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 Betreff des Beitrags: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 03:57 
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Hallo, hier ist wieder mal hosss aus Lofer
Ich hab in einem Kleinanzeigenportal in Österreich ein sogen. Dörr-Danubia 650-1300mm gesehen, nach einiger Recherche muss es das ein und dasselbe Objektiv auch unter dem Namen Walimex und anderen geben.
Das Objektiv wird zum Einstellen der Brennweite verschoben, bei 650mm hat es eine Anfangsblende von F8,0 bei 1300mm F 16. Die
Blenden sind an die jeweilige Brennweitenstufen gekoppelt, lassen sich nicht ändern.
Soweit so gut. Ich hab einige Meinungen zum Objektiv gelesen, durchwegs eher negativ. Aber mir kommt es so vor, als ob alle Meinungen nachgeschrieben worden wären, ohne das von diesen Personen jemals einer das Objektiv je gesehen hätte, geschweige denn eins probiert hätte. Es gibt aber auch ein paar Meinungen von Leuten die es probiert haben, hier waren die Meinungen dann eher positiv. Das bei so einem Gerät die Nahgrenze bei ein paar Metern liegt, man gutes Licht braucht leuchtet mir alles ein. Hat von euch jemand eine ehrliche Erfahrung mit so einem Teil? Ich währe froh, wenn jemand eine wirkliche- nicht nachgeschriebene- Meinung abgeben könnte.
Danke im Voraus
hosss


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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 06:03 
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KMP Team
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Beiträge: 3616
Das Teil wird unter den verschiedensten Labels (auch Samyang) verkauft. Bei dem Preis kann man definitiv nicht mehr als die Leistung einer einfachen optischen Konstruktion (definitiv kein Apo) erwarten. Da auch die sogenannte 'Wundertüte' einfach aufgebaut ist und mit ihren 500mm optisch grenzwertig (speziell was Farbsäume angeht, aber immerhin ist sie abblendbar) sollte das 650-1300 nichts Besseres liefern. Außerdem geht beim Zoomen auf 1300mm wohl aufgrund der 'sparsamen' Konstruktion die lineare Anordnung der Komponenten etwas verloren, und mit diesem 'Knick in der Optik' wird es dann noch schwieriger, irgendetwas Scharfes ins Bild zu bekommen. Allerdings ist das Handling eines solchen Brennweiten Monsters sehr schwierig, und so kann es passieren, dass die Schärfe durch Probleme bei der Fokussierung und dem Ruhigstellen bei der Aufnahme zusätzlich beeinträchtigt wird.

Um das Ganze nicht zu abstrakt werden zu lassen, hier Beispiele auf flickr:
Diese sind wohl aus gutem Grund nicht allzu groß ...

Ich hatte es damals mit der K100D mal am Wickel, konnte mich aber zu nicht mehr als einer Handvoll Testbilder hinreißen lassen ... die Schärfe ist in etwa mit der von preis"günstigen" Spiegellinsen-Objektiven zu vergleichen.

_________________
VLG
Stephan


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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 08:13 
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Zu dem genannten Tele kann ich mangels Erfahrung nix beitragen, aber man sollte sich gut überlegen, ob solch ein Brennweitenmonster überhaupt Sinn macht. Habe diese Erfahrungen mit einem 500er Spiegel (+ 2*-Konverter) gemacht. Ein Stativ ist Pflicht und bei 1300mm reicht da auch kein einfaches Tripod für 30 Euro mehr aus. Allein der Spiegelschlag versemmelt dir das Bild, also ist Vorauslösung Pflicht. Bei Blende 16 musst Du wirklich wunderbares Wetter haben, um auf halbwegs nutzbare Verschlusszeiten zu kommen. Und die optische Auflösung ist bei solchen Konstruktionen nicht der Knaller. Ach ja, das Fokussieren ist natürlich auch noch ein Thema, da der Bereich der Schärfentiefe sehr klein ist und man hier wohl ohne SchniBi nicht weit kommt (oder 90% Ausschuß produziert).

M.M.n. in eine kleinere Brennweite (z.B. 300mm) investieren und bei Bedarf croppen, soltte ein mind. ebenbürtiges Ergebnis rauskommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 08:23 
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Also ich besitze auch "nur" die Beroflex Wundertüte mit ihren 500mm. Die Farbsäume die waldbaer59 beschreibt sind bei den Konstruktionen einfach da, klappt auch nicht immer die hinterher weg zu bekommen. Ansonsten kann ich den Eindruck von Dwaddy bestätigen: Mal schnell ein Bild machen ist nicht drin :nono: Auf ein schweres Stativ, Abblenden und hoffen, dass wirklich nichts wackelt. Manchmal benutze ich es noch für Mondaufnahmen, aber da verliere ich optisch gegen jedes lange Sigma. Es ist eben wie immer: You get what you pay for

Grüße, Martin

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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 10:32 
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Registriert: Mo 4. Mai 2015, 21:31
Beiträge: 234
Wohnort: Ammerbuch
Hallo,

moggafogga hat geschrieben:
Also ich besitze auch "nur" die Beroflex Wundertüte mit ihren 500mm.

Von diesen Flaschenböden würde ich die Finger lassen, die kosten auch um die 350 Euro und mehr.
Ein gebrauchtes Sigma 50-500 oder 150-500 HSM/OS hat Autofocus und Stabi und kostet
um die 500-600 Euro.
Die Sigma sind bei 500 mm auch nicht die Schärfewunder, aber wesentlich besser als diese
unscharfen Dunkelmonster Ballaflex, Belloflex, Wallimex etc. mit Blende 8 und schlechter.

Gruß Waldhocker

_________________
Der Waldhocker bei und


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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 10:44 
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Registriert: Do 5. Sep 2013, 12:51
Beiträge: 2433
Wohnort: Erlangen
Genau das habe ich doch auch geschrieben :ka:
...aber was will man bei der Wundertüte für 30€ auch erwarten.

Grüße, Martin

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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 11:25 
Waldhocker hat geschrieben:
Hallo,

moggafogga hat geschrieben:
Also ich besitze auch "nur" die Beroflex Wundertüte mit ihren 500mm.

Von diesen Flaschenböden würde ich die Finger lassen, die kosten auch um die 350 Euro und mehr.


:shock: Ich hab für meins damals DM 200,00 bezahlt, das wäre ja eine Wahnsinnswertsteigerung, wenn ich damals 10 Stück gekauft hätte... :d&w:


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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 14:47 
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Registriert: Mo 25. Mär 2013, 09:57
Beiträge: 415
Namnd.
LX MX hat geschrieben:
Waldhocker hat geschrieben:
Hallo,

moggafogga hat geschrieben:
Also ich besitze auch "nur" die Beroflex Wundertüte mit ihren 500mm.

Von diesen Flaschenböden würde ich die Finger lassen, die kosten auch um die 350 Euro und mehr.


:shock: Ich hab für meins damals DM 200,00 bezahlt, das wäre ja eine Wahnsinnswertsteigerung, wenn ich damals 10 Stück gekauft hätte... :d&w:

...räusper...91 Euro incl. Versand...immer noch zu viel...
und bei der oben erwähnten Schnittbildmattscheibe wird spätestens bei f/8.0 der Schnittbildkeil dunkel und damit unbrauchbar.

Gruß
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 16:07 
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Registriert: So 3. Apr 2016, 11:32
Beiträge: 18
Hallo zusammen. Hier ist wieder Hoss.
Mir ist klar, dass man bei diesen extremen Brennweiten ein gutes Stativ braucht, ich hab ein schweres Manfrotto- über 3 kg schwer- von den 30.-€ Stativen hab ich schnell Abschied genommen. Ich fotografiere auch mit kürzeren Brennweiten, wenn es die Situation zulässt mit Selbstauslöser, und hatte mal ein Sigma Tele probiert ( ich weiss dessen Bezeichnung nicht mehr), das hatte auch über 2 kg, also das bin ich das alles gewohnt. Ich hab nur hie und da sehr scheue Vögel, an die ich sonst nicht rankomme. Auch dass ich bei diesen Blendenstufen sehr gutes Licht brauche ist mir klar.
Ich werd´s mir noch mal überlegen, aber ich danke Euch allen für die ehrlichen Antworten. Von Euch hat keiner von vornherein geschrieben, das ist Mist.
Danke nochmal
hosss


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 Betreff des Beitrags: Re: Dörr-Danubia 650-1300mm
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2016, 17:54 
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Registriert: Sa 17. Dez 2011, 15:57
Beiträge: 5280
Wohnort: bei Köln
Solche langen und leichten Objektive bekommt man ueberhaupt nur mit 2 Stativen :shock: oder zusaetzlicher Strebe stabil. Ich hatte mal die Wundertuete (500/8) auf einem Gitzo Studex (6,5 kg) mit Arca Swiss Monoball (1 kg) und habe es nicht stabil bekommen. :ichweisswas:
Dieses Zoom wird noch uebler sein als die Wundertuete, die ja eigentlich einen ganz passablen Ruf hatte.

_________________
Grueße
Heribert

https://pentaxphotogallery.com/artist-g ... id=3626148


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