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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 13:49 
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Seit 3 Tagen lungert bei mir ein Pentax-GPS-Modul herum, erworben hier im Forum.
Vorgestern mußte ich es gleich mal auf die Schnelle ausprobieren. Am Kalibrieren bin ich fast verzweifelt.
Hit Hilfe dieses Videos hab ich es dann aber hinbekommen:



Kurz vor Mitternacht ging es mit dem Samyang 10 mm Objektiv raus, den Sternenhimmel fotografieren.
Es war leider so hell, daß man die Hand vor Augen sehen konnte. :)
Außerdem gab es etwas Lichtverschmutzung durch die Nachbarorte und später zogen dünne Schleierwolken auf, deswegen hier NMZ.

Die Aufnahmen sind absichtlich nicht entrauscht, zum vergrößern bitte draufklicken.

Die Bilder sind in Lightroom entwickelt, immer 2 mit den gleichen Einstellungen bis auf die Belichtung

#1 - ohne Astrotracer, Belichtung in Lightroom: +1 Blendenstufe
Blende: F/2.8, Belichtungsdauer: 30s, Brennweite: 10mm, ISO: 800, Kamera: PENTAX K-S2


#2 - mit Astrotracer, Belichtung in Lightroom: -1 Blendenstufe
Blende: F/2.8, Belichtungsdauer: 120s, Brennweite: 10mm, ISO: 800, Kamera: PENTAX K-S2
Die Sterne sind alle halbwegs als Punkte zu erkennen.

und hier noch ein Paar:

#3 - ohne Astrotracer, Belichtung in Lightroom: +1 Blendenstufe
Blende: F/2.8, Belichtungsdauer: 30s, Brennweite: 10mm, ISO: 800, Kamera: PENTAX K-S2


#4 - mit Astrotracer, Belichtung in Lightroom: -2 Blendenstufen
Blende: F/2.8, Belichtungsdauer: 180s, Brennweite: 10mm, ISO: 800, Kamera: PENTAX K-S2
An den Rändern fängt es an zu stricheln.


... eins mit ISO 100, Blende F/3.2, dafür aber 240 Sekunden.

#5 - mit Astrotracer, Belichtung in Lightroom: +1 Blendenstufe
Hier ist deutlich zu sehen, daß nur noch die Sterne ganz in der Mitte punktförmig sind.

Beim 1. Bilderpaar sieht man, daß mit 120 Sekunden Belichtung und Astrotrace ungefähr 2 Blendenstufen zu holen sind, ohne daß die Sterne Striche hinterlassen. Jetzt wäre zu überlegen, ob man mit der ISO runtergehen kann oder mehr Licht einfangen will.

Kann mir jemand sagen, wie es sich mit den den Sternen-Strichen am Rand bei längeren Objektivbrennweiten verhält, wenn die Belichtungszeit relativ groß ist? Oder anders gefragt: wie bekomme ich die Striche weg?



Und zum Schluß noch eine kleine Spielerei, hat nichts mit dem Astrotracer zu tun:


#6

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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 19:32 
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Hallo,

geht zwar jetzt total am Thema vorbei, aber aus Deiner "kleinen Spielerei" ist für mich ein tolles Bild geworden. Dix points.

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Beste Grüße aus'm Woid,

Erich


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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 19:37 
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erivog hat geschrieben:
Hallo,

geht zwar jetzt total am Thema vorbei, aber aus Deiner "kleinen Spielerei" ist für mich ein tolles Bild geworden. Dix points.


... :ja: , richtig hypnotisch :rolleye:

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Gruß Achim

Zwischen dem was man sagt und dem was der Andere gehört und verstanden hat können Welten liegen :ka:

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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 19:59 
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Da schliesse ich mich mal mit an, habe die K3II wo das Teil ja mit verbaut ist und ob es sich wirklich lohnt den mit anzustellen? Bzw wie lange sollte man den laufen lassen um einigermassen vernünftige bilder zu bekommen! Da es Neuland für mich ist, hoffe das Ihr mir da weiter helfen könnt......


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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 20:06 
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lapstimer hat geschrieben:
Kann mir jemand sagen, wie es sich mit den den Sternen-Strichen am Rand bei längeren Objektivbrennweiten verhält, wenn die Belichtungszeit relativ groß ist? Oder anders gefragt: wie bekomme ich die Striche weg?

Ich denke mal, dass es da zwei Aspekte zu berücksichtigen gibt:

1. (so erzählt man es mir hier):

Es liegt an der Verzerrung des Objektivs die bei solchen Bildern deutlich stärker auffällt als bei "normalen" Aufnahmen.

2. -> die Antwort hast Du Dir fast selbst mit diesem Bild

Zitat:


gegeben:

Du siehst ja, dass sich die Sterne mit zunehmendem Abstand zu dem Kreismittelpunkt immer schneller um diesen bewegen (die Striche werden länger). Der Astrotracer kann aber den Sensor nur in einer Ebene bewegen, muss sich also auf einen Bereich im Bild fixiren (ich vermute mal auf die Kreismitte, die er mittels der Standortkoordinaten, der Himmelsrichtung in die Du fotografierst und den Neigungswinkel nach oben kennt). Wenn Du nun zu lange belichtest, dann sind die Sterne am Bildrand für die Bewegung des Sensors nach meiner Überlegung zu schnell. Es müsste als helfen kürzer zu belichten und das Maximum des Astrotracers nicht auszureizen.

Edith ergänzt noch zu Punkt 2: Oder der Sensor ist bereits am Anschlag und man sieht es nur am Rand eben aufgrund der größeren Kreisbewegung.

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Gruß Udo

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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 20:32 
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Daggimac hat geschrieben:
... wie lange sollte man den laufen lassen um einigermassen vernünftige bilder zu bekommen! Da es Neuland für mich ist, hoffe das Ihr mir da weiter helfen könnt......


Ich denke, es hängt mit der Brennweite und der Himmelsrichtung zusammen, in die man schaut.
Da wird nur Probieren helfen.
Ich habe die Kamera in verschiedene nördliche Richtungen gucken lassen und hatte mit 120 Sekunden noch punktförmige Sterne, siehe oben.

Nach den paar Probeaufnahmen reime ich mir das irgendwie so zusammen:
Bei sehr kurzen Brennweiten (z.B. meine 10 mm hier), sind im Bildausschnitt Himmelsregionen dabei, die sich unterschiedlich schnell bewegen. Der Astrotracer richtet sich für die Korrektur nach der "Blickrichtung" des Objektivs und nimmt die Bildmitte. An den Rändern bewegen sich die Sterne scheinbar schneller, also kann der Astrotracer das irgendwann nicht mehr nachkorrigieren und die Sterne laufen weg.
Vielleicht geht mit längerer Brennweite eine größere Belichtungszeit. Muß ich demnächst mal testen.

Nochimmerhier hat geschrieben:
... :ja: , richtig hypnotisch :rolleye:


Das hab ich mir auch gesagt, als es fertig zusammengebastelt war.
Paßt auf, daß euch nicht schwindlig wird und daß ihr nicht in die Bildmitte hineingesogen werdet. :lol:

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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 20:48 
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lapstimer hat geschrieben:
Vielleicht geht mit längerer Brennweite eine größere Belichtungszeit. Muß ich demnächst mal testen.

Viel längere Brennweiten habe ich noch nie probiert. Aber ich denke, dass die mögliche Belichtungszeit eher kürzer werden müsste.

Ohne Astrotracer gibt es ja eine Faustformel (600 s/Brennweite) die einen grob dahin führt was maximal möglich ist, ohne dass die Sterne Streifen ziehen.

Zur Verdeutlichung komme ich mal mit einem Extrem "Stern bei langer Brennweite": Schau mal durch den Sucher oder auf den LV, wenn Du mit einem Tele (z. B. 450 mm) auf den Mond zielst. Der rauscht nur so durch das Bild. Und ich denke, dass es mit "richtigen" Sternen vom Prinzip her ähnlich sein dürfte.

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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 21:32 
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xy_lörrach hat geschrieben:
... Aber ich denke, dass die mögliche Belichtungszeit eher kürzer werden müsste.

Stimmt allerdings.

Ich hatte mir überlegt, daß mit größerer Brennweite der Ausschnitt vom Himmel kleiner wird, in der Hoffnung, daß sich die Sterne in diesem Ausschnitt alle halbwegs gleich schnell bewegen. Somit könnte der Astrotracer das vielleicht ohne Sternenstriche am Bildrand hinbekommen? Dann wäre die Belichtungszeit erstmal zweitens.

Mit größerer Brennweite hatte ich so an die 50mm oder weniger gedacht, also noch kein richtiges Tele.
Der Mond ist im Vergleich zu den Sternen verdammt schnell. Der ist mir schon mehrfach abgehauen, weil ich mit den Kameraeinstellungen zu langsam war.

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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 21:55 
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Der Astrotracer kann sicher mehr Belichtungszeit rausholen als wenn Du ohne fotografierst. Aber alleine die o. g. Faustformel spricht dagegen, dass Du mit längeren Brennweiten längere Zeiten hinbekommen wirst als mit kürzeren Brennweiten. Das wird auch der Astrotracer nicht außer Kraft setzen können. Du hast dann zwar einen kleineren Bildausschnitt, aber durch diesen bewegen sich nach meiner Einschätzung die Sterne auch schneller. (Du kannst als Versuch dazu ja mal das Sternspur-Bild mit verschiedenen Brennweiten, aber gleichen Einstellungen machen und dann die Länge der Spuren an den Bildrändern vergleichen ...)

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Gruß Udo

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BeitragVerfasst: So 6. Mai 2018, 22:03 
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xy_lörrach hat geschrieben:
lapstimer hat geschrieben:
Vielleicht geht mit längerer Brennweite eine größere Belichtungszeit. Muß ich demnächst mal testen.

Viel längere Brennweiten habe ich noch nie probiert. Aber ich denke, dass die mögliche Belichtungszeit eher kürzer werden müsste.

Ohne Astrotracer gibt es ja eine Faustformel (600 s/Brennweite) die einen grob dahin führt was maximal möglich ist, ohne dass die Sterne Streifen ziehen.

Zur Verdeutlichung komme ich mal mit einem Extrem "Stern bei langer Brennweite": Schau mal durch den Sucher oder auf den LV, wenn Du mit einem Tele (z. B. 450 mm) auf den Mond zielst. Der rauscht nur so durch das Bild. Und ich denke, dass es mit "richtigen" Sternen vom Prinzip her ähnlich sein dürfte.


Hallo Udo, könntest du das mit der Formel noch mal genauer erklären? Wofür steht die 600?
Da ich keinen Astrotracer habe (geht das mit der K-50 überhaupt) wäre es für mich sehr interessant.
Danke im voraus!

_________________
LG
Karin

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