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 Betreff des Beitrags: Re: Deep Sky - Fotografie mit Pentax
BeitragVerfasst: So 29. Nov 2015, 18:51 
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Registriert: Fr 23. Mai 2014, 06:51
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Wenn Du eine Montierung auf Polaris ausrichtest, hast Du doch eine definierte Ausrichtung und Position, auch ohne Encoder. Von dieser Position aus kannst Du nun jede nötige Positionsänderung zu Anfahren des gewünschte Zielobjektes berechnen. Nachteil ist, daß Du die Montierung erneut ausrichten musst, wenn Du die Klemmung einer oder beider Achse(n) löst und das Teleskop frei bewegst, da die Montierung ohne Encoder nicht wissen kann, wie weit und in welche Richtung Du das Teleskop gedreht hast. Zudem wird die Differenz zwischen berechneter und tatsächlicher Position mit der Zeit immer größer.

Der Encoder hat "nur" den Vorteil, daß Du sofort weißt, welche Ausrichtung die Montierung hat und daß Du die anzufahrende Position nicht erst berechnen musst. Außerdem kannst Du die Klemmung der Montierung lösen und das Teleskop frei bewegen ohne die aktuelle Position zu verlieren, da der Encoder dabei ja ebenfalls die Positionsänderung erfasst und zurückmeldet.

Gruß
Jörn

_________________
Du hast die Freiheit, alles zu schreiben. Ich habe die Freiheit, alles zu ignorieren. (Stephan Lange)

Weil die Lichtgeschwindigkeit höher als die Schallgeschwindigkeit ist, hält man viele Leute für helle Köpfe - bis man sie reden hört. (Unbekannt)


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 Betreff des Beitrags: Re: Deep Sky - Fotografie mit Pentax
BeitragVerfasst: So 29. Nov 2015, 19:21 
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Darum einen Encoder, den könnte man ja dann noch mit einem Kompasschip koppeln, dann hätte man noch eine Referenz.
Tut mir leid wenn ich so laienhaft frage, aber ich hatte noch nie eine Montierung in der Hand, ich bin nur der Techniker ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Deep Sky - Fotografie mit Pentax
BeitragVerfasst: So 29. Nov 2015, 20:15 
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ivan danko hat geschrieben:
Liebe Pentaxianer & Freunde der Astrofotografie!

Hier soll uns die Möglichkeit geboten werden, Erfahrungen in Sachen Deep Sky Fotografie mit unseren heiß geliebten Pentax'n, auszutauschen. Um den Rahmen nicht zu sprengen, sollten wir die Astrofotografie mit Montierung und Nachführung (außer natürlich Astrotracer :\m/: ) außen vor lassen.


Ich möchte nochmal auf den Eingangspost hinweisen.
Ich bin zwar auch Astrofotograf und verstehe Euren Mitteilungsdrang, doch dürfte das die meisten hier überfordern und ausserdem leidet die Übersichtlichkeit dieses Threads.
Wir sollten besser hier nur die Möglichkeiten zur Himmelsfotografie mit der "einfachen" Pentaxausrüstung nebst Astrotracer diskutieren und Anregungen und Erfahrungen austauschen.

Wildlife

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Das Motiv vor der Kamera und der Mensch hinter der Kamera sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen einer Aufnahme - eine gute PENTAX dazwischen erhöht den Spaßfaktor bei der fotografischen Arbeit!


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 Betreff des Beitrags: Re: Deep Sky - Fotografie mit Pentax
BeitragVerfasst: So 29. Nov 2015, 20:23 
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 Betreff des Beitrags: Re: Deep Sky - Fotografie mit Pentax
BeitragVerfasst: Sa 9. Jan 2016, 12:56 
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Registriert: Di 24. Nov 2015, 18:26
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Hallo zusammen,

wie in einem anderen Threat schon erwähnt habe ich gestern ein "neues" Objektiv, das Pentax SMC-M 135mm 3.5 bekommen. Da das mein erstes manuelles Objektiv ist musste ich erstmal ausprobieren, ob die Astrotracer Funktion auch damit funktioniert. So lange der Kamera die Brennweite bekannt ist sollte es eigentlich kein Problem sein, aber man weiß ja nie...
Das Wetter hat leider nur ne Handvoll Aufnahmen zugelassen, daher habe ich einfach kurz auf den Orionnebel draufgehalten und gehofft.
Das erste Bild ist bei Offenblende ohne Sternennachführung entstanden, nach der 600er Regel ist das Bild mit 30 Sekunden etwa sieben mal zu lange belichtet. Man sieht also ordentlich Striche
Bild
Belichtungsdauer: 30s
ISO: 1600
Weissabgleich: Auto
Kamera: Pentax, PENTAX K-30

Die zweite Aufnahme ist dann mit er Astrotracer Funktion entstanden:

Bild
Belichtungsdauer: 30s
ISO: 1600
Weissabgleich: Auto
Kamera: Pentax, PENTAX K-30

Die Striche sind deutlich kürzer geworden, man kann also auch mit manuellen Objektiven Sterne nachführen, für viele sicher keine neue Erkenntnis, aber für mich schon... :)

Ganz zufrieden bin ich trotzdem nicht, da die Sterne doch nicht ganz punktförmig sind. Die Strichrichtung ist aber nicht die der Erdrotation, also entweder bewegt der Sensor sich leicht falsch oder mein eher klappriges Stativ wackelt etwas. Mal sehen, ob ich das noch lösen kann...

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BeitragVerfasst: So 12. Aug 2018, 17:01 
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Ich hole das Teil mal wieder aus der Versenkung!
Die letzte Woche habe ich zum ersten mal den Astrotracer meiner K3-II eingesetzt.
In der Lüneburger Heide ist es schön dunkel, die Milchstraße schon mit bloßem Auge sichtbar. Also warum nicht mal nachts mit der K3-II auf den Balkon.
Ich habe die Kamera nicht besonders sorgfältig ausgerichtet oder so...einfach nur Kalibriert, auf's Stativ gesetzt und drauf los geknipst.

Vorab, ich muss sagen, das Teil macht einen sehr guten Job. Selbst bei 200mm und 100s Belichtungszeit bekommt man brauchbare Ergebnisse und produziert keine übermäßigen Strichspuren, bzw. nur an den Bildrändern.
Man sieht dann, dass dort die Grenze liegt.

150s @16mm sind gut machbar, bei etwa 190s @16mm zeigen sich an den Bildrändern kleine Strichbildungen, wobei das aber auch am Objektiv liegen kann...keine Ahnung^^

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BeitragVerfasst: So 12. Aug 2018, 21:44 
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Registriert: Sa 21. Apr 2012, 09:24
Beiträge: 3193
Wohnort: Emkendorf
Gute alte Pentax Objektive für gelegentliche Astrofotos sind das SMC Pentax 1:2.8 30mm und das SMC Pentax 1:1.8 55mm. Beide Objektive sind mit F/4 Koma frei in den Ecken und lassen sich via Live View sehr gut auf Unendlich stellen. Wenn man will, reicht auch F/2.8 bei der alten 55mm Linse.

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Grüße @hoss


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BeitragVerfasst: So 12. Aug 2018, 22:26 
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Registriert: So 30. Sep 2012, 00:30
Beiträge: 395
Wohnort: Essen
Guter Tipp :)
Unendlich geht beim Tami 70-200/2.8 nur mit Scheinerblende o.ä.. Das ist so undefinierbar und mit einem so winzigen Einstellbereich ausgestattet, dass es ohne wirklich schwer ist. Selbst mit Liveview bricht man sich einen ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deep Sky Fotografie mit Pentax
BeitragVerfasst: Mi 20. Mär 2019, 22:05 
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Registriert: Do 7. Mär 2019, 14:48
Beiträge: 22
wildlife hat geschrieben:
ivan danko hat geschrieben:
Ost 60 Sekunden mit Atrsotracer
Bild


Auf dieser Aufnahme kann man sogar schon den Kaliforniennebel erkennen, das schwach rötlich leuchtende Objekt etwas rechts der Bildmitte.
Ich habe mir erlaubt, den Nebel mal ein wenig heraus zu arbeiten.

Wildlife

Bild

Erklär doch mal kurz - vielleicht in Stichpunkten ? - wie du das Bild so prächtig aufgepeppt hast. Vor allem interessiert mich mal wie Du die H_alpha (?) roten Spektralbereiche so schön verstärkt bekommen hast.

Bedingt durch den eingebauten Astrotracer in der K-1 habe ich neulich mal ein paar erste Handversuche durchgeführt. Super ist die Möglichkeit bei der K-1 (wie auch der Kp) den Monitor auf Rotlicht umschalten zu können. Des weiteren kam durch eines der letzten Firmewareupdates ja auch die im "B"-Modus programmierbare Belichtungszeit als neues Feature dazu - einfach nur genial dafür! Allerdings ist es mir nicht gelungen, diesen spezifischen Modus auch mit der Fernsteuer-App zu nutzen bzw. wenigstens auszulösen (zusammen mit der ebenfalls an der K-1 vorab eingestellten Spiegelvorauslösung) - hat da wer ne Lösung oder geht das schlicht nicht?

Kürzere Brennweiten führen naturgemäß zu besseren (punktförmigen) Resultaten, wobei aber auch mit dem F 4,5/300mm im Bereich 10 - 20 sek. auf Anhieb ziemlich brauchbare Aufnahmen entstanden sind.

Ich habe die Kalibrierung mehrmals und jeweils in der nötigen Kamerabewegungen etwas modifiziert durchgeführt, das hatte aber *keinen* sichtbaren Einfluss auf das spätere Ergebnis. Ebensowenig wie das (kurzzeitige) Aus- und wieder Einschalten der Kamera.

_________________
-cu
Andi :wink: - https://www.moppedcafe.de


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BeitragVerfasst: Fr 10. Jan 2020, 22:42 
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Registriert: Fr 10. Jan 2020, 16:28
Beiträge: 2
Hallo zusammen !
Bin stolzer Neubesitzer einer K1 II und hab schon ein paar Tests des Astrotracer durchgeführt.
Ich war mit der Nachführung über 20 sec bei 70 mm Brennweite nicht zufrieden.
Es lag an falscher Kalibrierung des Kompasses.
Ich habe das durch Vergleich der Kompass-Anzeige in der Kamera mit der Azimut-Anzeige des zentral eingestellten Sterns in meiner Planetariums-Software (SkyPortal) herausgefunden.
Sehr gute Ergebnisse habe ich jetzt erzielt, indem ich mittels eines Neodym-Magneten, den ich unterhalb des Stativkopfes kreisen lasse, im Kompass der Kamera den richtigen Azimut quasi „einstelle“. Ich konnte bei 70 mm bis 130 sec. belichten, ohne Strichspur im Bildzentrum.


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