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BeitragVerfasst: Mo 6. Jan 2020, 19:47 
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Bei hohen Lichtstärken ist die Lage des AFs sehr wichtig, da der Tiefenschärfebereich klein ist. Das Sigma 35 F1.4 ist so ein Kandidat und ich habe mich mit der USB-Dock an die AF Feineinstellung gemacht.
Dabei habe ich feststellen müssen, dass es bei meinen beiden K1 einen sehr großen Unterschied macht, ob ich in Quer- oder Hochformat fokussiere. Ich nutze nur den zentralen AF Punkt - und der sollte doch eigentlich ein Kreuzsensor sein, oder?
Hier mal die Beispüle. Zuerst immer das volle Bild mit [Klick==Big] und danach als Ausschnitt das Zentrum mit dem Zentralen Fokuspunkt. Fokussiert wurde jeweils auf das Zentrum, im Wesentlichen auf das zentrale Blatt (bzw. die Blätter).
Zuerst das Blatt im Zentrum zwischen dem Topf und dem kleinen Kirschbaum in Querformat:

der AF ist soweit vom Ziel entfernt, dass er unterhalb des Ausschnitts liegt:


und danach im Hochformat:

und nun passt der AF fast (noch ein klein wenig Frontfokus)


Zur Verifikation habe ich ein weiteren Set gemacht, zuerst quer:

der AF ist wieder soweit vom Ziel entfernt, dass er unterhalb des Ausschnitts liegt:


und dann hochkant:

und nun passt der AF halbwegs (noch ein kleiner Frontfokus)


Danach habe ich im USB Dock den AF für Unendlich um 2 Punkte nach hinten gestellt (statt -6 nun -4) und so sieht es dann aus:

und hier habe ich schon fast einen Backfokus:


Vor lauter Begeisterung habe ich dann leider vergessen, ebenfalls die Hochkant Aufnahme zu machen :oops: . Die Ernüchterung kam dann ein wenig später; bei Fokussieren hochkant auf den weissen Internetkasten liegt nun im Hochkant der AF zu weit vorn:

was der Ausschnitt deutlich zeigt


Dann habe ich auf Querformat gedreht und nun:

passt der Fokus recht gut.


Nun meine Fragen:
a) habt ich auch ein unterschiedliches AF-Verhalten in Hoch- und Querformat?
b) wie kann es sein, dass zuerst der Querformat Fokus zu weit vorn ist (und der Hochkant passt) und nachdem der Fokus nach hinten geschoben wurde (und Querformat passt) nun das Hochkant auf einmal zu weit vorn ist - also sich die "Fehlerrichtung" umgedreht hat?

_________________
Mit nettem Gruss
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo 6. Jan 2020, 19:54 
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Moin,
zu a) Ist mir noch nicht aufgefallen
zu b) keine Ahnung
Meine Idee ist der Wackeldackel. Hattest du den SR bei Deinem Versuch ausgeschaltet?

_________________
Gruß Utz

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide


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BeitragVerfasst: Mo 6. Jan 2020, 20:01 
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Moin Utz,
der Wackeldackel war durchgehend an.
Aber ich tue mich schwer, den Einfluss desselben auf die Lage des Fokuspunktes zu sehen - schließlich ist ja immer etwas richtig scharf im Bild, aber manchmal einfach an völlig falscher Stelle.

_________________
Mit nettem Gruss
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo 6. Jan 2020, 20:08 
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Hallo, ich hatte das Sigma 1.4/35 mm nur mal an der K-3.
Da fokussierte es bei Bl. 1.4, wo es wollte. Bei Bl. 2 war's deutlich konsistenter.


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BeitragVerfasst: Mo 6. Jan 2020, 20:33 
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Klaus hat geschrieben:
Bei hohen Lichtstärken ist die Lage des AFs sehr wichtig, da der Tiefenschärfebereich klein ist. Das Sigma 35 F1.4 ist so ein Kandidat und ich habe mich mit der USB-Dock an die AF Feineinstellung gemacht.
Dabei habe ich feststellen müssen, dass es bei meinen beiden K1 einen sehr großen Unterschied macht, ob ich in Quer- oder Hochformat fokussiere. Ich nutze nur den zentralen AF Punkt - und der sollte doch eigentlich ein Kreuzsensor sein, oder?


In der Mitte sitzt ein (eher ungenauer) Kreuzsensor, der die Phasen F4/5.6 Lage vergleicht und ein horizontaler Liniensensor, der genauer misst, weil er außen bei F2.8 Lage misst.

Klaus hat geschrieben:
Hier mal die Beispüle. Zuerst immer das volle Bild mit [Klick==Big] und danach als Ausschnitt das Zentrum mit dem Zentralen Fokuspunkt. Fokussiert wurde jeweils auf das Zentrum, im Wesentlichen auf das zentrale Blatt (bzw. die Blätter).


Die Motivwahl für solch eine Übung hätte kaum fehlerhafter sein können. Im Prinzip exerzierst Du den "Traumflieger"-Test (von dem jeder mit Recht abrät) in groß/weit nach und zwar bei fast keinem Licht.
Such mal im Netz nach Anleitungen, wie man sowas besser macht. Die gibt es zuhauf und dann ärgerst Du Dich weniger.

Das zentrale Messkreuz deckt etwa den Bereich der Spot-Belichtungsmessung auf der Mattscheibe markiert ab. Entsprechend muss dieser komplette Bereich ein kontrastreiches Ziel bekommen in genau einer definierten Tiefenlage. Für den F2.8 Sensor dann eben eine senkrechte Kontrastkante.

Klaus hat geschrieben:
a) habt ich auch ein unterschiedliches AF-Verhalten in Hoch- und Querformat?


Üblicherweise nicht.

Klaus hat geschrieben:
b) wie kann es sein, dass zuerst der Querformat Fokus zu weit vorn ist (und der Hochkant passt) und nachdem der Fokus nach hinten geschoben wurde (und Querformat passt) nun das Hochkant auf einmal zu weit vorn ist - also sich die "Fehlerrichtung" umgedreht hat?

[/quote]

Bei dem massiv misratenen "Testaufbau" würde ich keine Lebenszeit mit Rätselraten verbringen. Neu machen bringt Dich schneller weiter.


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BeitragVerfasst: Mo 6. Jan 2020, 20:53 
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Mich würde dein "Test" auch mal mit einem lichtstarken Pentax-Objektiv interessieren.
Aber dann bei mehr Licht und mit einem kontrastreicheren Motiv. ;)

_________________
LG
Hannes

(Mein Fotostream bei )


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BeitragVerfasst: Mo 6. Jan 2020, 21:56 
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Hannes21 hat geschrieben:
Mich würde dein "Test" auch mal mit einem lichtstarken Pentax-Objektiv interessieren.
Aber dann bei mehr Licht und mit einem kontrastreicheren Motiv. ;)

Denselben Test habe ich schon mehrfach mit dem FA77, FA31, DA300, DA40 und DA21 gemacht, solche Ausreisser habe ich nie gehabt, auch nicht bei noch weniger Licht (und ehrlich, 1/250s bei ISO100 und F1.4 ist nicht sooo wenig Licht und 15:00 Uhr ist auch im Winter eigentlich noch eine brauchbare Fotozeit mit ausreichend Tageslicht).
Bei dem Test mit dem D-FA50 WR hatte ich ein anderes Problem - im Nahbereich Fernfokus oder im Fernbereich Nahfokus, daher hat es diese Linse nicht in mein Sortiment geschafft.

Wickie hat geschrieben:
Hallo, ich hatte das Sigma 1.4/35 mm nur mal an der K-3.
Da fokussierte es bei Bl. 1.4, wo es wollte. Bei Bl. 2 war's deutlich konsistenter.

Sorry, mir erschließt sich nicht der Einfluss der Blendeneinstellung auf die Fokuslage. Meines Wissens wird das Objektiv immer bei Offenblende zum Fokussieren genutzt und erst bei Betätigung des Auslösers wird die Blende auf die eingestellte Zahl geschlossen.

beholder3 hat geschrieben:
Die Motivwahl für solch eine Übung hätte kaum fehlerhafter sein können. Im Prinzip exerzierst Du den "Traumflieger"-Test (von dem jeder mit Recht abrät) in groß/weit nach und zwar bei fast keinem Licht.
Such mal im Netz nach Anleitungen, wie man sowas besser macht. Die gibt es zuhauf und dann ärgerst Du Dich weniger.

Danke erst einmal für Deine Antwort und Einschätzung; könntest Du mir bitte eine Deiner Meinung nach bessere Anleitung verlinken? Ich habe schon einiges probiert, von schräg aufgestellten Batterien bis hin zu den Tests wie bei Foto März praktiziert, letzten Endes meist mit einem Ergebnis, dass dann der Fokus nur im Nah-Bereich gepasst hat.
Aporpos Nahfokus, Herr Petersen (ehemalig Pentax HH) hatte mir diesen Test empfohlen:


beholder3 hat geschrieben:
Das zentrale Messkreuz deckt etwa den Bereich der Spot-Belichtungsmessung auf der Mattscheibe markiert ab. Entsprechend muss dieser komplette Bereich ein kontrastreiches Ziel bekommen in genau einer definierten Tiefenlage. Für den F2.8 Sensor dann eben eine senkrechte Kontrastkante.

Würde das bedeuten, dass das Strassenschild zu klein für den Fokuspunkt ist?


Von der Höhe her passt der ziemlich genau darein ... (und die senkrechte Kante gibt es da auch)

Und zur Lichtmenge habe ich auch noch eine Frage: Bei meinen K5en konnte ich bei zunehmender Dunkelheit keine vernünftigen AF Bilder mehr machen; mit der K3 wurde dann der AF Arbeitsbereich von LW 0 auf LW-3 erweitert und danach hat das FA31 auch zur blauen Stunde noch sauber fokussiert. Da sollte doch die Lichtmenge tagsüber einigermassen ausreichend sein, denn bei diesen Lichtbedingungen habe ich sogar die Fokuslagen mehrerer K5'en (erfolgreich) eingestellt.

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Mit nettem Gruss
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo 6. Jan 2020, 23:36 
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Du müßtest dir so eine Versuchsanordnung suchen/schaffen http://www.squit.co.uk/photo/focuschart.html
Die senkrechte Fläche (Hauswand z. Bsp.) parallel zum Sensor, daneben schräg etwas mit Markierungen.
Senkrechte Fläche mit vernünftiger Kontrastkante zum Anvisieren, an der Schräge siehst du dann wo der Fokus liegt.

_________________
Liebe Grüße aus Sachsen

Steffen :wink:

Meine Ausrüstung: K-3, DA 18-135/1:3.5-5.6, DA* 50-135/F2.8, FA 35/F2.0 AL, HD-DA 70/2.4 Limited, SMC DA 16-45mm/4 ED AL und dieses Forum :thumbup:


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BeitragVerfasst: Di 7. Jan 2020, 02:34 
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Registriert: Mo 30. Sep 2019, 16:38
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Klaus hat geschrieben:

Wickie hat geschrieben:
Hallo, ich hatte das Sigma 1.4/35 mm nur mal an der K-3.
Da fokussierte es bei Bl. 1.4, wo es wollte. Bei Bl. 2 war's deutlich konsistenter.

Sorry, mir erschließt sich nicht der Einfluss der Blendeneinstellung auf die Fokuslage. Meines Wissens wird das Objektiv immer bei Offenblende zum Fokussieren genutzt und erst bei Betätigung des Auslösers wird die Blende auf die eingestellte Zahl geschlossen.



Mir ist kein AF-System bekannt, das die Bl. 1.4 zur Scharfstellung nutzen könnte. Es gibt Sensoren, die auf Bl. 2.8 statt 5.6 ausgelegt sind, aber nicht 1.4.

I.ü. dürfte das Phänomen des Fokus-Shifts gerade bei lichtstarken Objektiven bekannt sein.
Zeiss schreibt dazu:
"Aber auch eine perfekt abgestimmte Mattscheibe mit Scharfeinstellhilfen, ein sauber justierter oder im Kameramenü nachgestellter Autofokus oder der Live-View garantieren nicht in allen Fällen eine hundertprozentige Überprüfungsmöglichkeit der Fokussierung vor der Aufnahme. Die sphärische Aberration führt bei Objektiven zum sogenannten Fokus-Shift. Dies bedeutet, dass die Veränderung der Blendeneinstellung eine Veränderung der optimale Fokuslage verursacht. Dieser Effekt ist insbesondere bei lichtstarken Festbrennweiten stärker ausgeprägt. Eine genaue Beschreibung des Fokus-Shifts finden Sie auch in den Camera Lens News Nr. 30 im Artikel „Objektive objektiv messen“ ab Seite 24.
Um die Auswirkungen des Fokus-Shifts bei einer exakten Fokussierung zu berücksichtigen, sollte man die Scharfeinstellung möglichst bei der Blendeneinstellung vornehmen, mit der später die Aufnahme erfolgen soll. Hier gibt es jedoch ebenfalls ein paar Einschränkungen: AF-Systeme der aktuellen Kameramodelle berücksichtigen nicht den Fokus-Shift des Objektivs. Die Verlässlichkeit des AF-Indikators ist also nicht bei allen Objektivtypen, Blendenwerten und Motiventfernungen gleich gut."
https://www.zeiss.de/camera-lenses/foto ... temen.html

Nach meinem Kenntnisstand liefern Sigma Objektive auch keine Korrekturwerte an Pentax Kameras.


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BeitragVerfasst: Di 7. Jan 2020, 11:02 
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Registriert: Sa 21. Apr 2012, 19:24
Beiträge: 2330
Klaus hat geschrieben:
Würde das bedeuten, dass das Strassenschild zu klein für den Fokuspunkt ist?
Von der Höhe her passt der ziemlich genau darein ... (und die senkrechte Kante gibt es da auch)

Ja. Wenn Du mir erlaubst, eine Kopie Deines Fotos hier einzustellen, zeige ich Dir gerne, wo ein Teil des Problems liegt bei dem Motiv.


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