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 Betreff des Beitrags: Bildanmutung JPG K50 vs. Kp vs K-1
BeitragVerfasst: So 1. Dez 2019, 18:11 
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Hallo Ihr Lieben, :wink:
seit meine K-50 vor einiger Zeit Geschwisterchen in Form einer Kp und K-1 bekommen hat beschäftigt mich das Thema Bildanmutung der JPGs Out-Of-Cam doch nachhaltiger als erwartet. Die K-50 weis mit schönen und gefühlt stimmigen Farben und einem insgesamt sehr schönen Bildeindruck der JPGs zu begeistern. Auch wenn ich mir die Fotos meiner alten ist-DS ansehe, bin ich immer wieder verblüfft über die schönen und lebendigen JPGs die mit ihr entstanden sind (darin werkelt ja noch ein aus der Mode gekommener CCD-Sensor...).
Im direkten Vergleich dazu fallen die JPGs der Kp und K-1 etwas ab, interessanterweise sind sich die Kp und K-1 dahingehend deutlich ähnlicher als z.B. die K-50 zur Kp, wobei die K-1 da noch einen Ticken besser zu gefallen weis. (Die Auflösung ist nicht das Thema, gerade die K-1 beeindruckt mit Ihrer fantastischen Detailfülle in den Bildern absolut).
Ich habe schon einige Zeit investiert und mit den verschiedenen JPG-Einstellungen experimentiert - zwar konnte ich die eine oder andere Verbesserung erzielen, aber so richtig glücklich bin ich ehrlich gesagt noch immer nicht. :cry:

Versteht wer was ich meine? :kopfkratz: Geht das nur mir so oder gibt es noch mehr die einen ähnlichen Eindruck haben? Mit welchen Stellschrauben gelingt hier ggf. eine möglichst optimale Annäherung an die K-50?
(Standardmäßig ist bei mir zwar RAW+JPG eingestellt, möchte mir den Umweg über PPL, LR & Co aber ersparen bzw. nur für echte Perlen den Aufwand treiben. Ziel ist es den optimalen Bildeindruck der JPGs OOC zu erreichen).

Lieben Dank vorab für jeden hilfreichen Tipp dazu!


(Ich hoffe hier mit dem Thema die richtige Rubrik getroffen zu haben, ansonsten bitte den Beitrag gerne passend verschieben)

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-cu
Andi :wink: - https://www.moppedcafe.de


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BeitragVerfasst: So 1. Dez 2019, 18:22 
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Beiträge: 4734
Bilder wären hilfreich.

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Freundliche Grüsse aus der Schweiz


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BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2019, 00:00 
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Registriert: Mi 7. Jun 2017, 20:53
Beiträge: 112
Ich verstehe vollkommen was Du meinst und ich kann Dir sagen, dass Dich darin kaum einer verstehen wird. Ich habe dieses Thema schon oft in einem anderen Forum angesprochen und es gibt sehr wenige Leute, die das nachvollziehen können und ich freue mich, wenn ich mal von einem Gleichgesinnten lese. Ich könnte Abhandlungen darüber schreiben. Ich will es aber kurz machen. Meine Erfahrungen sind, dass alle Kamerahersteller nicht mehr diese natürlichen und knackigen Farben - schöne Bildanmutung haben, wie früher. Ich bin da auch sehr sensibel, muss ich hinzu sagen. Wie Du schon schreibst, die Auflösung ist besser bei den Neuen, auch der Dynamikumfang, das Rauchen sowieso. Mir ist das schon bei Samsung NX aufgefallen, wo die 20MP Kameras, ab 2012 - aber noch schlimmer aber 2015 - regelrecht hässliche JPG`s produzierten und kaum jemand scheint das aufgefallen zu sein. Ich habe tausende Bilder aller möglichen Kameras analysiert und es ist überall das Selbe. Deswegen bin ich bei Pentax gelandet, weil die noch die besten JPG haben, aber der 16MP ist etwas besser wie die 20MP (KS-1 habe ich) und die sind wieder etwas besser wie die 24 MP. Und ich hätte schon lange eine K1, wenn mir die JPG besser gefallen würden, aber sie sind nicht besser wie bei meiner KS-1, mit der ich nicht immer zufrieden bin. Deshalb ist mittlerweile meine Hauptkamera eine Samsung NX100 und NX10 aus dem Jahre 2010/11. In dieser Zeit hatte viele Hersteller noch ne schöne Bildanmutung. Ein Tipp für Dich wäre vielleicht folgender: Ich habe entdeckt, dass das Tamron 17-50 2.8 in der Bildanmutung noch so oldschool ist und bin mit diesem an der KS-1 sehr zufrieden. Macht oft sehr schöne Bilder auch von der Bildanmutung her. Dafür habe ich mein sehr gutes 20-40 aufgegeben. Ich hatte sogar mal die Idee, dass das alte Tamron 28-75 vielleicht an der K1 ne ähnliche Bildanmutung haben könnte, wie das 17-50 an APS-C, habe das dann aber wieder verworfen, nachdem ich einige Beispielbilder gesehen habe. Auch eine altes, z. B. Sigma 30 1.4 EX DC ist von der Bildanmutung etwas besser wie die neuen HD Objektive, die verstärken das eher noch -ist aber Geschmackssache und ganz viele Leute werden das nicht nachvollziehen können oder wollen ;-) Natürlich spielt es auch ne Rolle, welchen Monitor man hat. Ich habe einen ganz gut kalibrierten Eizo und einem 17 Zoll Laptop. Da kann es auch Unterschiede geben, aber der Unterschied in der Bildanmutung ist bei beiden Monitoren ersichtlich, interessanterweise beim Laptop stärker, weil der Monitor Farben verstärkt. Bleibt noch die Frage warum das so ist. Erst dachte ich es liegt an der erhöhten MP Zahl der neueren Cams, aber das kann es nicht sein, weil meine HP Photosmart aus 2004 hat einen kleineren Pixelpitch, als eine 1 Zoll Kamera von heute. Meine jetzige These lautet: Schuld sind die modernen Sensoren, bei denen ab ISO 800 das Rauschen technisch unterdrückt wird und damit auch viele Informationen. Wenn man sich die Bilder mal bei 800% anschaut, wird man bei neuen Sensoren viele farbige Flächen sehen (ganz schlimm bei Fuji), während bei den alten Sensoren sind mehr Infos - Grautöne etc. zu sehen. Noch besser als die 16MP sind dann die 14MP, aber man muss den richtigen Kompromiss zwischen Auflösung, Rauschen und Bildanmutung finden. Mit RAW wird es natürlich auch besser, aber nicht zufriedenstellend für mich. Also behalte Deine 16MP :)

anbei mal ein Beispielfoto von der Kombi KS-1 Tamron 17-50 mit dem ich sehr zufrieden bin - das frische Grün des Frühlings und Frühsommers sind die härtesten Anforderungen an die Kamerafarben und nur dann würde ich eine Kamera testen, im farblosen, ungrünen Winter sind sie alle gut - im Mai aufgenommen
Bild


und mit dem bin ich nicht zufrieden bin

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und dasselbe mit dem Pentax 20-40 ansonsten selbe JPG Einstellungen (noch weniger zufrieden)

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und hier jetzt mal der Vergleich zwischen der 16MP K-01 und der 20MP KS-1 (in der Reihenfolge), die 16MP sind m. M. etwas kanckiger farblich, wie schärfemäßig und auch angenehmer, wobei der Unterschied oft nicht oder kaum oder nur gering ist, aber über viele Bilder hinweg, ist die Bildanmutung eine andere

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leider verbessert meiner Meinung nach alles Schräubchen drehen in den Einstellungen und auch RAW nichts fundamental


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BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2019, 06:13 
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Beiträge: 381
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Nehmt doch mal mit den Kameras Farbkarten auf und vergleicht deren Ergebnisse, vielleicht findet ihr so eine Möglichkeit die Bildanmutung anzugleichen. Zumindest aus Raw heraus müsste es dann möglich sein.

z.B. den X-Rite ColorChecker

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Meine Bilder unterliegen http://creativecommons.org/licenses/by- ... .0/deed.de" cc-by-nc-sa 3.0 Lizenz, sie dürfen bearbeitet und im selben Thread wieder eingestellt werden. Meine Bilder: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Joergens.mi


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BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2019, 06:58 
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Ich bin erst seit der K-10 in 2006 bei Pentax und hatte neben dieser noch die K-20/ K-3/K-3II und habe jetzt die K-1.

Jede dieser Kameras hatte/hat in ihren Grundeinstellungen unterschiedliche Farbanmutungen- bedingt halt durch verbesserte Technologie in Punkto Sensoren usw.
Ich habe diesen Grundeinstellung sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt und mich ausgiebig mit den in der Kamera angebotenen Einstellungen beschäftigt :ja: .
Es ist ja auch bekannt dass PENTAX sich recht neutral in den Farbdarstellungen gegenüber den anderen Herstellern verhält- dies weiß man und muss entsprechend reagieren :ja: 8-)
Über die Menüpunkte> Leuchtend/Natürlich/Portrait>... sowie Tageslicht/Schatten usw. habe ich die für mich, also meine Farbwahrnehmung notwendigen Einstellungen fixiert :ja: .
Natürlich ist dies alles vor Ort abhängig von Licht/Tageszeit/Umfeld usw.- ich mache mir stets die Mühe vor dem aufzunehmenden Objekt ein Probebild zu machen und dann die entsprechende Einstellung für die weiteren Aufnahmen festzulegen :ja:

Ist in der heutigen Zeit mit SD-Karten kein Thema mehr und ich weiß doch schon im Vorfeld wohin ich gehe und was ich ablichten will- dementsprechend mache ich die ersten Vorbereitungen bereits Zuhause 8-)
Vor Ort ist dann Feintuning angesagt :ja: 8-)

Meine Meinung zu diesem Thema

NG
Ernst

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BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2019, 08:49 
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@Marcelli: wow, vielen Dank für Deine sehr ausführliche Schilderung! Besonders bei den letzten beiden Bildern ist der Unterschied sehr deutlich. Gelb/Orange/Grün sind auch nach meiner Beobachtung die Farbebereiche, wo Unterschiede am deutlichsten zu Tage treten. Und insbesondere Hauttöne. (Daher tue ich mich etwas schwer ad hoc ein paar Beispielbilder einzustellen, da mir das gerade bei Personenaufnahmen besonders aufgefallen ist, wegen Recht am persönlichen Bild und so...)
In erster Näherung scheint es mir eine gewisse (partielle!) Betonung im Magenta-Bereich zu geben, die da einen nachhaltigen Einfluß auf den Farbeindruck ausübt. Meine Versuche diese Betonung über die üblichen Stellschrauben abzumildern führten bisher nur zur Verschlimmbesserung dafür in anderen (Farb-)Bereichen. Auch mit der WB habe ich experimentiert, meist steht diese bei mir auf AWB weil unterm Strich diese doch recht ordentlich funtioniert. Das "Problem" dabei ist das die WB im wesentlichen nur die Farbtemperatur insgesamt angleicht, also letztlich diese beobachtete partielle Farbabweichung auch nicht korrigiert sondern allenfalls verlagert.
Ganz interessant ist auch was Serdar Urgulu (https://www.phototours4u.com/erfahrungs ... entax-k-1/) zum Thema Farbwiedergabe bei der K-1 schreibt. Ich würde es als gewisse "Härte" in den Bildern umschreiben und empfinde das ähnlich wie Urgulu. Da er vorwiegend über RAW arbeitet, scheidet sein Lösungsvorschlag eine andere Farbkalibrierung zu verwenden für JPGs OOC ja leider aus.

@Ernst: naja, eigentlich ist es mein Ziel eine gute Grundeinstellung zu finden die i.d.R. immer funktioniert, ist ja bei der K-50 auch so. Für jede Situation erstmal bei den Bildparametern rumschrauben kann es doch auch nicht sein... Gerade bei der K-1 muss man ja aufpassen an welcher Stelle man Settings ändert, weil eine ganze Reihe davon nach der Aufnahme den Bildprozessor schwer beschäftigen und dabei schnell aufeinanderfolgende Einzelaufnahmen und Serienaufnahmen unmöglich machen! Als ich die K-1 neu hatte und gleich den Bildpreset in Richtung mehr Gefälligkeit modifizierte, dachte ich erst das Ding wäre defekt bis ich diesen Zusammenhang erstmal rausgefunden hatte !?! :(

Ganz ehrlich? Ich würde fast lieber wieder mehr mit der K-50 fotografieren, aber hier hat mich schon sehr oft dieser blöde Shutterblur bei 1/90 - 1/125s geärgert und reihenweise Bilder versaut (insbesondere bei Macro-Aufnahmen!) und zum Zweiten hin und wieder schon mal das Problem mit der berüchtigten Blendensteuerung (Bild zu dunkel) aufgetreten ist. (Da ist mein Vertrauen in die Zuverlässigkeit der K-50 leider etwas dahingeschmolzen - aber das ist ein anderes Thema.)

Mal sehen ob ich da ein paar aussagekräftige Beispielbilder rausfischen kann bzw. mal eine Versuchsreihe erstelle. Hier im Forum sind ja doch viele Besitzer mehrerer Gehäuse, daher habe ich ja die Hoffnung, dass noch einige mehr sich mit der Angleichung der Bildquali JPG OOC beschäftigt haben? :cap:

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BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2019, 08:59 
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Andi-mc hat geschrieben:
@Ernst: naja, eigentlich ist es mein Ziel eine gute Grundeinstellung zu finden die i.d.R. immer funktioniert, ist ja bei der K-50 auch so. Für jede Situation erstmal bei den Bildparametern rumschrauben kann es doch auch nicht sein... Gerade bei der K-1 muss man ja aufpassen an welcher Stelle man Settings ändert, weil eine ganze Reihe davon nach der Aufnahme den Bildprozessor schwer beschäftigen und dabei schnell aufeinanderfolgende Einzelaufnahmen und Serienaufnahmen unmöglich machen! Als ich die K-1 neu hatte und gleich den Bildpreset in Richtung mehr Gefälligkeit modifizierte, dachte ich erst das Ding wäre defekt bis ich diesen Zusammenhang erstmal rausgefunden hatte !?!
... ist ja alles OK Andi- jeder macht sein eigenes Ding und gut is :yessad: ... ich hatte keine Probleme mit den Vorgängerinnen und habe sie mit meiner K-1 auch nicht :nono:

NG
Ernst

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Zuletzt geändert von ErnstK am Mo 2. Dez 2019, 11:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2019, 11:22 
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Mag sein, das die Sensoren immer etwas anders abliefern und "der JPG-Motor" dazu die Farben anders aufbereitet.
Die K200D liefert m. E. am Besten ab, das ist auch mein Maßstab für die Farbwiedergabe einer JPG-Engine. Und darauf abgestimmt komme ich mit meinen Pentax K-30 und einem AWB angepasst auf Amber+2 und Grün+1 genau hin. Wichtig ist auch die Schattenkorrektur. Besser weniger als zu viel einstellen. Stufe 1 von 3 ist recht passend und liefert eine sichtbare Bild-Dynamik.

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Grüße @hoss


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BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2019, 14:44 
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die K200 hat ja auch noch den guten alten 14MP von Samsung, deswegen habe ich Samsung NX und wollte mir kürzlich fast eine K7 kaufen, soweit geht der Perfektionismus schon :ugly: Der Sensor hat aber eben das Problem mit dem Rauschen ab ISO 800.

Ich bin mittlerweile so radikal, dass ich sage, die neuen Sensoren sind nicht unbedingt immer ein Fortschritt, da ich wirklich glaube, dass für den Preis der höheren Auflösung und der Rauschminderung auf Hardware-Ebene schon so ein Tuning stattfindet, dass die Fähigkeit die natürliche Leuchtkraft der Farben einzufangen, darunter gelitten hat, weil da schon scheinbar die "Farbspitzen" "gekappt" werden, um das Rauschen zu vermindern und dadurch ist auch der Dynamikumfang höher. Das muss dann aber mit Erhöhung der Sättigung kompensiert werden und das in Verbindung mit dem Informationsverlust der "geglätteten" Farben führt zu den unnatürlicheren Farben.

Man kann natürlich viel in den Einstellungen optimieren. Die relevanten Parameter sind da Bildstil (leuchtend, etc.) Farbsättigung, Farbton, Kontrast, Schärfe und auch die Spritz- und Schattenlichter. Da kann man schonmal ewig viel ausprobieren. Ich verwende auch den AWB, der ist gut, und habe aber Magenta mit +1 eingestellt in der Feineinstellung, was aber von Motiv zu Motiv schwankt und dann kann man im DCU eigentlich bei den Bildern, mit denen man nicht zufrieden bin, schnell nachjustieren, also ich mag dieses Programm, auch wenn ich die Perlen mit Photoshop aus RAW entwickle, weil ich da bessere Schärfe und Schattenaufhellungsprozeduren habe. An meiner KS-1 habe ich momentan: "natürlich", alle Parameter auf 0 außer die Schärfe die ist auf Feinschärfe -1 eingestellt und Schatten mal auf Stufe 1 oder 2 aufgehellt, dann wieder auch auf 0. Manchmal verwende ich auch "Landschaft", weil da der Himmel mehr Blau hat, dann muss man aber Kontrast, Sättigung und Schärfe runterregulieren. Leider wird es trotz allem niemals so, wie mit den älteren Kameras. Mit RAW ist noch mehr möglich, aber auch hier bekommt man nicht diese natürliche Leuchtkraft der Farben in dem Maße der alten Cams hin. Natürlich haben die auch Nachteile: Auflösung, Rauschen, Farbstiche...

Der Bildeindruck ist ein Zusammenspiel von Farben, Kontrast und Schärfung, letztendlich ist die Schärfung auch nur Färbung, weil da nur deutliche Kontraste in der Sättigung erhöht werden. Wenn jetzt aber eine Cam höhere Auflösung hat, dann sind die (Mikro)Kontraste auch oftmals nicht so stark und dann greift die Schärfung wiederum anders und die Schärfe ist dann wiederum eine andere wie mit 16 MP oder 14MP , wo die Mikrokontraste stärker sind, die Schärfung dadurch anders schärft und der Sensor von Natur aus, sowieso mehr Farbinfos (Farbnuancen) einfängt, weil das Rauschen nicht unterdrückt wird. Die Schärfung hat einen großen Einfluss auf die Leuchtkraft der Farben und auch da kann man aus RAW viel probieren mit verschiedenen Schärfungs-algorithmen. Ich schärfe oftmals ganz dezent mit selektiver Schärfung oder unscharf Maskieren mit ganz kleinen Radien ganz leicht vor, um dann mit einer punktuellen Schärfung das Ganze abzuschließen. Die erstere gröbere Schärfung holt die Details deutlicher raus und bringt die Farben damit mehr zum leuchten, während die letztere allgemein alles schärft.

Mir fällt es eben besonders bei Landschaft auf, weil ich das am meisten mache, aber auch bei Hauttönen sind die der alten Cams eben natürlicher, aber da ich diese weniger fotografiere, stört es mich da nicht so sehr.
Aber wie gesagt, die anderen Hersteller sind da nicht besser - ich habe aus diesem Grund Canon-APS-C und FUJI APS-C den Rücken gekehrt. Was ich bei Sony oder Nikon sehe, ist keinesfalls besser, auch die neuen Olympus und Panasonic (waren bis 2012 auch sehr schön) sind es nicht. Pentax hat noch mit die besten JPG, nach ein bisschen Einstellung. Die "Leuchtend" Einstellung unverändert führt zu Bonbon - Farben und das ist vielleicht das, was der Sedar Ugurlu als grell meint. Positiv bei Pentax ist, dass z. B. mehr Auflösung rauskommt (auch der 16MP) wie bei Fuji. Und der Pixelpitch der K1 ist richtig geil, wenn man da mal aus RAW entwickelt, aber die Farben sind bei manchen Grüntönen manchmal so leicht unnatürlich und leicht giftig. Ich habe hier 4 Beispiele auf der Festplatte aus dem Pentaxforum, die ich aus RAW entwickelt habe (mehrfach!!), die ich mir immer wieder anschau, wenn ich in Versuchung gerate mir eine K1 zu kaufen, um es nicht zu tun.

Übrigens den Shutterblur kenne ich auch sehr gut. Man muss einfach mit 1/250 fotografieren und alles ist gut. Sind die Iso halt bei 400 aber das können die Cams ja gut. Manchmal ist er auch bei unter 1/50 nicht vorhanden, aber das ist nicht immer der Fall.


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BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2019, 15:21 
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Registriert: Di 3. Jul 2012, 08:03
Beiträge: 10229
Wohnort: Hessen
hoss hat geschrieben:
Mag sein, das die Sensoren immer etwas anders abliefern und "der JPG-Motor" dazu die Farben anders aufbereitet.
Die K200D liefert m. E. am Besten ab, das ist auch mein Maßstab für die Farbwiedergabe einer JPG-Engine. Und darauf abgestimmt komme ich mit meinen Pentax K-30 und einem AWB angepasst auf Amber+2 und Grün+1 genau hin. Wichtig ist auch die Schattenkorrektur. Besser weniger als zu viel einstellen. Stufe 1 von 3 ist recht passend und liefert eine sichtbare Bild-Dynamik.

Die Einstellungen beziehen sich auf die K-30?!
Frage:
Nimmst du bei der K200D Änderungen bei Jpg vor oder bleibt das Standard?

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Gruessilies Mika
PENTAX _ - ich <3 es - _ (ツ)


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