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 Betreff des Beitrags: Schwarze Flecken nach Dateiexport
BeitragVerfasst: Fr 3. Mai 2019, 11:49 
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Registriert: Sa 17. Mär 2018, 15:23
Beiträge: 69
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Hallo zusammen,
ich arbeite vorwiegend mit dem Programm Darktable. Hier entwickle ich DNG-Dateien und exportiere diese dann als .jpg-Datei in meine Bilder-Sammlung. Bei kontrastreichen Bildern habe ich manchmal das Problem, dass die dunkelsten Schattenbereiche im DNG noch gut aussehen, aber nach dem Export nur noch als schwarze Flecken erscheinen. Liegt das an der Farbtiefe? Die Datei hat dann nur noch 8 bit Farbtiefe. Wenn ich ins .png-Format mit 16 bit Farbtiefe exportiere, passiert das nämlich nicht. Leider kann nicht jedes Wiedergabegerät mit .png oder JPEG2000 (12 bit) umgehen. Daher meine Frage: kann tatsächlich die Farbtiefe die Ursache sein oder ist das Zufall? Kann ich dagegen etwas unternehmen? Ich will die tiefen Schatten auch nicht unnatürlich hell haben.
Danke für etwaige Vorschlägen. Ein Beispielbild kann ich später gern nachliefern, aber das Problem ist, denke ich, gut nachvollziehbar.

Frostige Grüße aus dem Nordosten
Daniel

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Pentax K-30, Objektive DA 18-135mm WR, DA 50mm WR, DNG Entwicklung i. Darktable


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BeitragVerfasst: Fr 3. Mai 2019, 12:32 
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Beiträge: 8407
Hi,...ja genauso ist das. :lol:

Das Eindampfen von Dateigröße und vor allem Dynamikumfang (8bit) kostet immer 'nen Preis,...manchmal ist der Verlust verschmerzbar,...manchmal nicht. :ichweisswas:

Vor allem in den unteren Tiefen und den Lichtern wirds dann schnell "platt"und sofort ersichtlich.Eine Lösung ist dann nur eine speziell bearbeitete Version in DNG zu fertigen,
welche Du in voller Auflösung und Dynamik schon eindampfst und dann erst verkleinerst.Du kannst zum Beispiel eine deutlich kontrastärmere Version mit weniger
Sättigung und anderer Schärfung anfertigen.Damit "rettest" Du dann einen abrisslosen Export ohne Überschärfung nach 8bit.Dies ermöglicht Dir dann das JPG in begrenzten
Rahmen noch fertig zu bearbeiten,was dann ein deutlich besseres Endergebnis bringt.
Ein bischen Übung und Zeitaufwand ist am Anfang pflicht.Lohnt sich aber im Endeffekt weil es zu deutlich besseren Bildern,und für sich selbst zu mehr Durchblick führt.

beste Grüße

Bernd

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Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
(Marie von Ebner-Eschenbach)


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BeitragVerfasst: Sa 4. Mai 2019, 01:09 
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Was auch von manch einem empfohlen wird: dem Bild etwas Rauschen hinzufügen (Grain). Dadurch werden abgegrenzte Kanten bei Farbübergängen (Banding) vermieden und auch gegen deine schwarzen Flecken hilft das vielleicht ein wenig. Ich hatte auch schon das ein oder andere Foto - vor allem nächtliche Langzeitbelichtungen - mit sehr unschönen Bereichen nach dem Export. Ich konnte dann zum Glück als PNG exportieren und es dann für den vorgesehenen Zweck verwenden. Ich weiß nicht, wie es bei Darktable aussieht, aber in Lightroom kann man per Softproofing mit einem der Einstellung sRGB schauen, wie das Bild raus kommt. Dann kann man noch nachregeln, bis Übersättigungen und Übersteuerungen in der Belichtung verschwinden.

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Grüße vom Dunkelmann :hat:


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BeitragVerfasst: Di 7. Mai 2019, 22:32 
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Beiträge: 69
Wohnort: Kritzmow
Methusalem hat geschrieben:
Hi,...ja genauso ist das. :lol:

Das Eindampfen von Dateigröße und vor allem Dynamikumfang (8bit) kostet immer 'nen Preis,...manchmal ist der Verlust verschmerzbar,...manchmal nicht. :ichweisswas:

Vor allem in den unteren Tiefen und den Lichtern wirds dann schnell "platt"und sofort ersichtlich.Eine Lösung ist dann nur eine speziell bearbeitete Version in DNG zu fertigen,
welche Du in voller Auflösung und Dynamik schon eindampfst und dann erst verkleinerst.Du kannst zum Beispiel eine deutlich kontrastärmere Version mit weniger
Sättigung und anderer Schärfung anfertigen.Damit "rettest" Du dann einen abrisslosen Export ohne Überschärfung nach 8bit.Dies ermöglicht Dir dann das JPG in begrenzten
Rahmen noch fertig zu bearbeiten,was dann ein deutlich besseres Endergebnis bringt.
Ein bischen Übung und Zeitaufwand ist am Anfang pflicht.Lohnt sich aber im Endeffekt weil es zu deutlich besseren Bildern,und für sich selbst zu mehr Durchblick führt.

beste Grüße

Bernd


Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Ich habe kürzlich entdeckt, dass iich .tiff nehmen kann. Dann ist die Datei zwar ziemlich groß, aber mein digitaler Bilderrahmen gibt das Format einwandfrei wieder. Dadurch sind die dunklen Flecken verschwunden. Deine erklärung muss also zugetroffen haben. Nochmal danke!

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BeitragVerfasst: Di 7. Mai 2019, 22:39 
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Dunkelmann hat geschrieben:
Was auch von manch einem empfohlen wird: dem Bild etwas Rauschen hinzufügen (Grain). Dadurch werden abgegrenzte Kanten bei Farbübergängen (Banding) vermieden und auch gegen deine schwarzen Flecken hilft das vielleicht ein wenig. Ich hatte auch schon das ein oder andere Foto - vor allem nächtliche Langzeitbelichtungen - mit sehr unschönen Bereichen nach dem Export. Ich konnte dann zum Glück als PNG exportieren und es dann für den vorgesehenen Zweck verwenden. Ich weiß nicht, wie es bei Darktable aussieht, aber in Lightroom kann man per Softproofing mit einem der Einstellung sRGB schauen, wie das Bild raus kommt. Dann kann man noch nachregeln, bis Übersättigungen und Übersteuerungen in der Belichtung verschwinden.


Vielen Dank auch Dir für die guten Tipps. Die Sache mit dem graining klingt wirklich plausibel. Ich denke, ich werde das mal ausprobieren. So eine "wie würde das aussehen?" Vorschau gibt's bei darktable wohl nicht, zumindest hab ich sie noch nicht entdeckt. Wenn ich die Bildgröße begrenze und dann .tiff als Ausgabeformat wähle, ist alles okay. Ausgabefarbraum ist ohnehin sRGB, da ich so die Bilder universell nutzen kann.
Nochmal vielen Dank!

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BeitragVerfasst: Mi 8. Mai 2019, 10:17 
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Beiträge: 3282
lichtbildmacher hat geschrieben:
Dunkelmann hat geschrieben:
Was auch von manch einem empfohlen wird: dem Bild etwas Rauschen hinzufügen (Grain). Dadurch werden abgegrenzte Kanten bei Farbübergängen (Banding) vermieden und auch gegen deine schwarzen Flecken hilft das vielleicht ein wenig. Ich hatte auch schon das ein oder andere Foto - vor allem nächtliche Langzeitbelichtungen - mit sehr unschönen Bereichen nach dem Export. Ich konnte dann zum Glück als PNG exportieren und es dann für den vorgesehenen Zweck verwenden. Ich weiß nicht, wie es bei Darktable aussieht, aber in Lightroom kann man per Softproofing mit einem der Einstellung sRGB schauen, wie das Bild raus kommt. Dann kann man noch nachregeln, bis Übersättigungen und Übersteuerungen in der Belichtung verschwinden.


Vielen Dank auch Dir für die guten Tipps. Die Sache mit dem graining klingt wirklich plausibel. Ich denke, ich werde das mal ausprobieren. So eine "wie würde das aussehen?" Vorschau gibt's bei darktable wohl nicht, zumindest hab ich sie noch nicht entdeckt. Wenn ich die Bildgröße begrenze und dann .tiff als Ausgabeformat wähle, ist alles okay. Ausgabefarbraum ist ohnehin sRGB, da ich so die Bilder universell nutzen kann.
Nochmal vielen Dank!


Ich stand einige Male vor ähnlichen Problemen und habe mir deshalb entsprechende Gedanken gemacht und darüber gelesen. Es bleibt interessant, wie so etwas gut vermieden werden kann. Schreibe ruhig hier weiter, wie es mit zukünftigen Ansätzen funktioniert und zeige ruhig auch Vergleichsbilder. Für mich ist es eine etwas unglückliche Lösung, Rauschen hinzuzufügen, wenn ich doch grundsätzlich eher auf rauschfreie Fotos stehe... Tiff ist als Format ja generell auch am sichersten, kompatibel und hochqualitativ. Wenn nur die Größe nicht wäre...

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Grüße vom Dunkelmann :hat:


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BeitragVerfasst: Sa 11. Mai 2019, 23:31 
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Ich denke, ich habe die Sache jetzt einigermaßen im Griff: den Schwarzwert nicht bis maximal nach unten ziehen, sondern ein bisschen Luft lassen. Bei Verwendung von "Masken" etwas Weichzeichnung anwenden, damit die Grenzen nicht so hart ausfallen. Dann kann ich die Dateien als .tiff oder als 16 bit .png exportieren und erhalte sehr schöne Ergebnisse mit viel Detail und ohne "schwarze Löcher" ;) .
Ich bin noch im Experimentalstadium mit der Bildbearbeitung und übertreibe es oft ein bisschen. Ich nehme an, dass hat zu dem Problem beigetragen. Glücklicherweise habe ich die genialen Tutorials von Bruce Williams (understanding darktable) auf YouTube gefunden :ichweisswas: , die wirklich einen tiefen Einblick in Darktable geben. Fantastisch, wenn Englisch kein Problem ist.
Bilder folgen morgen. Bin erstmal happy, eine weitere Klippe umschifft zu haben :thumbup: .

L G
Daniel

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