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BeitragVerfasst: Mi 21. Sep 2022, 09:24 
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Ein, wie ich finde, sehr sympathischer Weg! Natürlich manchmal ein bisschen Überrumpelung :foto: , aber immer besser als ungefragt mit dem Tele aus dem Busch.
Und trotz, dass die Bilder nicht mehr von sich unbeobachtet fühlenden Personen sind, strahlen sie durch dieses unvorbereitet sein eine schöne Spontaneität und Natürlichkeit aus!
Ich kann jedem, der sich für Streetfotografie interessiert und/oder sich zu einem guten Streetfotografen entwickeln will, raten, die folgende Kategorie als Königsklasse und zuerst zu erlernende Technik zu betrachten.
(Vielleicht macht das "Heimlich-Fotografieren" gar nicht mehr so viel Spaß, wenn man diese Technik beherrscht ... :d&w: )


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LG Frank

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BeitragVerfasst: Mi 21. Sep 2022, 11:35 
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Moin Frank,

danke für das Video. Trotz der Ansprache bleibt eine gewisse Spontanität erhalten. Hat was!

Liebe Grüße
Rainer

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Die Optimisten glauben, wir leben in der besten aller denkbaren Welten.
Die Pessimisten glauben, das stimmt.



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BeitragVerfasst: Mi 21. Sep 2022, 14:15 
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Jeder der auf der Strasse schon einmal Unterschriften für eine Sache gesammelt hat kennt das.

Gestellt versus ungestellt. Mag das nicht verallgemeinern, aber ungestellt gefällt mir oft besser.

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Freundliche Grüsse aus der Schweiz


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BeitragVerfasst: Mi 21. Sep 2022, 14:48 
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Ja hier schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Das des Fotografen, der gerne Streetfotos sieht und das des Datenschützers, der versteckte Streetfotografie kritisch ansieht.

Ich will auch niemandem was aufzwingen oder irgedwas madig machen, aber für mich persönlich ist dieser weg des vorherigen Fragens eindeutig der bessere. Der rechtliche Aspekt ist dabei nur ein Teil. Vielmehr hat das auch was mit Fairness und Respekt zu tun. Ich kenne privat einige Streetfotografen, die verhalten sich fast schon wie Jäger und "schießen die Leute direkt ab". Ich frage mich da nur, ob man selbst genauso fotografiert werden will.

Ja die Spontanität leidet, klar, aber ist es das Wert? Muss ich um jeden Preis jemanden "abschießen"? Zum Glück habe ich hier im Forum solche "Abschüße" in heiklen Situationen noch nicht gesehen.

Danke Frank für das Video!

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LG Markus

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BeitragVerfasst: Mi 21. Sep 2022, 15:29 
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Ich finde auch, dass die allermeisten hier im Forum gezeigten Bilder mit dem gebührendem Anstand gemacht wurden, unabhängig von der gewählten Brennweite!
Das Team hat da auch immer ein offenes Auge und natürlich auch Ohr für die Belange in diesem sensiblen Bereich.
Und natürlich wissen wir auch um die Rechtslage und schwindenden fotografischen Spielräume.

Ich denke eben und das wollte ich auch mit dem Video ausdrücken, dass die Interaktion zwischen den fotografierenden und fotografierten Menschen ein wichtiges Stilmittel ist und aus meiner Sicht das "raus aus der Komfortzone" herausfordernder ist als die unbemerkte Telefotografie.
Diese Interaktion muss nicht zwingend die verbale Ansprache sein, aber ich finde es auch als Betrachter einfach ansprechender und gelöster, wenn man sieht, dass die abgebildete Person "im Bilde" ist.
Abgesehen von genialen Shots, die zum Beispiel immer wieder unserem Hannes gelingen und von großer Aufmerksamkeit, Augenzwinkern und Situationsgespür zeugen! :ja: :hat:

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LG Frank

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BeitragVerfasst: Mi 21. Sep 2022, 16:49 
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Hmm, ich hab mir das Video gerade angeschaut. Leider muss ich gestehen, dass mein Englisch nicht mehr gut genug ist, um alles zu verstehen.

Aber was mir auffällt: Alle im Video gezeigten Bilder sind eher Portraits als street-Fotos.
Er fragt die Personen, sie stellen sich in Position, und er macht ein Portrait.
Letztlich sind alle Bilder gestellt. Nicht dass ich sie schlecht finde, aber es fehlt das Spontane, das Unbedarfte.
Bei keinem seiner Beispiele ist von der Umgebung viel zu sehen. So wie er seine Bilder macht, können es auch immer nur gestellte Portraits werden.

Wenn schon, dann eher umgekehrt: Ein Foto machen und anschließend fragen und in Kontakt gehen, auch auf die Gefahr hin, das Bild wieder löschen zu müssen.

Nur mal als Beispiel: Dieses Bild hier ist ein spontanes und ungestelltes Portrait. ich finde, es macht einen Unterschied aus.
Mag jeder selbst entscheiden, was er besser findet. Die Geschmäcker sind halt verschieden. ;)


Brennweite 135mm

Noch ein spontanes Foto, wie soll man da vorher fragen??


Brennweite 63mm

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LG
Hannes

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BeitragVerfasst: Do 22. Sep 2022, 08:27 
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Zwei tolle Szenen Hannes! :bravo:
Bitte das Video nicht so verstehen, dass ich damit Streetfotografie "definieren" wollen würde!
Mir ist klar, dass das in dem Video Street-Portraits sind, die aus meiner Sicht ein Subgenre der Streetfotografie sind.
Für mich war das Video ein guter Anlass, es auf diese Art zu probieren, um mich mal wieder ranzutasten.

Der gestrige Tag hat mir mehrere Dinge gezeigt und ich kann alle interessierten nur ermutigen!
Wenn man frank und frei :lol: und mit einem freundlichen Lächeln auf die Menschen zu geht, reagieren die allermeisten genau so! :ja:
Natürlich gibt es Stoffel, die vielleicht gerade einen schlechten Tag haben, deswegen muss ja meiner kein schlechter werden!
Wenn man sich traut und mit ein, zwei oder drei anfänglichen Absagen umzugehen weiß, findet man seinen "Werkzeugkasten"! Wichtig: Klein, leicht, einfach, ehrlich!
"Darf ich Sie fotografieren?"
(Wenn hier ein nein kommt, freundlich lächeln, einen schönen Tag wünschen, weiter.)
"Warum?" (hohe Erfolgschance!)
"Mir gefällt, wie Sie ihren Hund tragen./Ich mag deinen Style./Ich finde, das sieht cool aus, wie du da sitzt./Sie haben einfach so eine nette Ausstrahlung ..........." (Nur eins davon und möglichst einfach genau dass, was dich diese Person auswählen lassen hat.)
"Ist das für eine Zeitung?"
"Nein, ich fotografiere gerade ein paar Duisburger Straßenszenen."
"Kann ich die Bilder irgendwo sehen, können Sie mir die zuschicken?"
... Handy raus, QR Code mit Email, FB, Insta ...
Drops gelutscht.
"Ach, das wars schon?"
"Ja klar! Hier schau mal, gefällt es dir?" ... freundlich lächeln, weiter.
Es wird beim zweiten mal schon leichter, wenn man einmal ein, zwei Bilder im Kasten hat, steigt die Zuversicht und der Spaß kommt dazu! :ja:
(Für das nächste mal habe ich mir für das erste Nein sogar noch einen extra Loop vorgenommen: "Darf ich dir/Ihnen zeigen, was ich bisher aufgenommen habe?" --- Ich hatte in der Kamera ein kontrastreiches SW eingestellt, das gefällt den meisten beim angucken und ist mittlerweile "außergewöhnlicher" als die bunten Handyselfies.)

Hatte ich erwähnt, dass man freundlich lächeln muss? :kopfkratz:


Ich verstehe meine kleinen Anfängerversuche und -portraits selber nur als Basis für kommende, evtl. unbemerkte Szenen.
Wenn man diese Basis hat und dann sowieso unterwegs ist, kann man auch die ein oder andere Szene ungefragt mitnehmen, das fällt einem dann viel leichter, als wenn man sich nur diese Szenen vorgenommen hätte.
Und, aus meiner persönlichen Sicht, nehmen Betrachter unbemerkt entstandene Bilder leichter an, wenn sie von einem Fotografen gemacht wurden von dem man weiß, dass er natürlich auch den Arsch in der Hose hat, die Leute anzuquatschen und nicht nur verschämt in Ecken lauert. :lol:

Natürlich kenne ich Streetfotografen/-fotografien, die ihre "Targets" regelrecht anspringen/anblitzen etc., ganz berühmte, weniger berühmte. Geniale Sachen, weniger geniale Sachen.
Natürlich definieren sich manche Streetfotografen nur über das unbemerkte Fotografieren, weiß ich! :)
Aber für mich, das war schon vor meinem gestrigen Ausflug so, beginnt Streetfotografie dort, wo man den Bildern ansieht, dass es entweder Interaktion gibt (Portraits) oder der verdeckte Schuss auffliegen könnte, weil der Fotograf sich innerhalb einer Szene bewegt (zwei extrem gute Beispiele von Hannes, wüsste da gerne mal die Brennweite :) ) und nicht von außerhalb mit dem Supertele draufhält. :) (Das kann mit dazugehören, wenn man weiß und sieht, dass die Teleaufnahmen mit dazu gehören, aber nicht die Streetfotografien sind.)

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LG Frank

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BeitragVerfasst: Do 22. Sep 2022, 09:28 
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Beiträge: 19528
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Moin Frank!

Ich würde das auch als "Subgenre der Streetfotografie" sehen, es gibt da sicherlich viele Facetten. Streetfotografie ist nicht nur s/w und kurze Brennweite.
Deine Schilderung der Vorgehensweise hat mir ein Schmunzeln entlockt. Warum? Weil ich jeden Satz aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann. ich habe diese Vorgehensweise auch schon ein paar Mal praktiziert, allerdings nicht von Anfang an mit diesem Vorsatz losgezogen, sondern eher spontan, aus einer Laune heraus, wenn es mir danach war.

Der Knackpunkt bei dieser Vorgehensweise ist der mögliche Frust, wenn gleich zu Beginn Absagen kommen, dass man sich dann entmutigen lässt.

Eine andere Vorgehensweise, die ist meist auch spontan entscheide, ich mache ungefragt ein Bild und gehe hinterher auf die Leute zu.
Das hat den Vorteil der Unbedarftheit, es kann einem halt passieren, dass man aufgefordert wird, ein an sich gutes Bild zu löschen.

Es passiert mir oft, dass ich Leute sehe, die eine dermaßen Ausstrahlung haben, dass ich sie unbedingt fotografieren möchte, sich aber keine Möglichkeit ergibt. Gerade in einem solchen Fall btaucht man Mut, die Personen direkt anzusprechen.

Spannend allemal, vielleicht werde ich beim nächsten Stadtbesuch mal wieder mehr direkt auf Leute zugehen.

Ach ja, die Brennweiten habe ich bei den Bildern oben zugefügt, musste selbst erst noch bei Flickr nachschauen. ;)

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LG
Hannes

(Mein Fotostream bei )


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BeitragVerfasst: Do 22. Sep 2022, 10:09 
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Beides hat ja seine Berechtigung, ob spontan oder gestellt, es kann was Schönes rauskommen. :ja:

Ich habe es ja schon einmal geschrieben, vor längerer Zeit. Hannes stellt seine Fotografierten nie bloß, verleiht ihnen Würde. So auch bei den beiden Beispielen. Und so dürften meiner Meinung nach auch die Ungefragten nicht böse sein über das Ergebnis. :ja:

Es gibt allerdings eine Art der Streetfotografie, mit der ich wirklich extrem fremdle, und das sind die Fotos, bei denen ich das Gefühl habe, dass der Fotograf die Fotografierten ganz bewusst in keinem guten Licht darstellen will. :motz:

Bei einer anderen Sache hatte ich auch Bauchschmerzen. Es gab Anfragen von deutschen Medien an mich, eine Ende Februar und die andere Anfang März, als die Flüchtlingsströme in Krakau noch chaotischer verliefen und es viele Notübernachtungen auf dem Bahnhof gab. Ich hätte kurz hingehen können, mit dem PLM an der KP und dem 70-200er an der K1, und hätte, wie bei einer der Anfragen ganz offen gewünscht, Kinder und weinende Mütter abfotografieren können. Finanziell hätte es sich sicher mehr als gelohnt, ich wäre aber nicht mit mir im Reinen gewesen, wenn ich die Aufträge angenommen hätte. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich dann auch gefragt, ob überhaupt eines der Kinder oder eine der Mütter, deren Fotos ich dann später in den Medien gesehen habe, nach Zustimmung gefragt worden ist. :kopfkratz:

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BeitragVerfasst: Do 22. Sep 2022, 10:40 
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Beiträge: 6928
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Die Bilder/Portraits sind richtig gut geworden, auch von der anschließenden Bearbeitung her. :2thumbs:
Mit der Bezeichnung "Subgenre der Streetphotografie"gehe ich mit, eine gute Bezeichnung für ein nicht ganz einfaches fotografisches Thema.

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Mit einem freundlichen Gruß
Clemens


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