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 Betreff des Beitrags: Der wichtigste Kampf deines Lebens.
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2021, 21:59 
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Angeregt durch ein anderes Bild, welches hier gerade präsentiert wurde, möchte ich ebenfalls
ein Bild präsentieren.

Zuvor möchte ich aber meine Gedanken mit Euch teilen, die mich in dem Moment, als das Bild entstand,
bewegt und dazu inspiriert haben, das Bild überhaupt, und eben auch in genau dieser Art zu machen.


Wir kennen etliche Beispiele – wohl zum Glück die wenigsten von uns aus eigenem Erleben -
von Bildern oder Filmsequenzen, die einen Krieger, respektive eine Kriegerin, der/die gerade einen solchen epischen Kampf
oder eine epische Schlacht geschlagen hat. Einen Kampf, eine Schlacht, in der es buchstäblich um Leben und Tod ging.
Einen Kampf, dem auszuweichen nicht möglich ist/war. Und der dann aber auch mit aller Verbissenheit und aller
Konsequenz ausgefochten wurde.

In guten, nicht allzu alten Produktionen sehen wir dann den Wikinger, respektive die Schildmaid,
den Ritter oder den Landsknecht, den Stammeskrieger oder auch mal den modernen Soldaten,
wie er/sie aus solch einem Kampf oder dieser Schlacht auf kürzeste Distanz am Ende heraustritt.

Die Montur zerfetzt, der Körper übersäht mit Blessuren und auch mit Verwundungen, beschmiert bis
zur Unkenntlichkeit mit dem Dreck des Kampf-/Schlachtfeldes, mit Blut, Erbrochenen, Exkrementen;
sowohl von einem selbst, als auch von den Gegnern, gegen die man im hautnah kämpfte.
Das Gesicht und der ganze Körper gezeichnet von den unmenschlichen Anstrengungen und Torturen,
die der/die Kämpfer/in gerade durchlebt hat.
Und schließlich der Erschöpfung, mit der man aus diesem Kampf hervorgeht. Und der Erleichterung -
und vielleicht auch einen Anflug von Befriedigung - diesen Kampf erfolgreich bestanden und durchlebt zu haben.

Ich denke, jeder von uns wird sich Bilder oder Filmsequenzen in Erinnerung rufen können, die all
dieses widerspiegeln. Ein einzelnes Bild ganz besonders, weil es all dies in eben diesem einen Moment,
in das Bild entsteht einfangen und festhalten muss.

Bevor ich weiterschreibe, frage Euch mal: Wisst Ihr, was ich meine und habt Ihr jetzt auch entsprechende Bilder im Kopf?
Nennt mir ein Ereignis, ein (vielleicht auch journalistisches?) Bild, einen Film, eine bestimmte Person - oder was auch immer -,
an das/den Ihr dabei denkt.

Vielleicht ja auch nicht unbedingt einen Kampf der mit Gewalt zu tun hat. Sondern damit, dass man sein Leben gegen Gewalten -
welche auch immer - bewahrt und behauptet hat.

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BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2021, 23:04 
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Fünfzig Views in der ersten Stunde nach Erstellung und keiner hat einen Gedanken dazu.
zumindest keiner möchte einen mitteilen.

Ich dachte immer, es geht in einem Fotografie-Forum um Bilder. Am Besten um Bilder,
die etwas erzählen, die jemanden bewegen, die in Erinnerung bleiben.

Ich schaue besser mal morgen Vormittag nochmal rein, in der Erwartung, dass es dann
etwas für mich zu lesen gibt.

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BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2021, 23:53 
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Moin,

interessante Fragestellung.

Technischer Tipp vorab: Nur angemeldete User können antworten. Um diese Zeit sind das nicht viele. Die Klicks werden auch durch Gäste generiert, die aber nicht antworten können. Daher sagt das Verhältnis von Klicks zu Antworten nicht unbedingt viel aus. Zumal der Threadtitel durchaus dazu verleitet, mal reinzuschauen.

Zum Inhalt: Die Frage, wie ein abgeschlossener Kampf dargestellt werden kann, hängt stark vom Kontext ab - da macht es einen riesigen Unterschied, ob Kampf auf Leben und Tod gegen externe Kräfte, Kampf gegen eine Krankheit, gegen sich selbst, gegen die Naturgewalten oder gegen eine sportliche Zielmarke ist - und ob der Kampf gewonnen oder verloren wurde. Je nachdem, würden sehr unterschiedliche Emotionsmischungen abzurufen sein - von Setting mal ganz zu schweigen.

Anhand eines konkreten Rahmens lässt sich das besser beleuchten und damit auch einfacher beantworten.

Liebe Grüße
Rainer

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Die Optimisten glauben, wir leben in der besten aller denkbaren Welten.
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BeitragVerfasst: Mi 13. Okt 2021, 00:30 
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@lab61
ungefähr so wie du es beschreibst, habe ich mich nach meiner überstandenen Covid-Infektion gefühlt.


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BeitragVerfasst: Mi 13. Okt 2021, 01:12 
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Registriert: Di 15. Aug 2017, 17:52
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Bronco hat geschrieben:
Moin,

interessante Fragestellung.

Technischer Tipp vorab: Nur angemeldete User können antworten. Um diese Zeit sind das nicht viele. Die Klicks werden auch durch Gäste generiert, die aber nicht antworten können. Daher sagt das Verhältnis von Klicks zu Antworten nicht unbedingt viel aus. Zumal der Threadtitel durchaus dazu verleitet, mal reinzuschauen.

Zum Inhalt: Die Frage, wie ein abgeschlossener Kampf dargestellt werden kann, hängt stark vom Kontext ab - da macht es einen riesigen Unterschied, ob Kampf auf Leben und Tod gegen externe Kräfte, Kampf gegen eine Krankheit, gegen sich selbst, gegen die Naturgewalten oder gegen eine sportliche Zielmarke ist - und ob der Kampf gewonnen oder verloren wurde. Je nachdem, würden sehr unterschiedliche Emotionsmischungen abzurufen sein - von Setting mal ganz zu schweigen.

Anhand eines konkreten Rahmens lässt sich das besser beleuchten und damit auch einfacher beantworten.

Liebe Grüße
Rainer


Vielen Dank, Bronco.
Du hast natürlich recht, dass die Darstellung je nach Kontext unterschiedlich sein kann, wird und muss. Ich habe das anfänglich ein wenig stark auf eine gewalttätige Auseinandersetzung fokussiert,
weil sie metahphorisch gesehen sehr stark ist. Habe aber zum Schluss meines Beitrag dies Frage deutlich geöffnet. Dahingehend, dass es sich nicht um einen gewalttätigen Kampf handeln muss,
sondern eben auch um einen gegen Gewalten; was immer man darunter definieren kann.

DerSchonWieder hat ein Beispiel genannt, dass man durchaus treffend anführen kann. Es ruft seinen eigenen Kampf gegen etwas schier unbesiegbares, sehr lebensbedrohendes in Erinnerung.
Was mir bei seinem Beispiel dabei etwas fehlt, ist die Tatsache, dass wir von diesen Kämpfen viel gelesen und gehört haben in den letzten 18 Monaten. Dass wir aber kein eindringliche Bilder
davon erhalten haben, weil diese Kämpfe mehr im Verborgenen stattfinden, wo sie kaum öffentlich dokumentiert werden (können).

Mir fällt als weiteres Beispiel die Bilder, die von den Anschlägen des 11. September in New York um die Welt gingen ein. Bilder von Menschen, die gerade noch mit dem nackten Leben einem unglaublichen
Inferno entkommen sind. Dunkelhäutige Menschen, die vom Staub kalkweiß waren, unterbrochen von ihrem Blut, dass ihnen durch Gesicht ronn, weil sie sich z.B an zerberstenden Scheiben verletzt haben,
oder auf ihrer Flucht gestürzt sind. Ich habe selten eindringlichere und bewegenderes Bilder gesehen. Und jedem, der die Filmdokumentation der Brüder Jules und Gédéon Naudet vom 11. September,
an dem sie sowas von zufällig unmittelbar beteiligt wurden mit ihren laufenden Kameras; in deren Verlauf sie mit laufender Kamera um ihr eigenes Leben kämpften, sei es empfohlen, sich diese
Dokumentation anzuschauen.


Ich fragte danach, ob Euch solche eindringlichen Bilder in Erinnerung sind. Oder noch besser: Ob ihr jemals Erlebnisse fotografisch festgehalten habt, die mit einem solchen Kampf vergleichbar sind.
Ich frage das natürlich nicht ohne Hintergrund. Ich bin mir sicher, dass sehr viele hier auch schon ein solches Erlebnis hatten. Vielleicht gerade, ohne es als einen solchen Kampf auf Leben und Tod
wahrgenommen und philosophisch verinnerlicht zu haben. Es müssen beileibe keine Erlebnisse und Bildnisse mit einem weltweiten Nachrichtencharakter sein.. oder überhaupt einem Nachrichtencharakter.
Es geht mir um Bilder, die etwas dokumentieren, was EUCH tief bewegt hat. Und die das vielleicht mal gänzlich anders dokumentieren, als man es sonst gewohnt ist.

Ich bin weiter darauf gespannt, Beispiele von Euch zu hören oder auch zu sehen - Ihr dürft hier auch eigene Bilder zeigen - die einen solchen Kampf veranschaulichen und die Euch wirklich tief bewegt haben.

@DerSchonWieder
Ich wünsche Dir, dass Du es auch wirklich abschließen überstanden hast. Man hört vieles über Langzeitfolgen, die teils sehr einschneiden für die Betroffenen sind.
Alles Gute weiterhin. :)

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BeitragVerfasst: Mi 13. Okt 2021, 07:04 
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Schwierige Frage und ich hoffe, das Bild geht nicht zu sehr in Richtung eines schwülstigen Heldenepos.
Vielleicht überraschst du uns ja mit einem Bild eines Neugeborenen, das gerade den wichtigsten Kampf seines kurzen Lebens überstanden hat?

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LG Frank

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BeitragVerfasst: Mi 13. Okt 2021, 07:59 
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pixiac hat geschrieben:
Schwierige Frage und ich hoffe, das Bild geht nicht zu sehr in Richtung eines schwülstigen Heldenepos.


Manche mögen schwülstige Heldenepen, ich eher weniger. Mir fällt zum Thema Der wichtigste Kampf deines Lebens sofort die ganz große Kunst des (übrigens sehr sympathischen) Pentaxkollegen ein, der mit einer 645 an der Serie NURSES ON THE FRONT LINE. The role of women in fighting the pandemia arbeitet, ausgezeichnet beim Wettbewerb der IPA 2021. Ich frage mich die ganze Zeit, ob mich die Fotos auch so berühren würden, wenn ich nicht solche Heldinnen in der Familie hätte. Wahrscheinlich aber schon. Sieht man sich aber mal die spärliche Zahl der Likes und Follower auf Andrzejs Profil an, dürften die meisten dann doch eher auf schwülstigere Heldenfotos stehen.

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Zuletzt geändert von mein Krakau am Mi 13. Okt 2021, 08:38, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 13. Okt 2021, 08:28 
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An Andrzejs Bildern finde ich nichts schwülstig Jan, ich finde sie großartig! Danke für den Tipp! :thumbup:

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BeitragVerfasst: Mi 13. Okt 2021, 08:41 
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pixiac hat geschrieben:
An Andrzejs Bildern finde ich nichts schwülstig Jan, ich finde sie großartig! Danke für den Tipp! :thumbup:


Missverständnis. :rolleye:

Habe den Text geändert, so dass es jetzt hoffentlich klarer wird. :ja:

Und ja: Ich finde die Serie auch phänomenal. In meinem Kopf ist das Foto der Pandemie.

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BeitragVerfasst: Mi 13. Okt 2021, 08:58 
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lab61 hat geschrieben:
Angeregt durch ein anderes Bild, welches hier gerade präsentiert wurde, möchte ich ebenfalls
ein Bild präsentieren. . . .


Wo isses denn?

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Unterstelle nie Bösartigkeit, wenn Dummheit als Begründung reicht. T-Shirtaufdruck eines Unbekannten


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