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 Betreff des Beitrags: Makro und Blende (Tiefenschärfe)
BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 18:44 
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Hi Forum,

ich war heute mal auf Blumen- und Bienenjagd. Sonne, wenig Wind, mild. Feines Fotowetter.
Also 16-50 F2.8 drauf und los.

Zuhause dann die Bilder gechecked und festgestellt, dass teils bei Bienen schon wenige Millimeter
von knackscharf zu flausch übergehen, wenn diese nicht exakt im 90 Grad Winkel zu mir krakselten.
Blenden: 4 - 6 habe ich verwendet. Bei dem Licht hätte ich deutlich kleiner gehen können.

Nun meine Fragen:

Das Objektiv ist kein ausgewiesenes Marko, aber generell geht es mir "dicht genug"
dran. Verschafft mir ein 1:1 Makro mehr Tiefenschärfe?

Wenn ich sehr dicht am Objekt bin (50mm Brennweite), geht natürlich nicht viel mit Tiefenschärfe.
Zu kleine Blende und das Bild wird insgesamt unschärfer. Habt Ihr einen Tip oder eine Faustformel
für die Blende für bessere Tiefenschärfe, ohne dass das Bild "matscht"?

Ich habe schon die Suchfunktion angeschmissen, aber bin nicht so recht fündig geworden ...
VG
Fin

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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 18:51 
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Allgemein gilt, dass die Tiefenschärfe umso geringer ist, desto formatfüllender das Objekt der begierde ist. Makros werden daher teils mit Blende 11 aufwärts geeschossen. allgemein solltest du versuchen die Augen Scharfzubekommen. Dann stört der Übergang auch nicht so sehr. Und wisse, dass beim makro eh 4/5 Bilder Ausschuss sind. Falls du dich noch mehr für das Kleine interessierst, könntest du mal Methusalem anschreiben, der kann dir sicher noch 1-2 Tips mit auf den Weg geben. PS: die richtig Knackscharfen Insekten werden übrigens an toten Lebewesen durch aufeinanderlegen von Bildern erstellt.

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Viele Grüße

Scynja
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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 18:54 
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KMP Team
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Hi,

ein 1:1 Makro verschafft Dir nicht mehr Schärfentiefe.
Die Tiefenschärfe ist einzig und allein von Abbildungsmaßstab und Blende abhängig. Je größer der Abbildungsmaßstab, desto kleiner die Tiefenschärfe.
Bei Nahaufnahmen im Bereich 1:2 bis 1:1 sind Blende zwischen 10 und 22 nicht verkehrt. Bei "normalen" Objektive beginnt in dem Bereich ab F16 schon mal die Beugungsunschärfe sichtbar zu werden. Die Makrolinsen sind da aber meist noch gut verwendbar.

Wenn du die Blende nicht so weit schließen kannst, dann hilft nur stacken für mehr Schärfentiefe.

Gruß René

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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 19:26 
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Hallo,

vielen Dank für die schnellen und aufschlussreichen Antworten!
Dann also hoch mit der Blende und probieren.

Stacking kenne ich bislang nur aus der Mondfotografie (Freeware Tool) zwecks Rauschreduktion.
Ich könnte mit vorstellen, dass man das auch mit ein wenig Gebastel mit Photoshop
hinbekommt, die Schärfe zu optimieren, wenn der Schärfepunkt "wandert"...

Gibt es eigentlich eine Fokus-Shift-Funktion für eine Reihe von Fotos? (Analog Belichtungsreihe)
Also einmal zu "dicht", einmal "direkt drauf" und einmal "zu weit"? Wenn das schnell genug geht,
könnte das auch für lebendes Getier reichen ...

VG
Fin

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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 19:38 
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Registriert: Di 5. Jan 2016, 16:24
Beiträge: 631
finlan hat geschrieben:
Stacking kenne ich bislang nur aus der Mondfotografie (Freeware Tool) zwecks Rauschreduktion.
Ich könnte mit vorstellen, dass man das auch mit ein wenig Gebastel mit Photoshop
hinbekommt, die Schärfe zu optimieren, wenn der Schärfepunkt "wandert"...


Schau mal

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Viele Grüße aus dem Rheinland
Der Michel


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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 19:49 
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DerMichel hat geschrieben:
finlan hat geschrieben:
..., wenn der Schärfepunkt "wandert"...


Schau mal


Hatte ich die Tage schon beim Schmökern im Forum gesehen.
Nun weiß ich auch wozu das gut wäre :lol:

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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 19:58 
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Hi Fin

Um an das Thema heran zu kommen,würde ich es erstmal ganz konventionell angehen.
Ich würde mit "zarten" Maßstäben anfangen,das ist vollkommen ausreichend zum Anfang :ja:
Du brauchst zum Anfang auch nicht gleich ein Macro Objektiv.Deine sehr hoch auflösenden Linsen,(DA300! und 16-50/50-135) reichen erstmal dicke ,für brauchbare
Aufnahmen von zB Bienen oder ähnlichem.
Wenn Du mit den Teilen an der Naheinstellgrenze fotografierst und anschließend etwa 20-50% Croppst passt das schon !!!
Investiere erstmal nix in Software oder Macroobjektive,sondern fotografiere einfach Kleinzeugs!
Dann merkst Du sehr bald ob es Dir wirklich taugt,und Du hast die spezifische Macroproblematik dann schon etwas kennenglernt,und weist schon ein bischen wie der Hase läuft :lol:

Das DA300 ist übrigens sehr vorzüglich als pseudo Macro zu benutzen!!! :ja: :ja: :ja: mit 1.4m Naheinstellung ist es für Schmetterlinge,Libellen......... super!!!
und auch die Bildquali ist schwer in Ordnung!

Zu den Blenden ist es immer so ne Sache :mrgreen: Am Anfang ist es auf jeden Fall kein Nachteil die Blende etwas zu schließen.Die Beugungsunschärfe und die Gestaltung des Hintergrundes
im Bild sind jedoch schon auch Thema!
Also ich denke wenn Du mit Deinen Objektiven arbeitest,bei humanen Maßstäben,müßte ein Bienchen zB mit 5.6-11 zu machen sein.Völlig durchgängig scharf ist auch nicht immer
nötig (und ist es in den wenigsten Fällen)es geht mehr darum den Fokus richtig zu positionieren und es zu lernen die Cam gut auf das Motiv auszurichten.
(ohne diese Kenntnisse bringt auch die ganze Stackerei nix :nono: ).
Wenn Du die Basics drauf hast werden Dir auch schon mit Deinen Objektiven tolle Nahaufnahmen gelingen :ja:
Will damit sagen das Du erstmal kein Geld ausgeben mußt :lol: sondern einfach "nur" Nahaufnahmen üben mußt :lol:
Und wenns Fragen gibt, einfach fragen! ')
Der Rest kommt dann von selbst!

Nen besseren Tip habe ich nicht,aber er ist umsonst :lol: :cheers:

Bernd

beste

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Ich habe,glaube ich,die Zwischenstufe zwischen Tier und Homo sapiens gefunden. Wir sind es.
(Konrad Lorenz)


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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 20:18 
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Registriert: Mo 12. Jan 2015, 13:33
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apollo hat geschrieben:
Die Tiefenschärfe ist einzig und allein von Abbildungsmaßstab und Blende abhängig.

Sic! :cap:


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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 20:25 
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Registriert: Sa 13. Sep 2014, 11:05
Beiträge: 7921
mesisto hat geschrieben:
apollo hat geschrieben:
Die Tiefenschärfe ist einzig und allein von Abbildungsmaßstab und Blende abhängig.

Sic! :cap:


eigendlich schon :ja: :mrgreen: , nur wenn man es gaaaaanz genau nimmt,......dann :ichweisswas: :lol: :lol: :lol:

Bernd

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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2016, 20:48 
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Wohnort: Herrnburg
Methusalem hat geschrieben:
Hi Fin

Um an das Thema heran zu kommen,würde ich es erstmal ganz konventionell angehen.
...
Und wenns Fragen gibt, einfach fragen! ')
Der Rest kommt dann von selbst!

Nen besseren Tip habe ich nicht,aber er ist umsonst :lol: :cheers:

Bernd

beste


Hallo Bernd,

vielen Dank für die ermunternden Worte!
So werde ich es machen (auch wenn ich schon wild nach dem 100er WR gegoogled habe).
Das 300er als Makro hatte ich eher mal . Versuche ich mal mit Bienen/Blu klmen.

Also Versuch macht kluch ... Ergebnisse folgen.

VG
Fin

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