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 Betreff des Beitrags: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 08:24 
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Hallo,

mein letzter Versuch den Sensor selber mit dem Pentax-Lolly zu reinigen war nicht so von Erfolg gekrönt. Am Ende war mehr Staub auf dem Sensor als vorher. Da es bei Maerz in HH gerade ein "Frühlingsangebot" gab, habe ich die KP dann einfach dorthin geschickt. Aber da es sich ja um ein "wiederkehrendes" Problem handelt, würde ich mir von ein paar Erfahrenen unter Euch gerne ein paar Tipps holen.

Ich habe im Nachhinein überlegt, was an meiner Reinigung vielleicht nicht so optimal war. Dazu sind mir zwei Punkte eingefallen:

1. Da in einem normalen Raum ja immer Staub in der Luft unterwegs ist, war es evtl. nicht so schlau, dass die Kamera mit hochgeklapptem Spiegel auf der Rückseite gelegen hat. Neuer Staub konnte also während der Reinigung von oben reinfallen. Ist es sinnvoll, die Kamera auf den Boden zu stellen und von vorne zu arbeiten oder evtl. sogar über Kopf? Wie macht Ihr das?

2. Wo ich mir total unsicher bin: Macht es Sinn vor der Arbeit mit dem Lolly das Gehäuse mit dem Blasebalg auszublasen oder eher nicht?

Eine weitere Frage habe ich noch: Wenn ich auf einem Testfoto z.B. oben rechts einen Staubfussel erkenne, ist der dann auch auf dem Sensor oben rechts, wenn man von vorne draufschaut? Oder muß man da irgendwie spiegelverkehrt denken oder so?

Vielen Dank im Voraus für Eure Tipps!

_________________
Viele Grüße

Torsten
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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 08:59 
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Moin Torsten,

ich erreiche mit dem Pentax-Lolly eigentlich immer ein gutes Ergebnis, wenn es denn mal sein muss, meist reicht aber der Blasebalg.

Ich setze mich in einen geschlossenen, sauberen Wohnraum. Das "bisschen" was da rumfliegt ist aus meiner Sicht zu vernachlässigen, das schafft die automatische Sensorreinigung.
Ich stempele immer die komplette Sensorfläche einmal gründlich ab, egal, ob die Fluse unten/oben, links/rechts zu sehen war, aber ja, das Sensorbild entsteht spiegelverkehrt und kopfüber.

Beim Stempeln ist es wichtig, zwischen jedem einzelnen Stempelschritt den Lolly auf einem sauberen Abschnitt des mitgelieferten Haftpapiers zwischenzureinigen.

_________________
LG Frank

Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.
- Christian Morgenstern -




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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 09:05 
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Registriert: Mo 12. Jan 2015, 14:33
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Zumindest die K-3 hatte noch den "Staubalarm", der Dir angezeigt hat, wo der Staub auf dem Sensor herumliegt.
Hat die KP nicht mehr. Die K-1 auch nicht.
Deswegen mach ich es so:
1. Testfoto machen und Fussel sehen. Bild steht auf dem Sensor auf dem Kopf, also ist ein Fussel oben links im Bild unten links auf dem Sensor.
2. Trotzdem immer:
a) Spiegel hoch
b) mit gutem Blasebalg ausblasen. Kamera mit Öffnung nach unten. Steht auch so in KP-Anleitung...
c) Kamera auf den Tisch mit Öffnung nach oben und "Abstempeln" mit Pentax Lolly. Gesamte Fläche auf ein sauberes Blatt
d) Zurück zu Punkt 1 ...

Ah, Frank war schneller...


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 09:12 
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Beiträge: 426
Wohnort: Im Schaumburger Land
Moin Frank, moin Mesisto,

danke für die Hinweise. Dann habe ich ja eigentlich nichts verkehrt gemacht.

Ich war mir beim Ausblasen mit hochgeklapptem Spiegel nicht sicher, ob man es damit nicht schlimmer macht. Beim Ausblasen hatte ich das Gehäuse natürlich kopfüber gehalten. Blasebalg habe ich den blauen von Lens Aid. Ich denke, der müsste eigentlich OK sein.

Gibt es beim Ausblasen etwas zu beachten oder kann man da einfach den Luftstrom auf den Sensor richten?

_________________
Viele Grüße

Torsten
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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 10:11 
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Beiträge: 11310
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Moin,
beim Blasebalg ist es halt wichtig das er saubere Luft pustet, also keinen Blasebalg mit Talkum drin verwenden. Gut auch wenn der Blasebalg einen Filter hat wo er die Luft ansaugt, um die Luft möglichst rein zu halten. Bei der Lagerung und/oder Transport sollte der Blasebalg auch nicht z.B. im "versandeten Rucksack" umher fliegen, meiner (der Giottos GTAA1900 Super Rocket) befindet sich z.B. immer in einer kleinen Plastiktüte (Gefrierbeutel) verschlossen mit einem Clip, wenn ich ihn nicht gerade benutze.

Beim Ausblasen an sich, kannst Du erst einmal das Gehäuse von innen ausblasen, ohne den Spiegel hoch zu klappen und wenn das geschehen ist, den Spiegel hochklappen und dort den "Staub" (man sieht eigentlich nix was da rausgepustet wird) ausblasen, natürlich immer mit der Öffnung der Kamera nach unten, damit der Staub nicht nur verteilt wird, sondern auch raus fallen kann. Zu stark blasen geht m.M.n. nicht, kaputt pusten kannst Du da nix. Natürlich ist darauf zu achten das Du mit der Luftaustrittsdüse des Blasebalgs nirgends im Inneren der Kamera anstösst, das ist wohl klar. Gut wäre es auch wenn der Akku vor der Reinigungsaktion geladen voll ist, denn das Runterklappen des Spiegels während Du mit der Blasebalgspitze im Inneren der Kamera bist, sollte ebenfalls vermieden werden, was aber wohl auch klar sein sollte. Noch "gefährlicher" ist es natürlich wenn Du den Sensor "feucht durchwischst" oder abstempelst und dann klappt der Spiegel plötzlich runter.

_________________
Mit freundlichem Gruß
Matthias

...but you can call me Blue





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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 13:35 
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Registriert: So 25. Jan 2015, 14:25
Beiträge: 792
Als Blasebalg verwende ich nur den Giotto, und dann Kamera immer abwärts.

Genügt das nicht: Den Lolly. Da habe ich einen No-Name, der mit einer Anzahl abreisbarer Art weisser Klebestreifen kam. Jedes Mal, wenn der Lolly einen Bereich des Sensors abgetupft hat, erst auf diesem Streifen abgetupft. Manchmal bin ich baff, was da an Staub sichtbar ist.

Bei Pollen die kleben genügt das aber auch nicht immer.

Aussaugen (mit wenig Saugkraft) geht natürlich auch, aber da muss zwingend darauf geachtet werden, dass keine elektrostatische Aufladung, die bei jedem normalen Staubsauber entsteht! Deshalb darf man so ja auch keinen offenen PC bzw. Labtop aussaugen.

Gut geht das natürlich mit einem Datavac von Metro,
aber mit einem "PC Tastatur Reinigungsset mit Schlauch Adapter u. Mikrodüsen"
lässt sich das ganz einfach selbst basteln:

Man nehme ein 2-3m langes (gelbgrünes) Erdungskabel mit vielen feinen Litzen,
das schliesst man an den Erde-Anschluss eines Schukosteckers (der also nur dieses Erdkabel dran hat, kein Neutral, keine Phase!).

Dieses Erdungskabel isoliert man an der anderen Seite ca. 10cm ab.
Diese abisolierten feinen Drähtchen steckt man nun vorsichtig in die verwendetet Düse, die auf dem Schlauch sitzt. Sobald der Staubsauger eingeschaltet wird, werden diese Drähtchen sowieso eingesogen, also keine Gefahr, dass die raus kommen. Man könnte es sogar noch am Eingang der Düse festkleben.

An den Erdanschluss d. Schukosteckers noch ein zweites Kabel zum erden der Kamera selbst: Das andere Ende dieses zweiten Erdkabels wird ca. 1.5 cm abisoliert, verdrillt und wird nun an einen Masseführenden Bereich der Kamera gebracht:
- bei K7/5/3/KP sind das u.a. die Ösen für den Gurt (K30/50/500 nur links v. hi. gesehen, re hat keinen Massekontakt)
- K-Bajonett
- Stativgewinde
Wichtig eben, dass diese Seite d. Kabels fixiert ist und sich nicht lösen kann!

Nun den Schukostecker in die Steckdose, Staubsauger an (bei niedrigen Touren) und schon hat man eine billige einwandfrei funktionierende Lösung.

Etwas eleganter ausgeführt sieht das dann z.B. so aus:
https://www.youtube.com/watch?v=snhUddhbN_8

Das ganze funktioniert ebenso mit einer elektrisch leitenden Folie, mit der die Düse und der Anfang des Schlauches ausgekleidet ist und die geerdet sein muss.

Ein schlaues Kerlchen hat diese Methode 1989 sogar zum Patent angemeldet:
https://patents.google.com/patent/US4866565A/en

Diese Methode ist garantiert viel besser als jedes Ausblasen.

Eine Mattscheibe draussen, bekommt man so i.d. Regel auch jeglichen Staub aus
dahinter raus.

Ich mache so etwas meist im Badezimmer, da ist i.d. Regel der geringste Staub in der Luft.


Zuletzt geändert von Solunax am Mo 4. Jan 2021, 13:54, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 14:21 
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Registriert: Mi 28. Okt 2015, 19:33
Beiträge: 387
Hmm, die Frage nach der Reinigung taucht immer wieder auf...
MEIN Vorgehen ist wie folgt (dies schon lange mit Erfolg
und ohne Schäden):

Objektiv ab, Spiegel hochklappen lassen, mit Talkumfreien Blasebalg
reinpusten, natürlich mehrfach. Dann halte/lege ich die Kamera
normal oder auch leicht schräg (Öffnung leicht nach oben) und reinige
den Sensor feucht mit "Optic Cleaning Fluid" von Eclipse und als Pads
jetzt die CL-F24K von JJC. Diese Pads sind für Vollformat, die
Bezeichnung die für APS-C Pads weiss ich grad nicht.

Den Sensor selbst reinigt man ja nicht, da sind dünne Glasscheiben
o.ä. drauf, also braucht man sich da keinen Kopf zu machen,
nur eben nicht wie wild drauf rummrubbelm...
Ich mach das auch abends im Wohnzimmer wenn der Kaminofen an ist,
dass dabei dann erneut Schmuddel rein/drauf kommt hatte ich bisher
noch nicht, zumindest ist mir nichts aufgefallen. Und wenn nach 2-3 Wochen
mal wieder ein schmutzfleck auf den Bildern ist, dann ist das verm.
dem Umstand eines oder mehreren Objektivwechseln geschuldet.

_________________
Viele Grüße
Holger

istDS + Fremdmarke


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 15:43 
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Registriert: So 25. Jan 2015, 14:25
Beiträge: 792
Eclipse Reiniger ist nichts anderes als


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 17:59 
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Registriert: Fr 8. Jun 2018, 20:49
Beiträge: 11
Ich hatte Angst. Und eine Spore und einen kleinen Fussel. Viel gelesen.

Ich habe es jetzt so gemacht: 1 Ohrreinigungswattestäbchen.

Pentax K30. Die meldet gleich, wenn der Akku zu schwach ist. Und fiebt, wenn er zu schwach wird. Gefährlich sind dann nur defekte Akkus, die plötzlich den Geist aufgeben.


Stelle suchen (auf Foto, es wird seitenverkehrt und oben wird unten)

Ohne aufdrücken ganz leicht abstreifen. Das Stäbchen muss dazu sauber und trocken sein. Watte nicht anfassen. Nicht ablegen.

Chemische Reinigung ist mir sehr riskant, das mache ich nur bei starker Verschmutzung.

---

Bei mir ohne sichtbare Schäden. Nachahmen nur auf eigene Gefahr. Zu viel Druck kann zerkratzen.

Das funktionier nicht, wenn Schmutz festgeklebt ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Sensorreinigung
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 18:18 
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Registriert: So 2. Apr 2017, 17:52
Beiträge: 656
Moin,
um zuhause einen (nahezu) staubfreien Raum zu schaffen bietet sich das Badezimmer an.
Dusche oder Wanne mit max. Temperatur laufen lassen bis der Raum mit Dampf gefüllt ist, dann abkühlen lassen. Sobald sich der Dampf verflüchtigt hat ist der Raum für eine gewisse Zeit staubfrei.
Bietet sich an für arbeiten an/in der Kamera/Objektiv oder z.B. zum auflegen von Schutzglas auf Displays.
Viele Grüße
Hartmut

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