivem Bildeindruck und eher weniger mit Perfektion auf Pixelebene zu tun - so viel mal vorweg.

Es gibt ein paar unbestrittene Tatsachen aus der Geschichte des Objektivbaus:

1. Zuallererst haben sich wohl die Designvorgaben geändert. Heute kann man kissen- oder tonnenförmige Verzeichnungen problemlos mit EBV schönrechnen. Daher ist verzeichnungslose Darstellung vermutlich nicht weit oben in einer heutigen Anforderungsliste. Zu Zeiten des Analogfilms sah das anders aus: Einmal auf den Film gebannt, war die Verzeichnung festgenagelt.

2. Asphärische Elemente lassen sich heute viel leichter herstellen als zu Zeiten, als es noch wenige bis gar keine numerisch gesteuerten Maschinen gab. Damit werden Korrekturen und Konstruktionen möglich, die früher undenkbar waren.

3. Der wirtschaftliche Druck bringt heute den Einsatz von - sagen wir´s ruhig mal - minderwertigeren Materialien mit sich, der es erlaubt, auch komplizierte Konstruktionen zu leistbaren Preisen anzubieten. Daher auch die unübertroffene Haptik früherer Ganzmetallobjektive.

Freuen wir uns, dass es heute KB-Objektive mit 12 mm Brennweite gibt - und genießen wir ruhig ein älteres SMC Pentax-FA 50mm 1:1.4.

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LG
Matthias



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BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 22:37 
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Registriert: Sa 21. Apr 2012, 09:24
Beiträge: 3220
Wohnort: Emkendorf
Es kommt auf das Objektiv an: ja.
Mit Nachbearbeitung am PC-Tisch bekomme ich bei einigen Objektiven die Bilder so hin, das sie nicht von Bildern vergleichbar neuerer Objektive zu unterscheiden sind.

Andere alte Objektive haben einen gewissen Charakter (Blendensterne, Bokeh, Lichtpunkte im Hintergrund ..), die schwer mit vergleichbar neuen Objektiven nach zu bilden sind.

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Grüße @hoss


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