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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2018, 22:36 
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Zitat:
Nun bekommt man am Flugplatz ein Visum als Zettel , es muß nicht mehr im Reispaß eingestempelt werden.


... und Du meinst die Amerikaner wissen von nichts....

Glaube hier bist Du etwas blauäugig. Ich habe den Widerruf meines Esta ca. 4 Wochen nach meiner Reise bekommen. Zwischendurch war ich nirgendwo im Ausland.
Diese Reise erfahren sie schon allein durch Mitteilungen durch die Fluggesellschaft (in meinem Fall wahrscheinlich durch eine türkische Fluglinie).
Ein Zettel im Reisepass hilft hier nichts.
Andere Möglichkeit ist ja, einen neuen oder 2.Reisepass zu beantragen.
Ich würde es nicht probieren.
Mir persönlich ist es derzeit egal, würde zwar noch gerne Alaska anschauen, die einzige Gegend in Usa wo ich noch nicht war, aber anderseits hab ich noch so, viele Ziele auf der Welt, dass ich dort nicht hin muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2018, 22:36 
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Schöne Aufnahmen einer interessanten Reise.

Ich würde da aber auch nicht unbedingt hinfahren :oops:

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LG Bernd

Tu was du willst, und steh dazu; denn dein Leben lebst nur du!


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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: So 18. Nov 2018, 11:48 
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Vielen Dank erst mal für das Mitreisen und die netten Kommentare.

@ Stormchaser: Wir waren in Nain nur auf der Durchfahrt und haben daher auch nur die Moschee angesehen. Ich glaube, dass du ein anderes Nain meinst. Der Ort, in dem wir waren, ist wirklich klein und eine Kirche wäre da aufgefallen.

@ gerhard57: Zum Glück reizt mich am Trump-Land im Moment wirklich so rein gar nichts. Ich werde sowieso demnächst einen zweiten Pass brauchen, weil ich noch nach Israel will und dann ist es mit der Einreise in arabische Länder eh vorbei...

Reisen wir also entspannt weiter im Iran.
Der nächste Tag bekam für mich rückblickend den Titel "1001 Nacht". Nach einer Nacht im legendären Hotel Abbasi machten wir uns auf den Weg zum 40 Säulen-Palast. Zu sehen sind zwar nur 20 aber wenn man die Spiegelungen im Wasser mitzählt kommt man auf die 40. Um die alle zu sehen, muss man aber sehr günstig stehen ;)

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Hier begann das Tagesmärchen von 1001 Nacht, als ich den mit Spiegelmosaiken geschmückten Talar hinter der Holzveranda gesehen habe. Einfach umwerfend.

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Nachdem wir auch die Gartenanlagen ausgiebig bewundert hatten, ging es weiter zum Iman-Platz. Wir gingen durch die Straßen einer Großstadt und durch einen Park, durch eine Gasse hindurch... und standen plötzlich auf dem zweitgrößten Platz der Welt: dem Imam-Platz. 560 m lang und 160 m breit, umgeben von gleichmäßigen Arkaden und in der Mitte eine Gartenanlage. Wir staunten erst mal nur. Ich weiß auch nicht, wie oft ich an dem Tag den Platz rauf und runter gelaufen bin. Überall war Leben. Kinder spielten an und in den Brunnen, auf den Grünflächen gingen die Iraner ihrem liebsten Hobby Picknick mit der Familie nach, es wurde Ball gespielt und Rad gefahren. Zwischendrin bahnten sich die Kutschen ihren Weg-manchmal fuhren sie dabei auch andere über den Haufen...

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#39

Wir begannen mit der Besichtigung der Lotfollah-Moschee. Diese war ursprünglich als Privatmoschee für die Herrscherfamilie gedacht und hat daher keine Minarette. Da das geschlossene Bild des Platzes nicht beeinträchtigt werden sollte, aber die Himmelsrichtung zum Beten nicht stimmt, hat sich der Architekt einen Trick einfallen lassen lassen. Die Hauptfassade ist an den Platz angeglichen. Innen ist die Anlage jedoch so gedreht, dass es den religiösen Ansprüchen genügt. Der Gläubige kommt durch einen Gang, der schon mit wunderschönen Kachelarbeiten verziert ist, zum Gebetssaal.

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#40

Und im Gebetssaal erliegt man dann endgültig dem orientalischen Zauber. Die Kuppel macht einfach sprachlos.
Im Zentrum hängt ein kleiner Pfau und die einfallenden Sonnenstrahlen bilden seinen Schwanz.

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#41

Wir dachten, dass es nicht mehr schöner kommen kann. Aber das war ein grober Fehlschluss. Wir gingen weiter zur Imam-Moschee an der Stirnseite des Platzes. Auch hier wurde der Trick mit dem gedrehten Gebäude angewendet.

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#42

Diese Moschee ist noch größer und die Dekoration ist unglaublich.

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Halb erschlagen von diesen Eindrücken gönnten wir uns erst einmal Pause für die Augen und schlenderten durch die Gassen des Bazars, der sich rund um den Imam-Platz befindet. Vor allem Handwerk hat hier seinen Platz.

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#50

Als letzter Besichtigungspunkt stand nun noch der Ali Qapu-Torpalast auf dem Programm. Nach den oppulenten Moscheen war das jetzt wieder etwas ruhiger. Von der Terasse war die Aussicht über den Platz großartig. Unter dem Dach war noch ein Musikzimmer mit einer "akustischen" Decke. Man hatte Löcher aud dem Deckengewölbe geschnitten, so dass es zu idealen akustische Gegebenheiten kam.

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#51

Nach dieser Besichtigung löste sich die große Gruppe auf und jeder konnte nach Belieben bummeln. Die Abendgestaltung war ähnlich. Nach dem Abendessen, bei dem wir uns mit iranischen Studentinnen trafen, die uns einen tiefen Einblick in ihr Leben im Iran mit all seinen Vorschriften und Einschränkungen gewährten, wollten ein Mitreisender und ich noch einmal zum Imam-Platz um uns das nächtliche Treiben anzusehen. Das war ja leicht zu finden - dachten wir jedenfalls. Irgendwie haben wir es geschafft, schon gleich am Hotel die falsche Straße zu erwischen und irgenwann kamen wir trotz Offline-Karte im Handy nicht mehr weiter. Wir sprachen also ein iranisches Pärchen an. Der junge Mann besprach sich kurz mit seiner Freundin, die blieb dann zurück und er brachte uns bis zum Platz. So etwas habe ich noch nicht erlebt.
Auf dem Platz tobte das Leben. Berührungen zwischen den Geschlechtern sind in der islamischen Republik Iran verboten. Wir mussten feststellen, dass das im Schutz der Dunkelheit dann doch etwas anders aussieht. Da wurde dann durchaus geschmust und auch geknutscht. Aber alles halt sehr diskret. Insgesamt hat uns die Lebensfreude an diesem Abend beeindruckt und das war etwas, was wir wirklich als bleibenden Eindruck mitgenommen haben.
Auf dem Rückweg zum Hotel wurden wir dann Opfer des iranischen Verkehrs. Wir haben es einfach nicht geschafft, eine Straße zu überqueren. Uns blieb nichts anderes übrig, als auf Einheimische zu warten und uns ihnen anzuschließen. Das führte natürlich zu viel Erheiterung bei den Iranern... Aber lieber so, als platt gefahren.

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#52

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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: So 18. Nov 2018, 13:00 
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ich schaue hier immer wieder gerne rein und Danke fürs zeigen und den super Bericht
LG Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: So 18. Nov 2018, 13:16 
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Mitreißender Reisebericht, sehr informative Erklärungen, prima Bilder, da bleib ich dabei!

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VG Frank-Uwe

Meine Definition von Glück: keine Termine und leicht Einen sitzen. H.Juhnke


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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: So 18. Nov 2018, 13:26 
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Beiträge: 14862
Wohnort: Bremen
Wow, auch wenn ich bisher nichts geschrieben habe, habe ich den Thread mit viel Interesse verfolgt. Ein sicher spannendes Land, das du mir/uns mit deinen Bildern und Erzählungen/Eindrücken näher bringst.
Danke dafür.
Und ich freue mich auf weitere Bilder, du hast da sicher noch was in der Hinterhand. ;)

_________________
LG
Hannes

(Mein Fotostream bei )


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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: Mo 19. Nov 2018, 10:58 
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KMP Team
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Beiträge: 5839
Gerne verfolge ich diesen spannenden Reisebericht. Informativ und anschaulich die Beschreibungen, sehenswert die Bilder. Einfach klasse gemacht!

_________________
Naturfotografie in der Eifel




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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: Mo 19. Nov 2018, 11:17 
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Registriert: Fr 18. Sep 2015, 16:26
Beiträge: 1662
Es geht hochinteressant weiter mit schönen Bildern - danke für's Mitnehmen!


Stormchaser hat geschrieben:
Danke fürs Zeigen, da kommen Erinnerungen auf. Ward ihr auch in Nain in der Kirche zum Andenken an Jesu Totenerweckung?

Stefan, du meinst wohl vermutlich das hier - also in Israel, nicht im Iran:
https://de.wikipedia.org/wiki/Na%C3%AFn -

_________________
Schöne Grüße
quartax


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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: Sa 24. Nov 2018, 20:13 
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Beiträge: 1721
Sehr schöne und informative Serie von Dir :2thumbs: :2thumbs: :2thumbs: .

_________________
Ich kann nicht, sehe ich als falsch. Ich kenne nicht, eher richtig.
LG Stefan



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 Betreff des Beitrags: Re: Iran??? Spinnst du????
BeitragVerfasst: So 25. Nov 2018, 11:15 
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Beiträge: 113
Die letzte Etappe unserer Reise führte uns über Natanz und Kashan nach Teheran.

Als wir uns Natanz näherten kam seitens des Guides die eindringliche Warnung, sämtliche Kameras unsichtbar zu halten und keine Fotos aus dem Bus heraus zu machten. Bie Natanz befinden sich die unterirdischen Uran-Aufbereitungsanlagen. Die Autobahn ist gesäumt mit Wachtürmen und Flugabwehrgeschützen. Sehr unheimlich ...
In Natanz selbst findet sich eine schöne Freitagsmoschee mit einem ehemaligen Derwischkloster. Heute ist in dem Kloster ein Mausoleum für einen örtlichen Sufi-Heiligen.

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Neben den schönen Kaligrafien am Portal ist die Decke im Mausoleum das Highlight.

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Tagesziel war heute Kashan. Das Aushängeschild des Wüstenortes sind u. a. die Privathäuser der wohlhabenden Händler aus dem 19. Jh. Und wo sich Touristen finden, ist natürlich ein guter Standpunkt für das rollende Café. Die Kaffeetrinker haben es im Iran echt schwer. Dort wird Tee getrunken. Kaffee gibt es in der Variante löslicher Kaffee und das wars dann auch schon. Mit den rollenden Cafés, die echten Kaffee verkaufen, wurde ein Volltreffer gelandet.

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Frisch gestärkt ging es dann zum Borujerdi-Haus. Von den drei Bereichen, die ein traditionelles iranisches Haus ausmachen, ist der Teil, der für die Besucher des Kaufmanns zugänglich war, heute für alle offen.

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Den Tagesabschluss bildete der Fin-Garten. Dieser wurde auf Geheiß von Schah Abbas I angelegt und ist einer der letzten bis heute bestehenden Gärten, die streng nach dem Konzept des klassischen Paradiesgarten gestaltet sind. Am höchsten Punkt des Gartens quillt ein artesischer Brunnen aus dem Boden. Dieser versorgt über ein Netz von Kanälen den Garten und die gesamte Region mit Trinkwasser.
Der Garten war auch der Schauplatz eines hinterhältigen Verbrechens: 1852 wurde dort Amir Kabir, der vom Volk geliebte und am Hof gehasste Premierminister und Reformer auf Befehl des damaligen Schahs im Badehaus ermordet. Heute wird die Stelle und der "Original-Blutfleck" den Besuchern vorgeführt und die Tat mit Wachsfiguren nachgestellt.
Der Fin-Garten ist für Iraner ein beliebtes Ausflugsziel. Deswegen war es dort auch tatsächlich mal etwas voller.

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Gegen Abend wurde es dann etwas ruhiger, so dass wir die Atmosphäre noch etwas genießen konnten.

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Die Reise neigte sich dem Ende entgegen. Von Kashan aus ging es an Qom und am Rande der Salzwüste vorbei nach Teheran. Die Stimmung in dieser Großstadt ist nach meinem Empfinden völlig anders als in den großen Städten im Süden. Hier geht es viel hektischer zu. Der Süden gefiel mir besser.
Erstes Ziel war der Golestan-Palast. Dieser diente sämtlichen Königen der Qadscharen-Ära als offizieller Amts- und Wohnsitz. Entsprechend prunkvoll ist die Anlage und Ausstattung. Erst der Reza Shah und sein Sohn nutzten ihn nur noch für Empfänge und festliche Zeremonien.
Der Golestan-Palast liegt in einem Viertel, in dem sich Regierungsgebäude und Gerichte aneinander drängeln. Auch hier kam die Warnung des Guides, keine Fotos zu machen. Auf dem Palastgelände war das jedoch wieder erlaubt.
Mein Vater hatte in den 60er Jahren Bekanntschaft damit gemacht, was passiert, wenn man trotzdem fotografiert. Er war als Soldat bei der Erprobung der Transall beteiliigt. Er war mit mehreren Kollegen in Teheran unterwegs während sie auf ein Ersatzteil für das Flugzeug warteten. Einer der Kollegen fotografierte und prompt wurden sie festgenommen. Das war wohl doch etwas Aufwand mit Militärattaché und Botschafter, bis sie wieder freikamen. Mein Vater erkannte den Golestanpalast auf dem Foto, das ich ihm per Whats App schickte, jedenfalls sofort. Viel mehr hat er nicht von Teheran gesehen ...

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In den prunkvollen Räumen (wie man die findet ist echt Geschmackssache) hat man den verschollenen Pfauenthron nachgebildet und man stellt die Geschenke, die bei Staatsbesuchen überreicht werden, aus. Auch die sind, so kostbar sie auch sein mögen, Geschmackssache.

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Vom Golestanpalast aus ging es zum Nationalmuseum. Mit diesen beiden jungen Damen vor der Tür haben wir echt Spaß gehabt.

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Im Museum sind Stücke aus dem antiken Iran ausgestellt. Wirklich sehr sehenswert. Erst recht, wenn man bedenkt, auf welchem Stand wir zu der Zeit waren.

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Auf der Rückfahrt zum Hotel erhaschten wir einen Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Elburs-Gebirge und bewunderten unseren Busfahrer in dem Verkehr.

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Der letzte Tag der Reise. Auf dem Programm standen die Saadabad-Palastanlagen im Norden der Stadt, die von Reza Shah für Amts- und Wohnzwege benutzt wurden. 18 Einzelpaläste sind über das 110 ha große Gelände verstreut. So wirklich beeindruckt haben die mich nach den wunderschönen Moscheen, die wir gesehen haben, aber nicht.

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#71

Nach der Besichtigung des grünen und weißen Palastes folgte eine abenteuerliche Busfahrt zurück in die Stadt zum Tajris-Bazar. Um Zeit zu sparen (und damit wir mehr Zeit zum Bummeln haben), fuhr der Busfahrer kurzerhand einfach entgegen der Fahrtrichtung in eine Einbahnstraße. Der Assistent des Busfahrers stieg aus, schob den Polizisten, die dort standen etwas zu und schon wurden wir von der Polizei eskortiert - entgegen der Fahrtrichtung - zum Bazar gebracht. Ohne Worte...

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Der allerletzte Programmpunkt dieser wunderbaren Reise war dann nur noch der Rückflug nach Deutschland.

Was bleibt?
Der Iran ist ein Land mit einer sehr reichen Kultur und Vergangenheit. Vor allem in Isfahan fühlte ich mich oft wie in 1001 Nacht.
Ich habe den Iran als ein Land mit unglaublich freundlichen Menschen kennengelernt, die Meister im Umgehen von staatlich auferlegten Regeln sind. Internet ohne Zensur Satellitenfernsehen, Alkohol - alles, was die Mächtigen nicht wollen, gibt es trotzdem.
Ja, die Iraner sind Selfie-Verrückt und ja, wirkliche viele Iranerinnen lassen sich die Nasen operieren und laufen dann mit den Pflastern auf der Nase herum.
Aber auch:
Die Menschen leiden unter der Isolierung, die der Iran seitens der Weltgemeinschaft erfährt. Die Währung ist einer enormen Abwertung und Schwankung ausgesetzt, was es für die Iraner schwer macht, vorzusorgen.
Das Kopftuch ist mehr als lästig. Viele Iranerinnen hadern damit und es rutscht immer weiter nach hinten.
An bestimmten Stellen im Land merkt man auch als Tourist die Präsenz der Machthaber und die bestehenden Verbote.

Würde ich noch einmal in den Iran reisen?
Ganz eindeutig ja! Wenn ich in ein solches Land reise, weiß ich, dass ich mich als Gast an bestimmte Spielregeln halten muss. Das erwarten wir von den Gästen in Deutschland auch. Ich habe mich nicht ein einziges Mal unsicher oder gefährdet gefühlt. Ich kann nur jedem, der die Gelegenheit zu einer Reise dorthin hat, raten, es auch zu machen.


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