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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 14:56 
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Hallo zusammen,

ich stieß mal wieder über einen Artikel zum Thema Stromversorgung einer DSLR mit Hilfe einer USB-Power-Bank.
Dazu gab es in der Vergangenheit lebhafte und kontroverse Diskussionen hier im Forum.

Kurz zur Vorgeschichte in meinem Fall: ich mache auch Musik und habe einige Geräte, die mit einer 9-Volt-Batterie oder einem entsprechenden Netzteil mit Strom versorgt werden wollen. Beides kann lästig sein, da die Batterie mal leer sein kann oder umständlich gewechselt werden möchte, odere im Fall des Netzteils eben die Erfordernis einer Steckdose usw...

Nun gibt es z. B. den pfiffigen Entwickler, der hinter dem steckt. Ich habe mir mal so ein Kabel bestellt und es funktioniert hervorragend. Aus den 5 Volt eines USB-Anschlusses kommen feine 9 Volt heraus. Es ist im Grunde nur ein etwas größerer USB-Stecker und am anderen Ende ein DC-Hohlstecker.

Ich habe mal nachgeschaut, welche Spannung denn das Pentax-Netzteil "Pentax K-AC132" liefert, das als Zubehör für die K-3 II angegeben wird. Das scheinen 8,3 Volt zu sein. Nun war meine Überlegung: wenn man da noch eine Schottky-Diode in Reihe schaltet, die 0,7 V "abzwackt", dann sollte das doch schon klappen, oder? Die Frage wäre nur: wo bekommt man diesen Stecker her, der an der Kamera angeschlossen wird und wie wird er mit der Spannungsquelle verbunden...
Alternativ könnte man sich einen Dummy-Akku vorstellen, aber deren Spannung ist ja mit 7,2 Volt noch geringer und würde noch mehr Dioden erfordern... (wäre natürlich auch kein großes Problem...)

Was haltet ihr von der Idee? Irgendwelche Bedenken?

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Grüße vom Dunkelmann :hat:


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 15:20 
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Nun abgesehen vom Stecker kommt noch folgendes dazu:

Beim Pentax K-AC132 (bzw. kompatiblen) ist was mit 8.3V und 2A angegeben. Wenn die Sekundärlast das wirklich benötigt, dann würde auf der 5V Leitung irgendwas mit etwas über 3A liegen (Wandler Verluste lasse ich mal aussen vor).
Das würde auf der 5V Schiene was USB angeht es langsam knapp bei über 3A, da wird dann PD oder QC2.0, QC3.0 benötigt, um die Leistung zu bringen.... Ich bezweilfel, dass das USB Schüffelstück von Dir PD oder QC unterstützt....
Problematisch kann auch der Einschalt Moment sein, da stehen, trotz Schottky Diode die vollen 9V an der Buchse. Inwieweit die Kamera die 0.7V verträgt weiss nur Pentax.


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 15:47 
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BorisDieBestie hat geschrieben:
Nun abgesehen vom Stecker kommt noch folgendes dazu:

Beim Pentax K-AC132 (bzw. kompatiblen) ist was mit 8.3V und 2A angegeben. Wenn die Sekundärlast das wirklich benötigt, dann würde auf der 5V Leitung irgendwas mit etwas über 3A liegen (Wandler Verluste lasse ich mal aussen vor).
Das würde auf der 5V Schiene was USB angeht es langsam knapp bei über 3A, da wird dann PD oder QC2.0, QC3.0 benötigt, um die Leistung zu bringen.... Ich bezweilfel, dass das USB Schüffelstück von Dir PD oder QC unterstützt....
Problematisch kann auch der Einschalt Moment sein, da stehen, trotz Schottky Diode die vollen 9V an der Buchse. Inwieweit die Kamera die 0.7V verträgt weiss nur Pentax.


Das ist interessant. Zu der Stromstärke konnte ich nichts finden zu dem Teil, kann mir aber nur schwer vorstellen, dass die Kamera 2 A zieht... Aber vielleicht weiß da jemand auch mehr.
Grob überschlagen: wenn ich mal den Ansmann-Akku anschaue, der gerade drin ist, dann sehe ich was von 1600 mAh. Bei einer Extremnutzung mit permanentem LiveView könnte ich mir denken, dass der Akku nur für 2 Stunden ausreicht. Ich habe das noch nie so ausprobiert, aber nach Foto-Sessions mit viel Stativ und LiveView war ein Akku schon mal nach einer Weile leer. Ok, bei dieser Annahme hätte man eine durchschnittliche Stromstärke von 800 mA. Also wäre man mit einer Power-Bank, die schnelles Laden unterstützt (ca. 2 A) vermutlich ausreichend ausgestattet. Die aktuellen Anker-Power-Banks haben PD und sollten diesbezüglich geeignet sein.

Ich habe aktuell keinen dringenden Bedarf an der USB-Stromversorgung meiner Kamera(s), aber es wäre interessant herauszufinden, ob man mit einfachen Mitteln wie diesem Adapterkabel "Birdcord" (damit gehen 1000 mA bei entsprechender USB-Spannungsquelle) und wenigen Bauteilen sowas hinbekommen kann. Der Stecker könnte noch Kopfschmerzen verursachen. Ist das ein proprietäres Format?

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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 15:57 
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Der Strombedarf ist alles andere als gleichmäßig, bei intensiven Berechnungen (z.B. HDR, PixelShift) ist es wahrscheinlich deutlich mehr als der Durchschnitt und 16W gegenüber (10W*90% - 0.7V*2A) sind schon erheblich - da bleibt nur die Hälfte übrig. Eine normale Silizium-p-n-Diode kommt auf 0.7V, Schottky-Dioden eher auf 0.4V Spannungsabfall.


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 16:05 
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Dunkelmann hat geschrieben:
Ich habe mal nachgeschaut, welche Spannung denn das Pentax-Netzteil "Pentax K-AC132" liefert, das als Zubehör für die K-3 II angegeben wird. Das scheinen 8,3 Volt zu sein. Nun war meine Überlegung: wenn man da noch eine Schottky-Diode in Reihe schaltet, die 0,7 V "abzwackt", dann sollte das doch schon klappen, oder?

Ich würde vermutlich nix "abzwacken", der BG kommt ja auch mit 6x1,5 V, 9 V dürfte noch passen.

Dunkelmann hat geschrieben:
Die Frage wäre nur: wo bekommt man diesen Stecker her, der an der Kamera angeschlossen wird und wie wird er mit der Spannungsquelle verbunden...

Such mal nach "MQ172-3SA-CV(50)" von Hirose.

Dunkelmann hat geschrieben:
Was haltet ihr von der Idee? Irgendwelche Bedenken?

Die Belastbarkeit sehe ich auch als Problem. Auf der von dir verlinkten Seite steht was von 1 A ausgangsseitig. Musste halt probieren, welche Betriebszustände der Kamera du damit abdecken kannst. Video/LiveView dürfte wohl flach fallen.

mfg tc


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 16:11 
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ich hätte da Bauchschmerzen - nein nicht 8,3 zu 9 Volt.

Nach meinem Wissenstand ist die Aussage: USB liefert 0,1 bis 0,5 Ampere (usb2 / Usb 3 0,15 bis 0,9 A) , das was mir Sorgen macht - entweder kommt an der Kamera nicht genug Power an, oder die USB-Kontakte kommen ins glühen, weil mehr Strom gesaugt wird, als vorgesehen

Das Netzteil von Pentax ist ja mit 2 Ampere beschrieben.


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 16:27 
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Ich habe hier ein USB Ladegerät, das 18 watt raushaut. So pauschale Annahmen zu USB halte ich für gewagt.


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 17:05 
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beholder3 hat geschrieben:
Ich habe hier ein USB Ladegerät, das 18 watt raushaut. So pauschale Annahmen zu USB halte ich für gewagt.


Ich bin mal von der Definition für USB ausgegangen, (18 W bei 8,3 V sind nach meiner Rechnung etwa um die 2 A)
Manches Notebook liefert schon nicht genug Power für 2 USB-Sticks über einen USB-Port angeschlossen …
Definition ist halt und dort under Spannungsversorgung.

Eines meiner Notebooks hat nun eine defekte USB-Buchse, weil halt mehr Strom gezogen wurde, als die am Mainboard angebrachte USB-Schnittstelle liefern konnte.


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 17:10 
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Jee hat geschrieben:
Eine normale Silizium-p-n-Diode kommt auf 0.7V, Schottky-Dioden eher auf 0.4V Spannungsabfall.


Naja, eine Schottkydiode vom Typ "SR 506 TSC" hat schon genau einen Spannungsabfall von 0,7 V. Das würde passen.

nacht_falke hat geschrieben:
Nach meinem Wissenstand ist die Aussage: USB liefert 0,1 bis 0,5 Ampere (usb2 / Usb 3 0,15 bis 0,9 A) , das was mir Sorgen macht - entweder kommt an der Kamera nicht genug Power an, oder die USB-Kontakte kommen ins glühen, weil mehr Strom gesaugt wird, als vorgesehen

Das Netzteil von Pentax ist ja mit 2 Ampere beschrieben.


Die 0,5 A für USB-Ausgänge beziehen sich ja auf die ganz alte USB-2-Spezifikation, wenn ich mich nicht irre. Klar, solange man nicht weiß, das ein entsprechendes Gerät mindestens 2 A über USB liefern kann, sollte man mit solchen Spielchen gar nicht anfangen...
Oftmals sind solche Netzteile ja stark überdimensioniert. Sie sollen ja für eine ganze Reihe von Geräten passen und idealerweise auch zukünftige, leistungshungrigeres Equipment bedienen können. Insofern bin ich mir nicht sicher, ob da wirklich 2 A benötigt werden, aber eine gewisse Sicherheitsreserve ist natürlich zu berücksichtigen. Solche Adapter unter 100%-Last zu betreiben wird ja auch nicht empfohlen...

tabbycat hat geschrieben:
Ich würde vermutlich nix "abzwacken", der BG kommt ja auch mit 6x1,5 V, 9 V dürfte noch passen.
...
Such mal nach "MQ172-3SA-CV(50)" von Hirose.
...
Die Belastbarkeit sehe ich auch als Problem. Auf der von dir verlinkten Seite steht was von 1 A ausgangsseitig. Musste halt probieren, welche Betriebszustände der Kamera du damit abdecken kannst. Video/LiveView dürfte wohl flach fallen.


Das mit dem Batteriegriff ist eine interessante Idee. Von Drittherstellern gibt es ja recht günstige, wenn man sie hauptsächlich hierfür verwenden wollte. Diesen Stecker habe ich nach kurzer Recherche nicht gefunden, also eine Bezugsquelle...

So eine Lösung sollte natürlich schon die üblichen Betriebsmodi unterstützen, aber andererseits ist ein Batteriegriff vielleicht immer noch der einfachste Weg, um mehr "Treibstoff" für die Kamera zu haben. Immerhin kann man dort entweder AA-Akkus reinpacken oder zwei K-3-Akkus - und einen weiteren in die Kamera. Im einfachsten Fall könnte man dann auch darin einen Anschluss für so eine externe 9-V-Spannungsquelle einrichten. So könnte die Wetterfestigkeit auftrecht erhalten werden, was nicht verkehrt ist.

Ich bin auch gerade wieder über einen verwandten Beitrag hier im Forum gestoßen, den ich mit schon mal als Lesezeichen gesetzt hatte:
Die Sache mit der Abschaltung einer Power-Bank hatte ich jetzt nicht mehr auf dem Schirm...

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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2020, 17:40 
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Beiträge: 756
Dunkelmann hat geschrieben:
Diesen Stecker habe ich nach kurzer Recherche nicht gefunden, also eine Bezugsquelle...

Ich glaube mich zu erinnern, dass die letzten beiden Angaben nur die elektrischen Parameter angeben, also 3 A Maximalstrom und 50 VDC Maximalspannung in meinem Posting. Hier wären demnach auch andere Versionen denkbar, soweit ich gesehen habe gibt es auch Ausführungen mit 4 A und/oder 30 VDC. Am Besten mal direkt bei Hirose die Specs anschauen und dann hierzulande etwas Passendes finden.

mfg tc


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