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BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2015, 15:15 
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Hallo zusammen!

Ich hab schon überlegt, ob ich im bisherigen weitermachen soll, habe mich aber entschieden, meine Eindrücke und Erfahrungen in diesem neuen Thread zu posten. Hintergrund ist, dass ich von Ricoh Hamburg eine K-S2 plus Kit für einige Wochen zum Testen bekommen habe mit der Absprache, hier im Forum und auf etwas ausführlicher zur neuen Kamera zu schreiben.

Ihr seid gerne eingeladen, hier Fragen zu stellen (was ich dann ausprobieren könnte) oder weitere Erkenntnisse zur Kamera oder der neuen Kit-Linse zu posten. Was ich hier nicht so gern sehen würde, sind Diskussionen, WARUM die Kamera jetzt NICHT die Funktion X oder Y hat, oder keinen KB Sensor ;). Insofern ist dies kein typischer "Laberthread". Mir geht es hier um Beobachtungen und Erfahrungen. Ich versuche hier auch meine eigene Wertung zurückzustellen, dafür habe ich ja dann den Blog, wo ich mich austoben darf.

Damit ihr im Thread die Berichte, die ich in den kommenden Wochen schreiben möchte, wiederfinden könnt, habe ich sie hier im ersten Post gelistet:









(externer Link)

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Zuletzt geändert von Dirk am Sa 21. Mär 2015, 01:18, insgesamt 9-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2015, 15:50 
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Bin schon auf deine Erfahrunsberichte gespannt Dirk!
Und vielen Dank für deine Mühe, ist ja auch ein nicht unerheblicher Zeitaufwand mit der "Testerei", auch wenns Spaß macht. :ja:

Eine Frage vorab: Du spricht von der "Android-App Image Sync", ich hoffe doch, dass es diese dann auch für ein IOS-Gerät (iPhone) gibt?!

Und mich würden auch Bilder zum Vergleich mit einem besseren Objektiv interessieren, um die Leitung des Sensors mit optimaler Optik zu sehen.

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LG
Hannes

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BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2015, 18:00 
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Mich würde ein Vergleich des neuen mit dem alten kit interessieren.

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BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2015, 19:16 
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Danke für deine Mühe. Finde ich echt gut, dass du in einem extra Thread mal ausführlich über die K-S2 berichtest. :thumbup:

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BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2015, 22:30 
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Mich würde mal die App interessieren, speziell zu Android. Ich habe nur die 4.3, alter gibt es die für mein Gerät nicht :( . Ich weiß nicht ob du auch so eine alte Version hast. Wenn ja dann würde mich interessieren, welche Einschränkungen es gibt?

Der Playstore sagt kein LV auf dem Smartphone bei Android früher als 4.4.


PS: Es wird langsam Zeit mit ein iPhone zu holen. Schön langsam reicht es mir mit Android und dem ganzen Flickwerk. :motz:

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LG Markus

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BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2015, 22:46 
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Wer noch 4.3 hat, sollte eh aufpassen : http://www.heise.de/ct/artikel/Der-Andr ... 60903.html

Android macht IMHO eh nur Spass mit cyanogenmod ;)

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BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2015, 22:52 
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jedie hat geschrieben:
Wer noch 4.3 hat, sollte eh aufpassen : http://www.heise.de/ct/artikel/Der-Andr ... 60903.html

Android macht IMHO eh nur Spass mit cyanogenmod ;)


Eben das meine ich,dass es langsam reicht. Zuerst die ganzen Lücken und jetzt das mit der app.

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LG Markus

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BeitragVerfasst: So 8. Mär 2015, 01:29 
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Danke für die Mühe!

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Gruss vom Mark

Leider gibt es mehr Zeiten, an denen ich meine Kamera NICHT dabei habe...

http://www.flickr.com/photos/marniepix1602/
Grüße aus Kummerfeld


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BeitragVerfasst: So 8. Mär 2015, 22:30 
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Jetzt wird geliefert, meine ersten Eindrücke aus der Praxis nach zwei Tagen in Belgien, an denen ich die neue K-S2 ausprobieren konnte. Zumeist war auch immer das neue Kit Objektiv im Einsatz.

Die K-S2 steht in der Namensgebung in einer Reihe mit der K-S1. Es wurde ja schon einiges geschrieben, ob der Name so glücklich gewählt wäre, zumal sie von den Eigenschaften und eher wieder klassischem Gehäuse-Design an einen Nachfolger der K-30 bzw. K-50 erinnert. Ein mit Kasunobu Saiki, dem General Manager Marketing von Ricoh, bringt ein wenig Klärung: die K-S Linie addressiert eher neue Käufer, die bisher noch nicht im PENTAX System beheimatet sind, und darf daher eine paar Dinge “anders” machen (meine Interpretation) und neue Innovationen ausprobieren. Das Design der K-S1 hat ja schon hinreichend polarisiert. Bei der K-S2 sind die Innovationen offensichtlich das Klapp-Display und die Wifi Funktionialität, eventuell vielleicht noch die Advanced-HDR Funktion, die prominent direkt auf dem Programm-Wahlrad vertreten ist. Im Interview hebt Herr Kasunobu Saiki besonders noch die “clarity enhancement technology” hervor. Auf Deutsch heisst diese Funktion in der K-S2 "Erhöhte Schärfeleistung”, die ich mir auch angeschaut habe und auf die ich ohne dieses Interview wahrscheinlich erst einmal gar nicht aufmerksam geworden wäre.

Die KS-2 bietet ein beeindruckendes Ausstattungspaket in der Einstiegs-/Mittel-Klasse. Neben den oben genannten "Innovationen" noch ein WR-Gehäuse, zwei Einstellrädern, das (überarbeitete?) AF-Modul der K-5II, einen 20MP Sensor von Sony, elektronischer Wasserwaage, und, und, und … aber wem schreib ich das, ihr wisst das eh schon bzw. die Spezifikation können wir auch auf der Homepage nachlesen.

Der Mensch vergleicht ja gerne, das wird mir auch passieren. Die direkten "Vorgänger" wie K-S1 oder auch K-50 / K-30 aus der PENTAX Einstiegs- bzw. Mittelklasse kenne ich leider nicht. Ich kann zum Vergleich nur meine K-5IIs (also PENTAX OberklassEe und meine K-01 (also PENTAX Einfach-Nur-Klasse) heranziehen.


GEHÄUSE / BEDIENUNG

Das Plastik-Gehäuse ist gut und solide verarbeitet, ohne Knarzen und Knarren. Die Kamera wird als kleinste, wetterfeste DSLR beworben. Sie ist sicher sehr kompakt, aber eine K-01 ist in den Ausmaßen noch ein wenig “kompakter” (auch wenn sie gerne als klobiger Ziegelstein beschrieben wird), dafür aber ohne Sucher und Wetterfestigkeit.

Bild
K-S2 in strahlend Weiß

Die Kamera ermöglicht mir einen guten, sicheren Griff, wobei mein kleiner Finger noch seinen Platz finden muss. Das ist aber bei meiner K5IIs auch so, wobei es hier die Option eines Batteriegriffs mit zusätzlichem Halt gibt.

Besonders großzügig ist das SD-Kartenfach bzw. dessen Klappe ausgefallen: kein Gefummel, einwandfreier Zugriff auf die Karte.

Schalter-Layout scheinbar wie bei der K-50, allerdings etwas anders als bei der K-5IIs, insbesondere die Live-View Taste der K-S2 liegt da, wo bei den K-5 Modellen die Play Taste ist. Da muss ich mich umgewöhnen ... obwohl, ich sehe gerade, die K-01 hat ihre Playtaste auch rechts neben dem Display. Also alles im grünen Bereich!

Gut gefällt der Off-On-Video Schalter mit zweifarbiger Beleuchtung (grün für Foto, rot für Video). Wenn die Leucht-Ampel stört kann sie - natürlich - im Konfigurationsmenu abgeschaltet werden.

Um wohl der neuen Wifi Funktion die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen, gibt es eine eigene, physikalische Wifi Taste auf der Oberseite, die auch beim Drehen des Klapp-Displays und Einschalten von Live-View als Auslöser dient bzw. dienen kann (ist über die Einstellungen ausschaltbar). Im Gegensatz zum normalen Auslöser kennt diese Taste aber nur AN oder AUS, d.h. ein vorfokussieren wie beim Auslöser ist dann nicht möglich. Davon abgesehen sind Selfies mit einer ausgewachsenen DSLR in der Hand immer noch gewöhnungsbedürftig anzusehen ;-)

Zur fehlenden AF-C Einstellung über einen physikalischen Schalter gab es ja schon im Vorfeld viel Aufregung. Viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen, da ich AF-C zu selten benutze. Es bleibt der Hinweis, dass man bei der K-S2 zwei User-Programme auf dem Programmwahlrad hat, so dass hier ein Kamera-Setting mit über das Menu eingeschalteten AF-C gespeichert und schnell abgerufen werden kann. Dafür gibt es aber im Vergleich zur K-5IIs noch die Möglichkeit, den AF-C feiner zu konfigurieren, so über das Custom-Menu C20 "AF Status halten", über das eingestellt werden kann, wie lange der zuletzt eingestellte Fokus gehalten werden soll, bevor der AF reaktiviert wird. Ausserdem gibt es eine AF-A Stellung, bei der die Kamera selbst entscheiden, ob sie eventuell selbständig beim anvisierten Ziel den kontinuierlichen Autofokus aktiviert. Das muss ich noch ausprobieren, die K-5IIs hat diese Einstellung nicht.

Mit dem Steuerkreuz habe ich meine Probleme. Während die OK Taste sehr gut ertastbar ist, sind die anderen Schalter ein wenig versenkt bzw. plan zum Gehäuse. Für die Bedienung mit dem Auge am Sucher ist das suboptimal, bei meinen anderen Pentax Gehäusen ist das besser gelöst.

Bild
Steuerkreuz mit etwas fummliger Bedienung

Mit dem Menu komme ich als Pentax User direkt zurecht, alle Funktionen und Einstellungen findet man dort, wo man sie erwartet, auch die neuen. Der Schriftsatz ist ein wenig feiner und auch kleiner als bspw. bei der K-01. Da ich seit letztem Sommer Brillenträger bin und nicht mehr so ganz scharf sehe, ist das für mich leider kein Fortschritt, auch wenn die Optik moderner erscheint. Das setzt sich dann auch im INFO Menu für die Direktzugriffe auf einzelne Funktionen bzw. Einstellungen fort. Die K01 bzw. K5IIs bieten hier ein 4x4 Raster an (also bis zu 16 Direktzugriffe), die K-S2 dann 5x4 (also bis zu 20 Direktzugriffe). Der Vorteil liegt auf der Hand, dass noch mehr Funktionen im direkten Zugriff sind, aber die Übersicht bzw. Lesbarkeit leidet ein wenig. Ein “Platz” ist dabei im Foto-Modus unten rechts frei geblieben, da könnte doch im nächsten Firmware Update gerne Fokus Peaking ein-/ausschaltbar sein ;-). Interessanterweise ist im Video-Modus Fokus-Peaking im INFO Menu vorgesehen.

Das Klapp-Display nennt Ricoh Vari-Winkel Monitor, und es ist eine echte Bereicherung. Es lässt sich um 270 Grad drehen und kann somit für Bodenaufnahmen, Über-Kopf-Aufnahmen und "Selfies" genutzt werden (die restlichen fehlenden 90 Grad zwischen Selfie und Über-Kopf sind nicht relevant). Die Ausführung erscheint mir recht robust, vertrauenerweckend.

Bild
Vari-Winkel-Sucher in Aktion

Der Blick durch den Sucher bietet ein PENTAX gewohntes helles, klares Sucherbild mit 100% Abdeckung.

Was mich am Anfang irritiert hat: drückt man den Auslöser halb, so ist für ca. 2 Sekunden ein ganz leichtes Surren zu hören, vermutlich kommt das Geräusch vom aufgehängten Sensor bzw. Aktivierung der Shake Reduction (SR). Das gleiche Surren ist durchgängig beim Live-View zu hören. Bei leichtem Schütteln des Gehäuses hört man auch, wie die SR vermehrt eingreifem muss. Allerdings ändert sich da nichts, wenn die “Wackel-Reduzierung” explizit im Menu ausgeschaltet wird, egal ob Live-View oder optischer Sucher. Vorstellen könnte ich mir, dass der SR durch präventive Aktivierung vielleicht noch ein wenig besser arbeiten könnte, aber das ist reine Spekulation. Um jetzt diese Beobachtung ins rechte Licht zu rücken: das Surren stört (mich) nicht bzw. ich habe mich nach dem Wochenende wohl schon so daran gewöhnt, dass ich es gar nicht mehr wahrnehme.

Bild
1/13s aus der Hand dank Shake-Reduction


FEATURES

Eigentlich sollte dieser Abschnitt eher heißen: Funktionen, die mir wichtig sind, und die ich in den ersten Tagen ausprobiert habe. Dabei bleiben nämlich einige grundsätzliche Themen wie Video und kontinuierlicher Autofokus (AF-C) erst einmal unberücksichtigt, da sie mir persönlich nicht wichtig sind. Das soll nicht bedeuten, dass ich mir diese Punkte nicht auch irgendwann mal anschauen werde, aber eben nicht jetzt.

Autofokus

Die K-S2 bietet das gleiche Autofokus Modul Safox X wie die K-5II(s) Modelle. Das sind für eine Einsteiger/Mittelklasse-DSLR sehr gute Nachrichten, besonders bezüglich der Verlässlichkeit bei schwachem Licht. Und tatsächlich merke ich im Test keinen Unterschied zu meiner K5-IIs bei Schummerlicht. Wie bereits oben erwähnt gibt es einige zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten zum Autofokus wie “AF Status halten” oder als AF-Auswahlmodus “Erweitertes AF-Feld”, bei der zusätzlich zum selektierten AF-Feld noch die benachbarten Punkte für die kontinuierliche AF-Nachführung überwacht werden. Damit dürfte die K-S2 nach der K-3 das zweitbeste Autofokus-System im PENTAX Sortiment haben. Sehr gut: die K-S2 bietet wieder eine objektivabhängige AF-Feineinstellung, um Ungenauigkeiten der Justierung beim Phasen-Autofokus entgegenzuwirken..

Belichtungsautomatik

Die Kamera belichtet aus meiner Sicht sehr sicher und ausgewogen. Ich habe bisher ausschließlich die Mehrfeld Belichtungsautomatik eingestellt, wie ich das eigentlich immer halte. Eine Anpassung der Belichtung bzw. Tonwert-Korrektur führe ich wenn nötig in der Nachbearbeitung am PC durch, da ich für meine Art des Fotografierens gelernt habe, dass ich bei anderen Belichtungsmethoden (auch Spot-Belichtung) dennoch immer bei den mir wichtigen Fotos in Nuancen nachregeln will/muss.
Auch in schwierigen Gegenlichtsituationen hatte ich das Gefühl weniger stark über die Belichtungskorrektur gegensteuern zu müssen.

Bild
Sichere Belichtung auch in schwierigen Situationen. Und das Kit ist definitiv gegenlicht-tauglich.

Erhöhte Schärfeleistung (Clarity Enhancement)

Ich habe bisher fast ausschließlich in RAW+ fotografiert. Ganz gegen meine sonstige Gewohnheit, im PEF Format die Rohdaten aufzunehmen, hatte ich bewußt DNG gewählt, um die Raws in Lightroom 5 importieren zu können. Zugleich hab ich die “Erhöhte Schärfeleistung” (Claritiy Enhancement) als Funktion aktiviert, die in der K-S2 Prämiere feiert. Bei dieser Funktion gibt es nur An oder Aus, keine weiteren Einstellmöglichkeiten bspw. zur Stärke des Effekts. Die erhöhte Schärfeleistung wirkt sich auf die JPGs aus und scheint die Mikro-Kontraste stärker anzuheben, in etwa vergleichbar mit dem Klarheit-Regler in Lightroom.

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Beispiel 1: DNG ohne Anpassungen

Bild
Beispiel 1: JPG mit erhöhter Schärfeleistung

Bild
Beispiel 1: Der direkte Vergleich unter der Lupe

Bild
Beispiel 2: DNG ohne Anpassungen

Bild
Beispiel 2: JPG mit erhöhter Schärfeleistung


Ricoh selbst schreibt auf ihrer Homepage von einer “natürlicheren Bildwiedergabe” bzw.”natürlicheren Eindruck mit einer höheren Bildbrillanz”. Das kann ich so nicht bestätigen, natürlicher sehen die Fotos meiner Meinung nach nicht aus, aber definitiv schärfer mit einem besonderen Hochkontrast-Look, wie er mir persönlich sehr gefällt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Bildanmutung vielen gefallen wird, allerdings wird es für reine JPEG Fotografen meiner Einschätzung nach schwerer, diese Fotos in eine andere Richtung am PC nachzubearbeiten.
Zu beachten ist allerdings, dass bei aktivierter Clarity-Enhancement-Funktion die Kamera nach Aufnahme einige Sekunden beschäftig ist. Da werden aus den fünf Bildern pro Sekunde plötzlich mal geschätzte ein Bild pro fünf Sekunden. Zwar kann man in der Zeit die Kamera noch grundsätzlich bedienen und einstellen, aber eben nicht auslösen.

Advanced-HDR

Und noch ein neues Feature habe ich ein paar mal ausprobiert: der errweiterte HDR (A-HDR, Advanced-HDR). Dieser hat es geschafft (anders als die normale HDR Funktion), einen eigenen Platz auf dem Programmwahlrad zu ergattern. Als Einstellmöglichkeit kann ein Reihenwert +/- 1,2 oder 3 Lichtwerte für die drei Reihenaufnahmen eingestellt werden, die zu einem HDR Bild verrechnet werden. Dies ist auch bei der normalen HDR Funktion nun möglich. Ob die A-HDR Fotos gefälliger aussehen, mag jeder selbst entscheiden, meine Sache sind die “Heiligenscheine” nicht so sehr. Die Einzel-Raws werden nicht gespeichert. Die Berechnung der HDRs gehen sehr flott, insbesondere wenn man nur die K-5 Modelle gewohnt ist.

Bild
Beispiel 1 für A-HDR

Bild
Beispiel 2 für A-HDR

Fokussierhilfe (Focus Peaking)

Um die Möglichkeiten des manuellen Fokussierens mit Klapp-Display und der Fokus-Peaking Funktion auszuprobieren, hatte ich ab und an ein manuelles PENTAX M-135 3.5 Objektiv am Bajonett der K-S2 geflanscht. Das hat richtig viel Spaß gemacht, wobei hier wieder das Klapp-Display meiner Meinung nach der Zugewinn ist.

Bild
Manuell scharfgestellt über Fokus-Peaking

Fokus-Peaking funktioniert wie bei der K-01, hebt als die, die im Fokus sind, in weißer Farbe hervor. Es gibt keine Möglichkeiten, die Fokussierhilfe weiter zu konfigurieren, wie bspw. eine alternative Farbe oder die Empfindlichkeit. Auch ist die Aktivierung beim Fotografieren etwas umständlich (über Kamera-Menu 3, Auswahl Live-View, Unterpunkt Fokussierhilde - eine Belegung der FX Taste ist nicht möglich). Einen Schnellzugriff über das INFO Menu gibt es nur im Video Modus. Dies ist aber positiv anzumerken, die K-01 konnte Fokus Peaking bei Bewegtbildern noch nicht, und dort habe ich das vermisst. Bei der K-01 kann man allerdings FP direkt auf die rote bzw. grüne Taste legen.

Selbstauslöser, Fernauslöser mit Spiegelvorauslösung

In Ostende habe ich mich ein wenig in Langzeitbelichtung versucht (wieder ein Hoch aufs Klapp-Display) und die Kamera auf mein Stativ montiert. Bei Nutzung des Selbstauslösers (egal ob 2s oder 12s Vorlauf, auch in Kombination mit dem IR Fernauslöser) klappt der Spiegel sofort hoch, so dass das Fehlen einer expliziten Spiegelvorauslösung nicht ganz so schwer ins Gewicht fallen dürfte. Zum Gebrauch der IF Fernbedienung sein angemerkt, das trotz fehlenden Sensor an der Rückseite gibt das Auslösen von der Seite kein Problem darstellte.



WiFi

Die Kamera bietet über die WiFi Funktionalität eine alternative Bedienung. Die Kopplung mit meinen beiden Android Geräten (4.4) über manuelle WLAN Konfiguration klappte problemlos, die NFC Kopplung nach einigen (für mich nicht mehr reproduzierbaren) Schwierigkeiten nach Installation der Image Sync App auch. Die App erlaubt im Fernauslösermodus die Einstellung weniger Funktionen wie Weißabgleich, ISO und Belichtungskorrektur. Andere Funktionen wie Selbstauslöser bleiben außen vor. Das Live-Bild wird an das Mobilgerät übertragen, der Fokus-Punkt kann “per Touch” frei gesetzt werden. Der Kamera-Monitor bleibt in diesem Modus dunkel, Einstellungen direkt an der Kamera können bis auf das Programmwahlrad nicht durchgeführt werden. Dazu muss erst Live-View an der Kamera eingeschaltet bzw. am Mobilgerät ausgeschaltet werden. Hier steckt sicher noch Potential für Verbesserungen, aber der Anfang ist gemacht und erweitert die fotografischen Möglichkeiten enorm. Einen Vergleich zur Flu-Card kann ich nicht liefern, da ich diese nicht kenne.




BILDQUALITÄT

Zur eigentlichen Bildqualität kann und möchte ich nach zwei Tagen nicht viel sagen. Ich habe sowohl mit verschiedenen ISO Einstellungen fotografiert als auch mit unterschiedlichen Objektiven, aber der Schwerpunkt lag in der Verwendung des neuen Kit Objektivs. Pixel-Peeping stehe ich grundsätzlich offen gegenüber, aber dafür werde ich noch weitere Testaufnahmen unter kontrollierteren Bedingungen machen müssen. Dennoch möchte ich heute kurz festhalten, dass ich mit den bisherigen Ergebnisse sehr zufrieden bin. Das Bildrauschen ist sicherlich bei höheren ISOs vorhanden (wie auch bei den K-5 / K-01 Modellen mit dem hochgelobten 16-Megapixel-Sony-Sensor), aber wie ich finde sehr gefällig und gut kontrollierbar.

Bild
Abends aus der Hand bei ISO 1600


DAS NEUE KIT-OBJEKTIV

Das neue DAL 18-50mm DC WR RE punktet sicher durch die Kompaktheit im eingefahrenen Zustand. Ausgefahren verdoppelt sich die Länge nahe zu. Vor dem Ein- uns Ausparken ist ein kleiner Entsperrknopf zu drücken und beherzt zu drehen. Anfangs hatte ich hier ein paar Schwierigkeiten, das Objektiv zurück in die Parkposition zu schieben, aber das scheint sich jetzt “eingefahren” zu haben.
Ausgefahren ist der Tubus in der Länge relativ konstant, egal ob Weitwinkel- oder Telestellung. Wie beim DA 18-135mm DC kommt vom Fotografen/Kamera aus gesehen erst der Fokusring, dann der sehr schmale Zoom-Ring, dann der ausgefahrene Objektiv-Tubus. Die Bedienung der Brennweite muss von mir noch erlernt werden, immer wieder drehe ich am “falschen Rad”. Dabei fällt auch auf, dass bei meinem Exemplar der Tubus leichtes Spiel hat, vergleichbar mit meinem FA 28-70 bzw. wie es früher vom DA 16-45 kenne. Mach kann das auch am leichten Wackeln im Sucherbild erkennen. Einen Einfluss auf das Bildergebnis habe ich aber nicht schließen können.

Bild
Das neue Kit in Parkposition - kürzer als das Q Standard-Zoom

Die AF Scharfstellung über den DC Motor ist angenehm schnell und leise, wie ich es vom DA 18-135mm kenne. Das manuelle Fokussieren geht auch in Ordnung und wirkt auf mich ausreichend fein trotz elektronischer Einstellung (“Focus-By-Wire”), mit dem Nebeneffekt, dass Scharfstellen im ausgeschalteten Zustand nicht möglich ist. Die zuletzt gewählte Entfernungseinstellung bleibt nach dem Wiedereinschalten erhalten. Wie beim DA 18-135 DC kann nach dem automatischen Fokussieren ohne Umschaltung auf MF manuell die Entfernung nachgeregelt werden.

Die Schärfeleistung scheint mir einem Kit Objektiv entsprechend, nicht herausragend, aber auch nicht schlecht. Abblenden tut auch hier gut, wie bei jedem Objektiv. Aufgefallen ist mir, dass der Schärfeabfall zum Rand im Weitwinkel nicht stark auszufallen scheint. Positiv ist mir die Gegenlichttauglichkeit (es gibt sogar Sterne!) und das geringe Auftreten von Farbsäumen aufgefallen. Auch das Bokeh geht in Ordnung, scheint unaufgeregt. In den nächsten Wochen werde ich mir das Kit noch einmal unter kontrollierteren Bedingungen anschauen und mit dem DA 18-135mm DC genauer vergleichen (ein 18-55mm Kit habe ich leider nicht).

Erste DNGs (und teilweise die JPG Pendants mit aktivierter Clarity Enhancement) für die Pixel-Peeper unter uns habe ich bei GoogleDrive hochgeladen:

Außerdem habe ich hier im Forum den eröffnet.


ZUM SCHLUSS

Natürlich ist es noch zu früh für ein finales Urteil, aber der erste Eindruck ist ja immer für die weitere Beziehung sehr wichtig, und der stimmt. Die aus meiner Sicht wichtigsten Neuerungen sind der bewegliches Monitor und die WiFi Integration, und das in einem wetterfesten Gehäuse kompakt und solide umgesetzt.

Wenn man eines mit der neuen K-S2 ganz sicher haben kann, dann viel Spaß beim Fotografieren und dabei noch technisch einwandfreie Foto. Ob die Bilder dann wirklich "gut" sind, so gilt immer noch die alte Weisheit, dass der Fotograf das Bild gestaltet, und nicht die Kamera. Die Möglichkeiten zu einem guten Bild sind mit der K-S2 auf jeden Fall erweitert worden!

Noch ein Wort zu den vereinzelt geäußerten Unmut zu fehlenden Funktionen (weniger hier im Forum als woanders): wir sollten nicht außer Acht lassen, dass Ricoh hier ein neues Einsteiger- bzw. Mittelklasse-Modell herausgebracht hat. Wie auch beim Mitbewerber werden da einige Funktionen (unter anderem auch “nur” software-seitig) nicht angeboten und bleiben den höheren Modellen vorbehalten. Ich kann das zwar auch in in einzelnen Punkten bedauern, aber verstehen kann ich es auch. Es gibt nun mal eine Modell-Vielfalt, und die will auch verkauft werden.

Das war nun also mein erster Rundumschlag mit der Kamera nach zwei Tagen intensiver Nutzung in Belgien. In den nächsten Wochen folgen dann noch einzelne Beiträge zu ausgewählteren Themen, einen Zeitplan habe ich aber nicht.

BildBildBild

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Zuletzt geändert von Dirk am Mi 11. Mär 2015, 00:38, insgesamt 5-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So 8. Mär 2015, 22:36 
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Beiträge: 4562
Danke schonmal für die Mühe!

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