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 Betreff des Beitrags: Fotos Digitalisieren
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 12:30 
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Registriert: Sa 25. Feb 2017, 12:27
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Hallo Liebe Community
ich habe das Problem, dass ich alte Fotos digitalisieren möchte
ich mach es kurz
mein alter Scanner ist einfach Müll
habe ich bereits nachgeschaut und da auch schon einen passenden Kandidaten gefunden
Da ich aus einer etwas älteren Generation komme und keine ahnung habe muss ich auf euch zurückgreifen
Jetzt aber zu meiner Frage:
Wie viel € muss man tatsächlich für einen fotoscanner mit dias funktion ausgeben?
ich habe knapp 400 im Budget
Reicht das überhaupt?
ich freue mich auf Eure Antworten und Empfehlungen
Grüße
Euer Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Fotos Digitalisieren
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 12:43 
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Beiträge: 492
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Der Trend geht zum Abfotografieren (ggf. mit HDR-Funktion) statt zum Scanner. Wohl weil es kaum (noch) vernünftige Scanner gibt. Der Rollei in deinem Test fotografiert intern auch ab. Man bekommt ein JPG, dass man wohl meist dennoch nach bearbeiten muss. Ich würde da meine DSLR vorziehen, weil ich da zur Nachbearbeitung wenigstens ein RAW bekomme.

Aber im wesentlichen ist wohl alles eine Frage des Anspruchs, die meisten Leute werden mit der Qualität zufrieden sein. Aber die meisten Leute sind auch mit ihren Handy-fotos zufrieden.

Den verlinkten "Test" empfinde ich als inhaltsleeren Werbeartikel, aussagekräftiger sind manche Rezensionen auf dem großen Fluss.

Wenn es eine gute und einfache Lösung gibt, wäre ich da auch dran interessiert. (Wobei ich keine 400,- ausgeben würde)


Ralf

_________________
http://schueler.ws


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 Betreff des Beitrags: Re: Fotos Digitalisieren
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 12:57 
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Registriert: So 19. Okt 2014, 14:29
Beiträge: 1128
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Ich denke mit 400€ wirst du denke ich gut auskommen.
Allerdings wirst du dich entscheiden müssen, wieviel Arbeit du in die Digitalisierung stecken möchtest.
Ergebnisse wirst du relativ schnell und mit der passenden Software auch einfacher mit einem Scanner erreichen.
findest du einen sehr guten Artikel auf kwerfeldein.
Wenn du Zeit und Spaß am basteln hast, wirst du wahrscheinlich die besten Ergebnisse mit dem Abfotografieren von Negativen erreichen. Da kannst du dein Budget in eine gute Macrolinse stecken, die du auch abseits der Digitalisierung von Negativen nutzen kannst. Allerdings wirst du dich noch etwas in die Nachbearbeitung der Negative einarbeiten müssen.
gibt es ebenfalls einen Artikel von kwerfeldein.

_________________



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 Betreff des Beitrags: Re: Fotos Digitalisieren
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 14:14 
Diascanner gibt's meines Wissens noch von Plustek und Reflecta.

http://plustek.com/de/products/film-and-photo-scanners/

https://reflecta.de/de/products/list/~p ... anner.html

Ergänzung: Den Reflecta RPS 10M findet man über Preissuchmaschinen für unter € 600,00.


Zuletzt geändert von User_00337 am Sa 25. Feb 2017, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fotos Digitalisieren
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 14:16 
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KMP Team
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Registriert: Sa 1. Jun 2013, 19:07
Beiträge: 602
Wohnort: Wien
Diese Frage ist nicht trivial zu beantworten. Man muss mal unterscheiden:
[A] Liegen die Vorlagen mehrheitlich nur als Papier vor?
[B] Geht es um Negative?
[C] Geht es um Diapositive?
[D] Wenn Diapositive, sind sie in Magazinen gelagert?

Für [A] reicht ein guter Flachbettscanner ab ca. 100€, wobei Epson eine hervorragende Software mitliefert. Empfehlenswerte Modelle (von Epson] wären:
V300/330370 PHOTO (Einstiegsklasse rd. 100€) Bietet für kleines Geld überraschend gute Ergebnisse (siehe )
V500/550/600 PHOTO (Mittelklasse, rd. 250€) Billigste brauchbare Lösung für Mittelformat (siehe )
V750/800/850 (sehr teuer) Ich habe damit keine Erfahrung, denn in dieser Klasse ist der Kompromiss Flachbett/Durchlicht meiner Meinung nach keine gute Idee.

Bei [B] wird es schwieriger, da die Negativumrechnung immer eine haarige Sache ist. califax hat schon einen guten Link gepostet. Wie auch immer, Vuescan (käufliche Scansoftware) und Epson Scan (Beigabe bei Epson Scannern) führen in der Regel schneller zum Ziel, versagen aber bei schwierigen Fällen, bzw. verlangen gelegentlich nach ziemlich viel Gefrickel in der Nachbearbeitung.
Meine Meinung zu Negativen ist, dass 98% des Informationsgehaltes mit den oben genannten Mittelklasse Scannern erreichbar ist, für die restlichen 2 % fallen viel Arbeit (Abfotografieren) oder Geld (teurer Scanner) an.

Bei [C] und [D] beginnt der Spaß für gute Scans ab ca. 1300 € (nach oben völlig offen). Will man den persönlichen Aufwand in Grenzen halten, empfehlen sich die Magazinscanner von Pacific Image Electronics (hierzulande als Reflecta DigitDia 4000/5000/6000 oder auch Braun Multimag Slidecan 4000/6000 vermarktet). Damit und mit Vuescan als Scansoftware gelingen 95 von 100 Dias gut bis sehr gut, den Rest muss man abfotografieren, am besten mit KB-DSLR, Balgengerät und Diaduplikator. Alternativ kann man auf Ebay gute gebrauchte Nikon Scanner im satt 4-stelligen Bereich erwerben...

In jedem Fall ist aber Staub der Feind des guten Scans, daher lohnt sich zusätzlich die Anschaffung eines Modellbau/Airbrush Kompressors (ölfrei!).

_________________
LG
Matthias



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 Betreff des Beitrags: Re: Fotos Digitalisieren
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 15:15 
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Registriert: Di 19. Nov 2013, 15:32
Beiträge: 2853
Fotos scannen ist nicht unbedingt ideal. Wurde ja schon angesprochen, dass das Ergebnis in der Regel JPG, vielleicht auch PNG ist. Auf jeden Fall steckt in Negativen und Dias mehr drin als auf dem Foto zu sehen ist. Ich habe alle meine Dias aus dem Projektor abfotografiert. Das heißt ich habe am Ende RAW-Dateien, bei denen ich den Weißabgleich anpassen kann und viel mehr Details enthalten sind, die cih durch Anheben der Schatten z. B. hervorzaubern kann. Das Ergebnis bei Dias ist recht gut und einfach zu machen. Manche Filme haben allerdings Farben, die man nur schwer korrigieren kann.

Negative sind eine echte Herausforderung. Ich habe VueScan und (fast) alle anderen Tricks, die im Internet propagiert werden, ausprobiert. Die Farbwiedergabe kann ok sein, aber schnell kam ich immer an die Grenzen des Machbaren. Einzig ein Photoshop-Plugin "ColorPerfect" kann es wirklich grandios. Ich habe es mir letztlich gekauft, weil es als einziges in der Lage zu sein scheint, passende Konvertierung hinzubekommen. Auch Dias mit schwierigen Farben klappen damit hervorragend.

Insgesamt habe ich mich auch fürs Abfotografieren entscheiden, weil ich weiß, dass ich mit einem Scanner niemals fertig werden würde. Der andere Prozess braucht auch seine Zeit, aber er ist doch schneller - vor allem mit dem Dia-Projektor mit automatischer Bildweiterschaltung.
Ich habe kein spezielles Makro-Objektiv benutzt, sondern ein manuelles 50mm-Objektiv + den Keno 2x Macro-Teleconverter. Damit funktionierte das hervorragend und in sehr guter Qualität. Für die Negative habe ich mir eine andere Vorrichtung gebaut - ähnlich wie in dem zweiten Artikel von Califax genannt. Aber ja: Staub ist in jedem Fall ein großer Faktor. Sowohl bei Negativen/Dias und auch bei Fotos. Es kommt drauf an, wie viel Zeit und Aufwand du in die Sache stecken willst. Überschlage mal, wie viele Fotos es sind. Für einen 36er-Film brauche ich zwischen 20 und 30 Minuten, wenn ich die Negativstreifen abfotografiere. Das Aufwendigste ist tatsächlich fast die Vorbereitung, damit möglichst kein Staub im Spiel ist. Wenn man aber erst einmal angefangen hat, dann kann man das ganz gut durch ziehen und hat in einigen Stunden am Abend einige Filme im Kasten. Dann invertiere ich zunächst in Lightroom (schon beim Import) und schaue, welche Fotos es überhaupt wert sind, richtig bearbeitet zu werden. Meine Erfahrung zeigt mir, dass ein 36er-Film in der Regel nicht mehr als 7 oder 8 gute Fotos enthält. Ich habe 150 Filme und tausende von Dias. Mit einem Scanner würde das niemals fertig werden...

Bei der neuen Vorrichtung für die Negative kann ich übrigens auch Dias einsetzen. Dabei werde ich das 35er-Limited-Objektiv benutzen, welches ja auch ein Macro-Objektiv ist und extrem scharf obendrein. Ich könnte aber auch wieder mit dem 50mm+TC arbeiten. Also etwas unheimlich teures braucht man eigentlich nicht beim Abfotografieren von Negativen/Dias. Man sieht schon sehr schön die Körnung des Films. Also ist die Auflösung kein Problem. Die Dias und erste Negativ-Filme habe ich mit der K-30 bei 16 MP gemacht. Die zukünftigen werden mit der K-3 II entstehen bei 24 MP. Das ist eigentlich schon übertrieben viel Detail (und leider auch Dateigröße)... ;)

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Grüße vom Dunkelmann :hat:


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Wenn du tot bist, merkst du gar nichts davon, nur für dein Umfeld ist das hart.
Genauso ist es, wenn du blöd bist. (Quelle: unbekannt)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fotos Digitalisieren
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 16:04 
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KMP Team
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Registriert: Sa 1. Jun 2013, 19:07
Beiträge: 602
Wohnort: Wien
Dunkelmann hat geschrieben:
... dass das Ergebnis in der Regel JPG, vielleicht auch PNG ist....

Das trifft nur zu, wenn man einen der unsäglichen "Super"-Scanner von Aldi/Hofer/Tchibo/Eduscho/Pearl nimmt. Auch Rollei ist letztlich nur noch ein Name ohne Bedeutung. Jeder vernünftige Scanner bietet ein Scanmodul, das direkt in die Zielanwendung scannen kann und dort kann man dann durchaus in Tiff speichern, womit auch alle Möglichkeiten offen stehen.

Dunkelmann hat geschrieben:
... dass ich mit einem Scanner niemals fertig werden würde...

Das stimmt nur dann, wenn man nicht mit einem Magazinscanner ans Werk geht. Bei Negativen ist die Nachbearbeitung so oder so der zeitintensivste Faktor. Bei Dias kann der Scannner ein 50er, 80er oder 100er Magazin durchaus in der Nacht unbeaufsichtigt erledigen, danach bleiben eine handvoll übrig, die um Abfotografieren betteln.

Zugegeben, ein umgebauter Diaprojektor verbindet die Vorteile beider Methoden, braucht aber trotzdem etwas Bastelgeschick und unbeaufsichtigt geht eher nur bei sehr viel Bastelaufwand. Ggf. hilft ein Projektor mit Intervallschaltung, die hoffentlich halbwegs konstant läuft, sodass sich das mit der Kamera synchronisieren lässt. Aber ehrlich gesagt, mir ist leid um meine Pradovits, ich bringe es nicht übers Herz, sie dafür zu "missbrauchen".

Dunkelmann hat geschrieben:
...Man sieht schon sehr schön die Körnung des Films. Also ist die Auflösung kein Problem....

Als die Digitalkameras aufkamen, gab es hitzige Diskussionen, wie hoch die Auflösung eines Diafilms sei. Nach allem, was ich gesehen habe, liegt sie wohl zwischen 10 MPix (Brot und Butter 100 ASA Amateurfilm) - 12MPx (Ektrachrome Professional 200) und etwa 18-20 MPix (Kodachrome 64). Ein Scanner mit echten 3000dpi oder eine Digitalkamera mit 16 MPix ist somit absolut ok bzw für die meisten Amateure mehr als ausreichend.

_________________
LG
Matthias



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