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Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Di 8. Okt 2013, 07:49

Hallo

Ich habe das Gefühl das ich etwas nicht verstehe, das Begriff "Crop-Factor".

Ich war Meinung das wenn ich ein alte analog linse auf eine digitale Kamera stecke ich eine grössere Tele erhalten. Habe jetzt den Test gemacht und bin erstaunt über das Resultat. Nämlich das umgekehrte ist der Fall

Meine Analog SMC FA 28-200 Linse benutze ich auf meine K5 vor allen mit Portrait aufnahmen und bin sehr zufrieden. Jetzt habe ich letztlich eine Pentax DA 50-200mm ED WR gekauft und bin sehr erstaunt über das Resultat in Bezug auf Brennweite

Wenn ich mit die 28-200 ein Aufnahme mit 200mm mache habe ich den gleichen Bildwinkel auf den neuen 50-200 bei 135mm. Dies heisst für mich alle Linsen erweitern sich nicht aber werden eher kastriert :-(

Da habe ich wohl das ganze nicht so verstanden, ich war immer die Meinung das meine 28-200 Linse sich benehmen wurde wie eine 42-300mm basiert auf neuere Linse, aber es sieht dann so aus das das es eher eine 18-135 sein. Heist dies das ich mir besser eine 18-135 WR zulegen kann, diese ist ja viele leichter

Bin ich da irre geführt worden durch die Leute die immer schreiben das ein altes Standard Objektiv (50mm) auf eine neue APS-C Sensor bezogen ideal als klein Tele für Portrait verwendet werden kann.

Wer kann mir auf die Sprünge helfen?

Gruss
Gérard
Zuletzt geändert von Gerard_Dirks am Fr 11. Okt 2013, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Di 8. Okt 2013, 08:21

Die Brennweite ist immer konstant, egal ob an KB oder APS-C. Aber der Sensor ist kleiner. Ein 200mm Objektiv ist an APS-C, als würdest Du an einer KB-Kamera ein 300mm Objektiv verwenden.

*Edit:* Herzlich willkommen! :wink:

Re: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Di 8. Okt 2013, 08:28

Hallo Gérard,

es kommt nicht darauf an, ob es ein "digitales" oder "analoges" Objektiv ist. Im DSLR-Segment werden die Brennweiten der Objektive immer bezogen auf das Kleinbildformat (KB) angegeben. Das bedeutet, ein 200´er ist an einer Kleinbildkamera (bei Pentax nur analog) 200mm. Die gleiche Linse an einem digitalen (APS-C) Sensor entsprechen vom Bildausschnitt her 300mm an Kleinbild.
Das ganze kommt daher, dass der kleine APS-C Sensor quasi einen Ausschnitt aus dem KB-Bild liefert.

In deinem Fall kann ich mir nur Vorstellen, dass du dein 28-200 mit 200mm an einer analogen Filmkamera hattest und das 50-200 an der Digitalkamera?

Verwende mal für beide Objektive die Digitalkamera, dann wirst du es sehen.
Zuletzt geändert von micvollmer am Di 8. Okt 2013, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Di 8. Okt 2013, 08:46

Wurde ja schon genug beschrieben. Einfach gesagt ist der Crop-Faktor der Faktor mit der die Größe des APS-C Sensors multipliziert wird um auf die Größe des Kleinbildformates zu kommen. Bei den Pentax beträgt dieser 1,5; bei Canon 1,6.
Der Sensor der K-5 ist 23,6 x 15,7 mm groß. Um damit auf KB-Format von 36 x 24 mm zu kommen musst du (gerundet) mal 1,5 nehmen.
Das bedeutet dann wenn du dein 50-200 an die Digitale klemmst und auf 200mm stellst müsstest du, um den gleichen Bildwinkel zu erhalten auf der analogen (oder digitalen mit Vollformatchip) ein 300mm Tele anbringen.
Was ich mir bei deinem vergleich noch vorstellen kann, du vergleichst zwei verschiedene Objektive miteinander. Gerade bei den Zoomobjektiven sind ja Linsengruppen angeordnet die sich durch das zoomen verschieben. Und das geschieht bei Objektiven die andere Bereiche abdecken oder auch unterschiedlicher Hersteller unterschiedlich. Man merkt es auch wenn man den Bereich 50mm mal vergleicht mit einer Festbrennweite 50mm. Dort wirst du auch einen Unterschied, wenn auch klein, feststellen.

Bei deinem Vergleich würde mich wirklich interessieren was du verglichen hast? Beide Objektive an der digitalen? Oder digital zu analog?

Re: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Di 8. Okt 2013, 09:15

Grundsätzlich stimmt das mit der Brennweitenverlängerung am Crop.

Allerdings beziehen sich die Brennweitenangaben auf unendlich. Je nach Konstruktion eines Objektivs kann es im Nahbereich zu einer Verkürzung der Brennweite kommen. Das ist insbesondere bei innenfokussierten Objektiven der Fall und den physikalischen Gesetzmäßigkeiten geschuldet.

Ich weiß zwar nicht, wie die genannten Objektive konstruiert sind, aber die Beobachtung, dass sich die Brennweite im Nahbereich verkürzt, ist zumindest theoretisch erklärbar, hat aber nichts mit dem Cropfaktor zu tun.

Re: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Do 10. Okt 2013, 22:56

Gerard_Dirks hat geschrieben:Hallo

Meine Analog SMC FA 28-200 Linse benutze ich auf meine K5 vor allen mit Portrait aufnahmen und bin sehr zufrieden. Jetzt habe ich letztlich eine Pentax DA 50-200mm ED WR gekauft und bin sehr erstaunt über das Resultat in Bezug auf Brennweite

Wenn ich mit die 28-200 ein Aufnahme mit 200mm mache habe ich den gleichen Bildwinkel auf den neuen 50-200 bei 135mm. Dies heisst für mich alle Linsen erweitern sich nicht aber werden eher kastriert :-(



Naja, das passt schon: Die 200mm deines FA an einer KB-Kamera entsprechen vom Bildwinkel ziemlich genau dem eines 135mm an einer APS-C-Kamera (135*1.5 sind 202). An derselben Kamera sollten aber alle 200mm-Objektive den gleichen Bildausschnitt liefern (zumindest bei EInstellung auf "unendlich").

VG Christian

Re: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Do 10. Okt 2013, 23:57

Bin ich da irre geführt worden durch die Leute die immer schreiben das ein altes Standard Objektiv (50mm) auf eine neue APS-C Sensor bezogen ideal als klein Tele für Portrait verwendet werden kann.



also 50mm enspricht an Pentax APS-C 75mm also knapp 80mm ,was für Portrait von Schulter bis Kopf ideal ist,
.. aber wenn du ein Nahportrait , also Hauptsächlich nur Kopf willst wäre ein 70mm oder gar 77mm ideal, sprich 110mm -115mm

was es natürlich auch gibt :

das da 70 mit 2.4 Lichtstärke oder
das FA 77 mit 1.8 Lichtstärke

beide schenken sich nicht viel von der brennweite , aber idealer wäre das FA77 er für Freistellung (schärfentiefe) für Portraits (was allerdings sein Preis hat)

von der Abbildungsleistung (Auflösung sind beide ca gleich gut - sehr scharf)
von der Lichtstärke und vorallem bokeh ist das Fa77 im Vorteil und dürft wohl das beste Objektiv für Portraits von Pentax sein.

eine sehr gute alternative wäre auch das Sigma 85/1.4

(obwohl ich für mein Teil das DA 70 habe und wenns Geld gereicht hätte das Fa77 geworden wäre)

Ich habe das Gefühl das ich etwas nicht verstehe, das Begriff "Drop-Factor".


"Drop-Factor" - kenn ich auch nicht :) - Crop - Faktor ist oben gut beschrieben worden

Re: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Fr 11. Okt 2013, 10:58

Moin,

yersinia p. hat geschrieben:Grundsätzlich stimmt das mit der Brennweitenverlängerung am Crop.

Allerdings beziehen sich die Brennweitenangaben auf unendlich. Je nach Konstruktion eines Objektivs kann es im Nahbereich zu einer Verkürzung der Brennweite kommen.


Ich habe beide Objektive und kurz was zu den Teilen.

Da FA 28-200 ist eine IF () während das 50-200 eine traditionelle auszugsverlängerte Konstruktion ist.

Bei IF wird die Brennweite kürzer. Beim FA 28-200 wird sie bei der Naheinstellgrenze in etwa so kurz, wie mein 100er Macro.

Bei auszugsverlängerter Fokusierung bei Objektiven kann sich die Brennweite im Nahbereich etwas verlängern.

Bei unendlich zeigen meine Beiden Objektive 28-200 und 50-200 einen fast identischen Ausschnitt.

Die Feststellung von Gerard hat nichts mit dem Crop-Faktor zu tun. Ich wiederhole. Es hat überhaupt nicht, rein Garnix mit dem Crop-Faktor zu tun

Re: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennweite.

Fr 11. Okt 2013, 11:08

diego hat geschrieben:Moin,

yersinia p. hat geschrieben:Grundsätzlich stimmt das mit der Brennweitenverlängerung am Crop.

Allerdings beziehen sich die Brennweitenangaben auf unendlich. Je nach Konstruktion eines Objektivs kann es im Nahbereich zu einer Verkürzung der Brennweite kommen.


Ich habe beide Objektive und kurz was zu den Teilen.

Da FA 28-200 ist eine IF () während das 50-200 eine traditionelle auszugsverlängerte Konstruktion ist.

Bei IF wird die Brennweite kürzer. Beim FA 28-200 wird sie bei der Naheinstellgrenze in etwa so kurz, wie mein 100er Macro.

Bei auszugsverlängerter Fokusierung bei Objektiven kann sich die Brennweite im Nahbereich etwas verlängern.

Bei unendlich zeigen meine Beiden Objektive 28-200 und 50-200 einen fast identischen Ausschnitt.

Die Feststellung von Gerard hat nichts mit dem Crop-Faktor zu tun. Ich wiederhole. Es hat überhaupt nicht, rein Garnix mit dem Crop-Faktor zu tun


quod erat demonstrandum. :ja:

Re: AW: Verständnisfrage. "Crop-Factor" in Bezug auf Brennwe

Fr 11. Okt 2013, 11:30

Hochinteressant! Das wusste ich überhaupt noch nicht, dass die Brennweite je nach Abstand variieren kann.

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