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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 10:20 
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Hallo Pentax-Freunde.

Ich war gestern in einem Stadtpark im Nachbarort unterwegs. Wir sind dort häufiger mit unserem Enkelkind 1 anzutreffen, da dort auch ein schöner, großer Spielplatz ist.
Neben vielen, teilweise riesigen Bäumen, gibt auch viele Blumen und andere Pflanzen dort zu entdecken.

Es gibt auch dort Volieren für diverse Vogelarten. Vom Wellensittich bis zu größeren Papageien. Daneben findet man die possierlichen Erdmännchen mit ihrem Nachwuchs. Auch einige aus Südamerika stammende Totenkopfäffchen finden man dort

Gestern habe ich bei den Vögeln und bei den Erdmännchen das 55-300er zum ersten Mal ausprobiert. Zwei Beispielfotos habe ich hier für euch.


Bild

Bild

Eigentlich habe ich mir vorgenommen diese Tiere dort nicht mehr fotografisch festzuhalten. Warum? Ich mag es nicht, wenn freilebende Wildtiere von komplett anderen Kontinenten zur Belustigung von Besuchern in Gefangenschaft gehalten werden. Gleichzeitig habe ich aber auch gar nichts dagegen, wenn es Zuchtprogramme gibt, die als Ergebnis das Auswildern dieser Tiere als Ziel hat. Aber wenn z.B. der Boden vom Freigehege der Erdmännchen nicht mehr als aus feuchter teilweise schlammiger Erde besteht und die Außentemperaturen ganz und gar nicht die von Afrika sind, habe ich einfach kein gutes Gefühl. Und trotzdem habe ich gestern zwei Tierarten dort fotografisch festgehalten und bin damit meiner Überzeugung untreu geworden.

Ich weiß, dass dieses Thema immer mal wieder auch im Bereich der Fotografie (heiß) diskutiert wird. Deswegen würde mich es interessieren, was die Pentax-Fraktion dazu meint.

_________________
Liebe Grüße

Holger





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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 10:30 
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KMP Team
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Beiträge: 10068
Heiß diskutiert wird vor allem dann, wenn in Gefangenschaft aufgenommene Bilder als Wildlife deklariert werden.
Ich bin nicht der regelmäßige Zoobesucher. Aber ich kenne durch die Arbeit meines Patenkindes und seines Partners die Welt hinter den Kulissen.
Viele Zoos, auch und besonders in Deutschland, wandeln sich aufgrund des Problembewusstseins des Publikums und der sich weiter entwickelnden Erkenntnisse zur Arthaltung und Arterhaltung deutlich zum Positiven. Ich halte Zoos generell für nützliche Einrichtungen - viele jedenfalls.

Bildern von Tieren in Zoos ermöglichen vielen Fotografen erst außergewöhnliche Fotos von Tieren zu machen, denen sie sonst niemals auch nur annähernd begegnen können. Ich freue mich über gute Fotos aus guten Zoos.

_________________
Naturfotografie in der Eifel



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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 10:47 
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Registriert: So 24. Aug 2014, 23:21
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Moin,

Ich denke die Pentax Fraktion ist wie ein Querschnitt durch die Bevölkerung. Die einen so, die anderen so :rofl: .
Ich für meinen Teil füttere keine Tiere, gehe nicht in den Zoo um zu fotografieren. Ich finde es auch nicht besonderst gut,
wenn für gute Foto's Tiere angefüttert werden. Wurde von einigen Youtuber gemacht für spektakuläre Foto's. Denen folge ich nicht mehr.

Entweder Wildlife oder ebend nicht.

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Gruss Raik


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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 10:48 
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pentidur hat geschrieben:
Viele Zoos, auch und besonders in Deutschland, wandeln sich aufgrund des Problembewusstseins des Publikums und der sich weiter entwickelnden Erkenntnisse zur Arthaltung und Arterhaltung deutlich zum Positiven. Ich halte Zoos generell für nützliche Einrichtungen - viele jedenfalls.
Bildern von Tieren in Zoos ermöglichen vielen Fotografen erst außergewöhnliche Fotos von Tieren zu machen, denen sie sonst niemals auch nur annähernd begegnen können. Ich freue mich über gute Fotos aus guten Zoos.
... so ist es :2thumbs:
... man sollte sich mal diese ZOO-Dokusoaps anschauen was da in den ZOOs für die Arterhaltung getan wird :ja: :2thumbs: :2thumbs: :2thumbs:
... es werden ja in den ZOOs geborene und vom Aussterben bedrohte Arten wieder ausgewildert :bravo:

NG
Ernst

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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 10:53 
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kiar hat geschrieben:
Entweder Wildlife oder ebend nicht.
... Sorry Raik- wenn du es dir leisten kannst ist das ja auch OK
... ich konnte es mir wegen Dreier Kinder nicht leisten :nono: :cry: - denke so geht es vielen Usern/Familien die auch gerne Wildlife erleben würden :yessad:

NG
Ernst

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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 11:07 
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Wohnort: Aschersleben
ErnstK hat geschrieben:
... Sorry Raik- wenn du es dir leisten kannst ist das ja auch OK



Moin Ernst,

das ist keine Frage ob man es sich leisten kann. Hier im Forum gibt es einige Beispiele für Wildlife in der unmttelbarer Umgebung.

Und Tiere aus Afrika oder Asien im Zoo fotografieren ist nun mal kein Wildlife, da bin ich ganz bei Pentidur.

_________________
Gruss Raik


Zuletzt geändert von kiar am Do 22. Dez 2022, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 11:17 
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kiar hat geschrieben:
das ist keine Frage ob man es sich leiten kann. Hier im Forum gibt es einige Beispiele für Wildlife in der unmttelbarer Umgebung.
... dann sollte man es entsprechend klar formulieren
... natürlich ist Wildlife direkt vor der Haustüre schön nur, nicht für alle :nono: 8-)

NG
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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 11:25 
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Wohnort: Nähe Legoland
Wildlife Fotografie ist jetzt auch nicht gerade unkritisch.
Der z.B. Ansitz am Vogelnest ist ohne artgerechte Durchführung m.E. ein deutlich kritischerer Eingriff als eine Alpaka im Zoo zu fotografieren und sollte tunlichst unterlassen werden.


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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 12:02 
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Beiträge: 4460
Wohnort: im Nordwesten
HolgerD hat geschrieben:
Eigentlich habe ich mir vorgenommen diese Tiere dort nicht mehr fotografisch festzuhalten. Warum? Ich mag es nicht, wenn freilebende Wildtiere von komplett anderen Kontinenten zur Belustigung von Besuchern in Gefangenschaft gehalten werden.
Moin,
genau das ist der Punkt.

Ich besuche keine Zoos, Aquarien o.Ä., da für mich der Satz: „Artgerecht ist nur die Freiheit“ gilt.

Das Argument, dass Zoos einen großen Beitrag zur Arterhaltung durch Zucht- und Wiederauswilderungsprogramme leisten ist falsch! Das ist reine Schönfärberei der Zoo- Lobby.

Mit ein bisschen Recherche findet man tatsächlich belastbare Zahlen:

Zwischen 2005 und 2020 führten die deutschen Zoos knapp 2500 artgeschützte Tiere ins Ausland aus. Davon wurden jedoch nur 147 Tiere ausgewildert, die große Mehrheit ging dagegen an andere Zoos oder ähnliche Einrichtungen.
Dies sind Zahlen des Umweltministeriums als Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE zu der Anzahl und Herkunft von geschützten Wildtierarten.

Viele Tiere, die heute in deutschen Zoos eingesperrt leben, stammen nicht aus zooeigenen Züchtungen, sondern aus der Natur: Bei zahlreichen Tieren handelt es sich um sogenannte Wildfänge, die ihrer natürlichen Heimat entrissen wurden. Unter diesen Wildfängen befinden sich auch stark bedrohte Tiere wie Menschenaffen, Elefanten, Nashörner, Eisbären, Großkatzen und Papageien.

Quelle:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (2021): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage, https://kirstentackmann.de/wp-content/u ... nlagen.pdf, (eingesehen am 15.04.2021)
Marschall, B. (2021): Deutsche Zoos verkauften 2500 artgeschützte Tiere ins Ausland, https://rp-online.de/panorama/deutschla ... d-57250773, (eingesehen am 15.04.2021)

Es gibt einige, wenige Beispiele für gelungene Erhaltung von Tierarten, wie das europäische Wisent. Aber diese wenigen Beispiele stehen für mich in keinem Verhältnis zu den Qualen und dem Leid, dass Tieren in Gefangenschaft zugefügt wird.
Und für die Tierfotografenfraktion: Warum müssen es denn immer die Exoten sein? Gerade auch hier in diesem Forum wird doch immer wieder gezeigt, was für tolle Bilder von heimischen Arten beim durchstreifen der heimischen Wälder oder Gärten möglich sind.

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Gruß Utz

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

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BeitragVerfasst: Do 22. Dez 2022, 12:13 
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Beiträge: 5877
Wohnort: Heinsberg
+1 :2thumbs:
Es ist eigentlich einfach: ich knipse nie, wenn die Tiere durch mich gestört/erschreckt werden. Auch im Garten nicht, da richte ich mich entsprechend ein. Rudi (@Pentidur) zeigt auch eindrucksvoll, was die heimische Tierwelt in seinem Garten zu bieten hat.

„Wildlife“ ist für mich alles, was die Natur in Freiheit zu bieten hat. Ich liege lieber auf Amrum im nassen Sand, als im Sessel bei einer eingerichteten Futterstelle zu sitzen (damit meine ich nicht Ansitze, die privat mit viel Mühe und Sachkenntnis errichtet wurden). Wobei es kommerzielle Anbieter gibt, die in diesem Rahmen durchaus Natur und Freiheit anbieten. Das ist dann m.E. Geschmacksache.

Tiere in Gefangenschaft fotografiere ich nicht. Es sei denn, um das Elend oder tierschutzwidrige Haltung zu dokumentieren. Das geht dann aber auch an die entsprechenden Stellen.

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Gruß aus Heinsberg, Guido


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