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 Betreff des Beitrags: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Mi 7. Aug 2024, 00:40 
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Registriert: Sa 21. Mai 2022, 03:56
Beiträge: 36
Hallo

Ich bin im Netz über Bilder gestolpert die in einer Höhle gemacht wurden. Diese wurden nicht mit einem "normalen" Blitzlicht gemacht sondern mit den alt hergebrachten Blitzbirnen. Also einmal Blitzen und eine neue einstecken. Der Grund war das diese Birnen die Höhle wesentlich besser ausgeleuchtet haben weil sie eben länger brennen und daher mehr Licht abgeben wie ein Elektronenblitz. Nun frag ich mich ob das auch mit einer Digitalen Kamera geht. Ich hab ja nur den Klappblitz oder den großen oben drauf.

Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Mi 7. Aug 2024, 06:40 
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Beiträge: 1561
Diese Blitzbirnen enthalten dünne Magnesiumdrähte, die durch einen elektrischen Stromstoß entzündet werden, um ein intensives Licht zu erzeugen.
Sie sind Langzeitblitzer, das bedeutet, sie geben ihr Licht über einen Zeitraum von bis zu einer 1/50 Sekunde ab, während moderne Geräte ihre Leistung in In weniger als einer 1/1000 Sekunde abgeben.
Einige Fotografen nutzen möglicherweise die spezielle Lichtcharakteristik von Blitzbirnchen für künstlerische Effekte oder Retro-Ästhetik in ihren Bildern.
Ohne nähere Informationen zum gesamten Umfeld (wie erfolgt die Bildaufzeichnung?) der von Dir beobachteten Anwendung ist Deine Frage nicht entgültig zu beantworten.
Eine etwa hohe Lichtabgabe dieser Blitzbirnen kann nicht der Grund für ihren Einsatz sein, sie wäre auch mit modernen Geräten zu erreichen oder zu übertreffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Mi 7. Aug 2024, 07:29 
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Beiträge: 3077
Wohnort: Ludwigsburg
Früher gab es das Argument des Gewichtes, um diese Blitzlichtbirnen im Gegenzug zum Blitzgerät einzusetzen. Und der gleichmäßige Lichtaustritt tat sein übriges. Die Abbrenndauer kann aber bei Höhlenfotografie nicht ausschlaggebend sein, da eine Blitzsynchronisation bei den längeren Belichtungszeiten in der Höhle unbedeutend wird.
Auch muss man bedenken, dass bei der Blitzlichtbirne eine dieser Birnen pro Bild genutzt wird. Du musst also entsprechend viele dieser Birnen mitführen.
Das Hauptproblem wird aber die Zündung sein. Ich würde es ehrlich gesagt nicht ausprobieren wollen, mit einer meiner digitalen Kameras einen Blitz für Blitzbirnen auszulösen. Erste Modelle wurden übrigens mechanisch ausgelöst. Später wurde dann mit einer Zündspannung durch einen Kondensator ausgelöst. Ob diese Energie sich auch in Richtung Kameraelektronik ausbreitet wäre mir hier ein zu großes Risiko.
Durch aktuelle LED-Technik in diverse Leuchtenformen, auch freistrahlend, sehe ich keinen Vorteil mehr in Blitzlichtbirnen, zumindest im Bereich der DSLR-Fotografie. Das ist dann für mich eher Nostalgie bzw. im analogen Großformat einsetzbar.

_________________
LG Ronny


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 Betreff des Beitrags: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Mi 7. Aug 2024, 07:44 
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Beiträge: 1989
Wohnort: Lacus Constantiensis
Das hat mich jetzt mal interessiert, weil ich als Kind auch noch solche Blitzwürfel an meiner ersten Kamera hatte. Laut Wikipedia soll es sogar heute noch welche geben, es wird sogar die Ausleuchtung von Höhlen dabei genannt, wegen der großen Leuchtleistung. Nur wo es sowas heute noch zu kaufen gibt, weiß ich nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Blitzlichtbirne

Mit der digitalen Kamera geht das natürlich auch, nur nicht mit den Amateurblitzen, die gerade für Innenräume mit weißen Decken ausreichen (Die Leitzahl wird sogar in einem weißen Standardkanal gemessen, der wohl dem Standardzimmer entsprechen soll). Im professionellen Bereich gibt es auch stärkere Blitze für Outdoor, da gibt man dann die Leistung auch in Ws an.

Zum Beispiel https://profoto.com/de/products/lights/ ... rofoto-b1x

Ich habe auch mal in einer Höhle geblitzt. Dabei reicht ein Metz-60 gerade aus, um eine Person, die am Höhleneingang steht, von der Innenperspektive aus aufzuhellen, aber nicht für die Höhle selbst.

VG Nuftur

_________________
“The single most important component of a camera is the twelve inches behind it.”
Ansel Adams

Küchenchef: Ihre Fotos gefallen mir - Sie haben bestimmt eine gute Kamera.
Helmut Newton: Das Essen war vorzüglich - Sie haben bestimmt gute Töpfe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Mi 7. Aug 2024, 09:55 
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Registriert: Sa 22. Dez 2012, 23:17
Beiträge: 6263
Ich erinnere mich daran, vor etwa 50 Jahren das erste (und einzige) mal mit Blitzbirnen fotografiert zu haben. Evtl. (s.o.) haben diese den Vorteil, dass sie so lange brennen, dass ein Schlitzverschluss das gesamte Feld durchwandern kann, d.h. man könnte sogar einen Schlitzverschluss mit kürzerer als der Synchronzeit befeuern, müsste aber dann per höherer ISO oder größerer Blende einen Ausgleich schaffen. Dann müsste allerdings auch der Zeitpunkt für die Zündung eigentlich kurz vor der Verschlussöffnung sein (das hat man früher™ mit dem M-Blitzkontakt gemacht) und man müsste die über die Abbrennkurve varrierende Lichtmenge berücksichtigen.
Da die Technik heute deutlich ausgefeilter ist benötigt man die speziellen Eigenschaften der Blitzbirnchen nicht mehr um bestimmte Bildideen umzusetzen. Außerdem ist es für mich aus Gründen der Müllvermeidung ohnehin nicht mehr zeitgemäß, Wegwerfmaterial zu verwenden. Zudem dürfte das Ganze nicht billig sein. Wer will kann gerne ein Kondensator-Blitzgerät von mir geschenkt haben, aber Batterien und Birnen sind schon kostenmäßig eine Hausnummer ...

_________________
VLG
Stephan


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Mi 7. Aug 2024, 16:52 
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Registriert: Sa 21. Mai 2022, 03:56
Beiträge: 36
Nuftur hat geschrieben:
Nur wo es sowas heute noch zu kaufen gibt, weiß ich nicht.


Ich habe auch mal in einer Höhle geblitzt. Dabei reicht ein Metz-60 gerade aus, um eine Person, die am Höhleneingang steht, von der Innenperspektive aus aufzuhellen, aber nicht für die Höhle selbst.

VG Nuftur


Zu den Birnen, ich hab selber noch welche und kann für ganz wenig Geld welche bekommen.
Die Höhle war bei mir eine Kohlezeche. Der Vordergrund war ausgeleuchtet und hinten war es duster. Daher würde oder hätte ich das gerne mal versucht. Mein Aufsteckblitz hat eine Leitzahl von 45 was im normalen Gebrauch ja ausreicht. Nur im Zechengebäude war es halt zu wenig. Da ist mir das mit den Höhlenbildern eingefallen da das ja auch sehr sehr große Räume sind.
Und ja, die Birnchen muß man wegschmeißen. Sie wurden halt für diesen Zweck produziert und da kann man sie auch aufbrauchen. Wenn es keine mehr gibt muß man sich eben was anderes ausdenken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Mi 7. Aug 2024, 21:13 
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Du musst die Wanderblitz - Methode anwenden.
Dein vorhandener Blitz reicht dafür aus.
Das Netz ist voll mit Beschreibungen der richtigen Vorgehensweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2024, 03:33 
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Hallo
Das mit dem Wanderblitz ist ja gut und schön aber im "normalen" Gebrauch untauglich. Ich mach eine Höhlenführung und lauf dann wie ein Wiesel mit dem Blitz in der Hand durch die Höhle? In Historischen Gebäuden das gleiche, da darf man gleich den Saal verlassen. Wenn man Industrieanlagen besucht ist es ähnlich. Man kann da meist nicht einfach so rum laufen und mehr oder minder tun was man möchte. Da gibt es Regeln wo man hin darf und wo nicht.
Mir ging oder geht es halt darum ob es mit einer Digitalen und den Birnchen möglich ist Fotos zu machen. Das ich da Adapter oder ähnliches brauche ist mir klar, ich hab ja nur den X-Kontakt und kann daher das Birnchen nicht zünden.
Ich muß aber auch zugeben das ich mit meiner analogen Kamera im Moment auch nicht mehr wüsste wie das mit den Birnchen geht. Ich hab das nur ganz kurz gemacht und dann einen kleinen Elektronen Blitz bekommen. Und jetzt die gloreiche Idee mit meiner Digitalen. Na ja, mal sehen ob's nicht doch geht


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2024, 05:48 
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Registriert: So 20. Aug 2017, 19:42
Beiträge: 1561
Jetzt erst habe ich Dich verstanden.
Du hoffst darauf, mit den "Blitzbirnchen" für Deine Zwecke sämtliche physikalischen Phänomene und Eigenschaften des Lichts außer Kraft setzen zu können.

Ich versichere, es wird Dir nicht gelingen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alte Blitzbirnen
BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2024, 12:00 
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Registriert: Sa 21. Mai 2022, 03:56
Beiträge: 36
Hallo
Das mit dem Wanderblitz ist ja gut und schön aber im "normalen" Gebrauch untauglich. Ich mach eine Höhlenführung und lauf dann wie ein Wiesel mit dem Blitz in der Hand durch die Höhle? In Historischen Gebäuden das gleiche, da darf man gleich den Saal verlassen. Wenn man Industrieanlagen besucht ist es ähnlich. Man kann da meist nicht einfach so rum laufen und mehr oder minder tun was man möchte. Da gibt es Regeln wo man hin darf und wo nicht.
Mir ging oder geht es halt darum ob es mit einer Digitalen und den Birnchen möglich ist Fotos zu machen. Das ich da Adapter oder ähnliches brauche ist mir klar, ich hab ja nur den X-Kontakt und kann daher das Birnchen nicht zünden.
Ich muß aber auch zugeben das ich mit meiner analogen Kamera im Moment auch nicht mehr wüsste wie das mit den Birnchen geht. Ich hab das nur ganz kurz gemacht und dann einen kleinen Elektronen Blitz bekommen. Und jetzt die gloreiche Idee mit meiner Digitalen. Na ja, mal sehen ob's nicht doch geht


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