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BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 18:44 
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Registriert: Mo 25. Nov 2013, 19:13
Beiträge: 560
Wohnort: Trondheim, Norwegen
Beim Fotografieren habe ich mich (alleine) noch nicht in eine Situation begeben wo ich eine richtige Sicherheitslösung brauche. Ich bin aber die letzten drei Sommer als Biologe in den norwegischen Bergen unterwegs gewesen, nichts gefährliches, aber immer außerhalb des Funknetzes (und nein, da geht auch keine SMS durch!). Vom Arbeitgeber wurden wir mit den hier auch schon genannten InReach-Systemen ausgestattet. Die sind wirklich genial meiner Meinung nach, kosten aber natürlich etwas (jährliches Servive-Abo). SOS-Taste für den absoluten Notfall mit automatischer GPS-Ortung die an die zuständigen Rettungsdienste geht. Der Einsatz soll ohne wenn und aber sofort eingeleitet werden. Ansonsten können SMS über Satellit-Verbindung verschickt werden und man kann ein Intervall-GPS-Tracking anschalten, dass von der Familie (Freunden etc.) live angesehen werden kann.

Beim Tracking geht der Akku natürlich recht schnell leer, man kann das Gerät aber problemlos mit einer handelsüblichen Powerbank jederzeit aufladen.

Sollte ich mir um meine eigene Sicherheit Sorgen machen, würde ich mir so ein Gerät zulegen :ja:

_________________
Viele Grüße aus Norwegen
Lukas

Arktische Fotos aus Spitzbergen: - - -

- -


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BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 19:37 
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Registriert: So 6. Mai 2018, 10:49
Beiträge: 774
Wohnort: Krakau, Polen
Technisch habe ich jetzt nichts Großartiges außer Smartphone, Wetter-, Gewitterwarn- und Rettungs-App sowie Notrufnummern. Und ja, die letzten beiden sind landes- bzw. regionenspezifisch.

Ich denke aber, dass abgesehen von passender Kleidung und Ausrüstung sowie Proviant und auch ganz klassische, analoge und altbackene Dinge wichtig sind, wie etwa:

1. Mitteilung an Freunde und/oder Familie, wohin man will, Zwischenstandssmeldungen
2. Beobachtung des Wetters
3. kein zu großer Ehrgeiz
4. Austausch mit Leuten oder Gruppen, die man trifft

Gefährlich können aber auch die am harmlosesten erscheinenden Orte werden, da habe ich so meine Erfahrungen gemacht. :ugly:

_________________
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BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 20:34 
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Registriert: So 28. Jan 2018, 14:26
Beiträge: 448
Ein schwäbisches Ehepaar wandert durch die Alpen und fällt in eine Gletscherspalte. Am nächsten Tag hören sie eine Stimme von oben rufen: "Hallo, hier ist das Rote Kreuz!"
Darauf ruft der Schwabe zurück: "Mir gäbet nix!"

Spaß beiseite, gerade in den einsamen Gegenden helfen die üblichen GSM-orientierten Lösungen nicht weiter. Da braucht man schon eine Satelliten-orientierte Lösung, die aber was kostet. Die aber in der Gletscherspalte auch nicht funktionieren würde.
Es funktioniert auch nicht der Ratschlag, sich nicht in Gefahr zu bringen. Ganz klar soll man waghalsige Aktionen unterlassen. Aber man kann nicht beschließen, keinen Unfall zu erleiden. Es reicht ja schon, dass man ausrutscht und sich den Fuß verzerrt. Oder man bekommt einen Kreislaufkollaps wegen Hitze und Glas schleppen. Am besten läuft man mit Begleitperson. Aber ich weiß auch, wenn das kein anderer Fotograf ist, wird es denen so langweilig, dass man doch lieber alleine losgeht. Vielleicht sollte man eine Brietaube mitnehmen....

Gruß, Nuftur


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BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 22:15 
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Registriert: So 27. Nov 2016, 12:57
Beiträge: 479
Wohnort: GAP
Es passiert hier relativ häufig, dass jemand falsch abbiegt, überschätzt in einen Wetterumschwung übersieht oder aus sonstigen Gründen hier nicht mehr vor oder zurück kommt.
Ein Extra Ortungsgerät habe ich nicht. Ich gebe meinen Leuten bescheid wo ich unterwegs bin. Wenn ich exponierte Pfade bei Dunkelheit benutze, dann war ich da auch schon mal am Tag. Ich versuche immer den Wanderweg/Steig zur Lokation zu benutzen. Für den Aufstieg zu einem Fotospot plane ich mehr Zeit ein, als wenn ich so zum wandern gehen würde. Meine Hirnbirn von Ledlenser ist recht hell, damit ich auch die Markierungen gut erkennen kann.
Meine Fotobuddies wissen wann man schweigen muss um den Moment zu genießen. :mrgreen:

Mein Fotorucksack (irgend ein Deuter FreeSki-BlaBlubb), hat eine Pfeife, und ich hab in der Regel eine Taschenlampe dabei. Die Ausrüstung ist für meine Bedürfnisse ausreichend, aber wie weit ist eine Pfeife in so einem Mitteldeutschen Düsterwald zu hören. :ka:
An meinen Winterklamotten ist ein Recco-Reflektor angebracht, damit können Rettungskräfte eine Grobortung durchführen, kommt speziell bei Lawinenunglücken zum Einsatz. Ich kann aber nicht sagen, ob das auch im Sommer verwendet wird.

Meine Radlapp (Strava) hat einen Beacon-Modus aber den habe ich noch nicht getestet.

_________________
Natürlich bin ich auch auf und
und eine persönliche Website gibt es auch, die


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BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 22:17 
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Registriert: So 16. Nov 2014, 19:43
Beiträge: 5476
Ganz wichtiges Thema Frank!

Ich zieh ja auch immer nachts alleine los - und hatte schon die Situation an der Nordsee, dass ich 10 m vom Weg nach vorne bin, um näher an die Spiegelung ranzukommen. Ein Schritt - und ich war bis zur Hüfte im Watt versunken. Da rattert die Birne: wann kommt die Flut (4h)? Wo ist mein Handy (Brusttasche)? Hab ich Empfang (Nein!)? ... Trillerpfeife find ich auch im Zweifel klein, unkaputtbar und hilfreich, hab auch eine am Rucksack. Letztendlich hab ich mich übers große Stativ rausgehangelt, weil ja direkt hinter mir fester Boden war. Aber mein Puls war zwischenzeitlich schon bei 180 oder so.

_________________
It´s all about the fun. And the light.

Meine Lieblingsbilder gesammelt unter:

und


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BeitragVerfasst: Sa 1. Aug 2020, 17:04 
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Registriert: Di 26. Jun 2012, 20:03
Beiträge: 9010
Wohnort: Laatzen
Ich kann mich Uwe nur anschließen. Bei meinen Fliegenfischer-Ausflügen in der Umgebung weiß meine Frau wo ich bin und wann ich ungefähr wieder zuhause sein werde. Sollte es länger dauern, kurzer Anruf und es ist gut. Trillerpfeife ist eine gute Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Optische Dinge helfen bei mir zumindest beim Bachfischen nicht - die Böschungen verhindern jeden Sichtkontakt. Und die brenzligsten Situationen hatte ich an eher harmlosen Locations. Beim Watangeln an der Küste im kniehohen Wasser über einen Stein gestolpert, seitwerts mit der Rippe auf einen anderen Stein gedonnert und das "Aua" unter Wasser gebrüllt. Ist nochmal gut gegangen - aber in der Situation und ohne den Kumpel in Rufweite hätte das auch anders ausgehen können. Und ich kenne die Tücken der Ostsee-Strände beim Angeln schon seit sehr vielen Jahren...

Die Totmannwarner-App werde ich mir mal ansehen. Klingt gar nicht so schlecht.

_________________
Viele Grüße von der Leine
Klaus


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BeitragVerfasst: Sa 1. Aug 2020, 17:35 
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Registriert: Mo 18. Mai 2020, 14:13
Beiträge: 22
Hallo Frank,

Wenn Du die (überschaubar je nach technischer Lösung...Telefon, Satellit...) Kosten nicht scheust, dann empfehle ich Dir die persönliche Personenortung über verschiedene Anbieter. Ich habe für so einen gearbeitet. Wenn abends nicht gegen z.B. 20h00 der Anruf kommt, oder Du länger als 2 Stunden z.B. Dich nicht bewegst, kommt ein Anruf und ggfs ein Hinweis an örtliche Rettungsdienste.

Alternativ, gibt man Bescheid wo man hin möchte (z.B. Hotel wo man hin möchte) und wenn man nicht erscheint, dann schlagen die Alarm. In den 70ern und 80ern hatten nicht alle z.B. auf Island Telefon, da habe ich mich dann bei Durchquerung des Hochlandes bei der Polizei abgemeldet und dann auf der anderen Seite wieder angemeldet... ging auch. Ähnliche Erfahrungen in Syrien, Türkei und Persien, Sahara, Namibwüste. Glücklicherweise musste man mich nie suchen, einem Kumpel hat das aber dort das Leben gerettet. Er stürzte im Sturm mit dem Pferd auf Island in der Nähe des Hvítárvatn und man konnte ihn halb erfroren finden...


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BeitragVerfasst: Mo 3. Aug 2020, 11:37 
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Team
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Registriert: Fr 25. Nov 2011, 09:21
Beiträge: 20912
Wohnort: Alpen(NRW)
Vielen Dank für die vielen Tipps und Ratschläge bisher!

Ich habe im Team gefragt, was kris-kelvin verlinkt hatte und muss sagen, ich bin auch für solche Späße zu haben! xd
(Ich selber torpediere auch ganz gerne mal eher ernste Ansätze mit meiner Albernheit, wir sind ja zum Glück auch zum Spaß hier! :) Alles gut! :cheers: )

Den guten Ratschlägen, sich nicht in Gefahr zu begeben, kann ich nur mit einem Witz des unvergleichlichen Volker Pispers begegnen (sinngemäß):
"Was sollen diese 'Baby an Bord'-Aufkleber an den Autoheckklappen? Denken die, dass sich der, der gleich den Aufprall verursacht, sagt: 'Na gut, dann überleg ich mir das nochmal anders?'"

Sachen passieren!

Die Totmann-App werde ich mir mal anschauen. Trotzdem bin ich bei Handy basierten Lösungen eher skeptisch. Mir passiert es in der Natur sehr häufig, dass ich gar kein Netz habe und das merke ich nur, wenn ich mal aktiv werden will, also eher sporadisch.
Die Beiträge zu GPS basierten Lösungen werde ich mir noch einmal ganz genau anschauen und dazu recherchieren. Dankeschön!
Das Abo-Modell wie Inreach war mir bisher zu teuer, da ich mich doch eher (sehr) selten auf z.B. Gletscherspalten bewege. :)

Deshalb erschien mir das von Tom Heaton vorgestellte Gerät attraktiv. Er spricht auch das Inreach-Abo-Modell an und erwähnt, dass man diese PLB-Funktionalität mit eben diesem FastFinder durch Kauf erwirbt. Gerade das fand ich persönlich sehr interessant!
Kennt das jemand? Wo überall funktioniert das und aktiviert Rettungskräfte? Wäre das z.B. auch was für Kontinentaleuropa oder ist das nur so n UK-Ding?

@Juhwie: So etwas ähnliches ist mir mal in den Issumer Fleuthkuhlen passiert! Keine 10 Meter vom Weg entfernt, noch lange vor dem Ufer eines kleinen Sumpftümpels, trocken und trittfest, ging es urplötzlich bis zur Gürtellinie abwärts! Zack! Ich konnte mich nur mit Hilfe des quergelegten Berlebachs wieder hochziehen. Jede Bewegung vorher hat mich nur tiefer in den Schlamassel gezogen ...
Keine Ahnung, wie tief das weitergegangen wäre, ich hatte jedenfalls noch lange keinen Grund! Sicher ist die Unsicherheit im Nordseewatt ungleich höher(!), aber Puls und Gedanken waren wohl ähnlich. Das war echt blöd!

_________________
LG Frank




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