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BeitragVerfasst: Do 10. Jan 2019, 13:42 
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Hallo liebe Pentaxians,

vor über 40 jahren habe ich begonnen mit einer Pentax ME zu fotografieren. Mit der war ich immer zufrieden obwohl eine MX damals wohl doch die bessere Wahl gewesen wäre. Später kamen eine Z1 und eine gebrauchte LX hinzu. Das Digitalzeitalter würde für mich mit einem Angebot eingeläutet, das ich nicht ablehnen konnte und so kam ich zu einer Olympus E-410 in Kit mit zwei Zooms (14-42mm und 40-150 mm) für gerade mal 250 Euronen neu! Eine feine Kamera für tolle Fotos, die immer knackscharf wurden - zumindest wenn der Fotagraf hinterm Sucher nichts falsch gemacht hatte und genug Licht da war. Pentax ließ mich nie ganz los und so habe ich mir vor 5 Jahren eine K-500 und seit kurzem noch gebrauchte K-5 und K3 zugelegt.

Nun zum Problem und es ist ein sehr nerviges Fokusproblem!

Mit einem wiederum gebraucht gekauften SMC PENTAX-DA 3.5-5,6 18-135mm ED AL [IF] DC WR bekomme ich bei 18-30 mm Brennweite keine scharfen Fotos. Ab 35-50 mm stimmt die Schärfe dann. Nun bringt leider die AF-Feinverstellung zwar eine Besserung. Wenn ich bis -10 einstelle trifft die Kamera den Fokus im Weitwinkelbereich zwar besser, doch dann wirds bei längeren Brennweiten unscharf. Testbilder habe ich bei Offenblende gemacht und es geht mir nur um die Bildmitte, wo auch mein einziger Fokuspunkt sitzt.

Alle drei Gehäuse zeigen mit diesem Objektiv ziemlich gleiches Verhalten. So ist mir das mit anderen Objektiven noch nicht aufgefallen, habe die aber auch nicht so ausgetestet. Ist das Objektiv nun eine dejustierte Gurke oder hat Pentax einfach keinen so tollen Autofokus? Meine sehr preisgünstige Olympus hatte solche Probleme nicht!

Ich vermute, dass die AF-Feineinstellung mit Festbrennweiten besser funktionieren wird als mit Zoom-Objektiven. Mein billiges TAMRON AF 18-200mm 3.5-6.3 (IF) XR DiII wollte ich aber gerade durch ein bessere ersetzen und hatte gehofft bei kleinerem Zoombereich auch zumindest gleiche Bildqualität zu bekommen. Auch wollte ich mal weg vom nervigen Stangen-Fokusantrieb, jedoch erfüllt mich die Bildqualität meiner Neuanschaffung nun nicht gerade mit Begeisterung.

Konkrete Frage: liegt bei inkonstistentem AF über den Brennweitenbereich eines Zooms ein Defektes Objektiv vor, oder ein dejustiertes AF-System des Gehäuses oder gibt es ein generelles AF-Problem bei PENTAX?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


Testbilder kann ich vielleicht noch nachliefern, werde das in den nächsten Tagen angehen.

Ich bin für jedes Feedback dankbar!

LG
Lothar


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BeitragVerfasst: Do 10. Jan 2019, 13:52 
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Schau doch mal in den LensClub: 40456504nx51499/lens-clubs-f46/pentax-da-18-135mm-35-56-ed-al-if-dc-wr-lens-club-t972.html#p15329

Aus meiner Sicht hast du vermutlich eine Gurke erwischt. Im LC wird auf den ersten Seiten schon klar, dass es wohl eine ordentliche Serienstreuung gibt.
Ich würde das Objektiv vielleicht mal zum justieren einschicken.

_________________
Viele Grüße

Jupp




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BeitragVerfasst: Do 10. Jan 2019, 21:32 
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Wohnort: Oschatz/Sachsen
Seh ich wie Jupp :ja:
Vorher würde ich aber bei Maerz oder Kamerazeit anrufen, denn so ein Zoom zu justieren ist nicht ohne.

_________________
Liebe Grüße aus Sachsen

Steffen :wink:

Meine Ausrüstung: K-3, FA 35/F2.0 AL, HD-DA 70/2.4 Limited, DA* 50-135/F2.8, DA 18-135/1:3,5-5,6 und dieses Forum :thumbup:


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BeitragVerfasst: Fr 11. Jan 2019, 08:45 
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Beiträge: 2160
Asphaltmann hat geschrieben:
Aus meiner Sicht hast du vermutlich eine Gurke erwischt...
Ich würde das Objektiv vielleicht mal zum justieren einschicken.


Das ist halt das Risiko, das man trägt für den nominalen Preis Vorteil beim Gebrauchtkauf.

Ich würde mal googeln, was solche Justagen im Schnitt kosten (ich würde mal von 100-120 EUR ausgehen).

Die Komplexität der Justage wird mit modernen Objektiven auch immer höher.

Bei den neuesten Canons gibt es da 300 (!) Stellrädchen (https://www.dslr-forum.de/showpost.php? ... stcount=60) in einem Objektiv.


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BeitragVerfasst: Fr 11. Jan 2019, 11:40 
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Beiträge: 34
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Hallo,

versuch doch mal die Fokusgenauigkeit zu messen. Es gibt da ein simples und gutes Tool, womit man einen Fehlfokus relativ einfach erkennen kann.
Hier ein Link:
http://www.traumflieger.de/desktop/foku ... tektor.php

Hab ich auch gerade gemacht, da ich den Eindruck hatte, dass mein neu erworbenes Sigma 35mm 1.4 Art nicht richtig scharf ist. War aber alles im grünen Bereich.
Solltest Du Abweichungen feststellen, die Aufnahme Ausdrucken und dann mit dem Objektiv einschicken.

Viele Grüße

Matthias


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BeitragVerfasst: Fr 11. Jan 2019, 16:35 
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Registriert: Do 12. Apr 2018, 11:41
Beiträge: 1
Ich bin normalerweise nur stiller Mitleser hier, aber jetzt wird's auch mal Zeit für ein paar Beiträge.

Ich habe ein ähnliches Problem wie Du, Lothar.

Ich habe vor einem guten Jahr gebraucht eine K-3 und ein DA* 16-50 erworben. Und auch dort habe ich brennweitenabhängig starke Fokusprobleme. Ich hab da auch sehr viel Zeit investiert und viel mit dem Traumflieger-Testchart gearbeitet. Leider ist das Ganze nur für kurze Abstände zur Kamera ausgelegt, und das Problem ist natürlich auch stark abhängig vom Abstand des zu fokussierenden Objekts zur Kamera. Genau genommen muss man also für jede Brennweite noch eine zusätzliche Messreihe mit unterschiedlichen Objektabständen durchführen!

Ohne AF_Feinjustierung habe ich mit einem starken Backfocus zu kämpfen, insbesondere bei 16 und 50 mm. Das führt zum Beispiel dazu, dass ich am langen Ende bei einer Fokusentfernung von etwa 3 bis 4 Meter einen Backfocus von 1 bis 1,5 Metern habe(Kein Witz!)!
Bei Entfernungen von etwa 50 cm bis 1 m tritt auch ein Backfocus von mehren cm auf.

Mit einer AF-Feinjustierung von +5 bis +10 lässt sich das teilweise korrigieren, wieder abhängig vom Brennweitenbereich. +7 ist häufig eine gute Wahl.
Dann tritt jedoch ein weiteres Problem auf. Im Bereich von etwa 40 mm fokusiert die Kamera ohne AF-Feinjustierung einigermaßen korrekt. Mit der AF-Feinjustierung von +7 tritt dort dann aber zum Beispiel bei einer Objektentfernung von 4 bis 5 Metern ein starker Frontfocus von etwa 0,5 bis 1 Meter auf.

Löst man das Problem also für eine Brennweite, so schafft man sich ein neues bei einer anderen Brennweite.
Ein Jahr lang habe ich mich damit arrangiert. Durch meine genaue Untersuchung kann ich ziemlich gut abschätzen in welchen Situationen welcher Fehlfokus auftritt und dem Ganzen entsprechend entgegenwirken. Allerdings hat mir das ständige Kontrollieren des Fokus die Lust am Fotografieren etwas genommen. Noch dazu ist es einfach nervig wenn trotzt aller Vorsicht dann doch fehlerhaft fokussierte Aufnahmen herauskommen. Insbesondere hatte ich einige fehlfokusierte Familienaufnahmen die ein befreundeter Fotograf mit meiner Kamera aufgenommen hatte.
Noch dazu habe ich auch mit anderen Objektiven an meiner K-3 leichte Fehlfokusprobleme.

Ich finde es generell einfach ärgerlich das solche hochpreisigen Produkte wie eine K-3 und DA* 16-50 überhaupt solche Dejustierungen aufweisen können. Ich hatte auch niemals damit gerechnet, dass der Fehlfokus solche Maßstäbe annehmen kann, dass bei einer Entfernung von 3 Metern der Fokus einfach mal einen Meter daneben liegt.

Schlussendlich hatte ich jetzt die Schnauze voll und seit ein paar Tagen liegen Kamera und Objektiv bei Maerz in Hamburg und warten auf die Justage. Mitgeschickt hatte ich eine kurze Fehlerbeschreibung bzgl. brennweitenabhängigem Back-/Frontfocus ohne Beispielbilder.
Ich hoffe das Beste und freue mich darauf zukünftig endlich entspannte Bilder machen zu können und nicht immer ständig nach jedem Bild kontrollieren zu müssen ob der Fokus denn auch dort liegt wo ich ihn haben wollte.


Soviel von mir dazu, lieber Lothar. Ich konnte dir zwar nicht konkret weiterhelfen, gehe aber davon aus, dass Du bei deinem Problembild auch nicht um eine Justage herumkommen wirst.


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BeitragVerfasst: Fr 11. Jan 2019, 17:47 
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Registriert: Mi 4. Jun 2014, 20:56
Beiträge: 854
Ich hatte 3 Stück, eins ist geblieben.
Das 18-135 scheint nicht ganz leicht perfekt zu zentrieren zu sein.
Diese Dezentrierung merkt man vor allem im WW - Bereich.

Wei die Vorredner schon schrieben: einschicken. Und ärgern. Oder weinen. Je nach Charakter.

_________________
Liebe Grüße
Lichtpixler Joe

Meine Bilder auf fotografie.at:


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BeitragVerfasst: Mo 14. Jan 2019, 13:13 
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Registriert: Fr 27. Okt 2017, 15:59
Beiträge: 2
Besten Dank an euch alle für die hilfreichen Tipps. Sofern eine Justage preislich akzeptabel ist, werde ich dies wohl machen lassen. Wäre denn bei Kauf eines neuen Objektivs eine solche Justage (falls nötig) eine Garantieleistung des Herstellers?

Ansonsten kommt mir noch der Kauf einer anderen Mattscheibe mit Schnittbildindikator und/oder Mikroprismen in den Sinn. Ich sehe dann wenigstens vor (oder auch erst nach) dem Auslösen ob scharf oder nicht und kann ggf. mit Quick-Shift nachstellen. Spotmessung kann ich dann aber wohl vergessen :(


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BeitragVerfasst: Mo 14. Jan 2019, 13:35 
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Beiträge: 7700
Wohnort: Em Ländle...
Wenn du ein neues Objektiv kaufst und es ist nicht in Ordnung ist das natürlich ein Garantiefall.
Ob dann justert oder ausgetauscht wird kommt vermutlich immer drauf an.

_________________
Viele Grüße

Jupp




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