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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: So 16. Jul 2017, 15:23 
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Bei so einem Thema gehen die Dinge naturgemäß weit auseinander.

Hier mal meine Gedanken dazu:

- Bearbeitung der Bilder ist für mich ein wenig wie auf der Töpferscheibe: Man sieht das Produkt, muss es aber mit kleinen Handgriffen vervollkommnen.

- Per EDV kann man aus einem schlechten kein gutes Bild machen - aber aus einem guten Bild ein grandioses.

- Der Trick ist, die guten Bildteile zu betonen und die weniger guten "verschwinden" zu lassen.

- Man sollte eine Vorstellung haben, wohin die Entwicklungsreise gehen soll. Daran scheitern nach meinem Eindruck viele, weil gar nicht klar ist, wo die sinnvollen Optimierungsbereiches des Bildes liegen.

- Bildbearbeitung ist gerade im digitalen Zeitalter nichts verwerfliches, weil jede Darstellung der digitalen Informationen nur mit bestimmten Einstellungen machbar ist und solche aus der Kamera mehr oder minder willkürlich sind. Zu einem guten Bild gehört für mich unabdinglich auch Nachbearbeitung - mal mehr mal weniger.

- In den allermeisten Fällen sieht die Reihenfolge so aus:

Geraderichten

Ausschnitt festlegen

Lichter und Tiefen anpassen

Kontrast / Struktur / Schärfe / ggf. Rauschen

ggf. Farbkanäle individuell optimieren / alternativ Weißabgleich, falls nötig

- Dann ist das Bild erstmal fertig. Ich teste dann häufiger eine Alternativversion mit Filter, meist über Nie Color oder Silver. SW-Anpassungen laufen letztlich über Kontraste und Farbkanäle, da kriegt man über die Nik-Filter einfach superschnell einen Eindruck, was auf dem Bild funktioniert. Ggf. muss man aber etwas zurückschrauben, wenn die Filter zu "krass" sind.

- Für PS bin ich bisher zu faul. Die Bedienoberfläche ist ein Graus, auch wenn bestimmte Funktionen wohl deutlich besser sind als in LR. Ebenen und Ebenenmasken stehen bei mir aber ganz oben auf dem Fortbildungszettel, denn das brauche ich definitiv.

Soviel erstmal zum Einstieg. :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: So 16. Jul 2017, 16:00 
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Echt interessant wie Ihr so drauf seit :lol: :2thumbs:

...es sind doch einige, welche sich der lokalen Bildbearbeitung widmen,was ich persöhnlich wie weiter vorn schon beschrieben auch mache.
Die Vorteile liegen auf der Hand und sind optisch wie technisch nachvollziebar wie ich finde :ja:

...die Nutzung der automatischen Belichtungsanpassung nutze ich fast nie,sie bügelt mir alle Bilder gleichmäßig platt,so daß ich beim ersten Betrachten der Bilder sehr oft
interessante Lichtbedingungen welche bei meiner Aufnahme entstanden sind gar nicht mitbekomme.Ich habe immer nen Finger an der Belichtungsregelung der Software
und spiele immer erstmal manuell damit rum,so fällt mir eine Beurteilung leichter und ich sehe schon in etwa was so drinsteckt im RAW.Ist der WA mal völlig daneben dann
verwende ich fürs erste Checken schon auch die Automatik um mal zu sehen wie ich schnell auf Kurs komme,und wie das Bild halbwegs korrekt aussieht :lol:


...um ein Bild schnell auf Potential abzuklopfen verwende ich auch einige selbst vorgefertigte Presets mit verschiedenen grundsätzlichen Bearbeitungen.Das erlaubt mir
sehr schnell die Entwicklungsmöglichkeiten zu checken und ne "Nase" zu kriegen wie es laufen könnte.


...das von Juhwie angesprochene Problem das viele nicht genau wissen was sie eigentlich verbessern sollen und keine Vorstellung zu einem Bild haben halte ich auch für das
am schwierigsten zu lösende. :lol: es bedeutet ja nix anderes als das man erstmal ne Vorstellung kriegen muß,...den Knopf gibts nicht in der Software :nono: ')
Hier hilft nur sich mit Fotografien zu beschäftigen und versuchen zu verstehen warum ein Foto gut oder schlecht aussieht. :ja:


...@ Juhwie,...so wie ich es mal mitbekommen habe,hast Du mit C1 auch schon gearbeitet,...die lokale Bea in der Software ist doch absolut easy und schwer effektiv!
Es ist lang nicht so umfangreich wie PS oder andere in dieser hinsicht,aber für eine durchaus engagierte Bildbearbeitung voll OK mit bester Quali!
Bei meinem Post auf der vorigen Seite habe ich ein Beispielbild eingestellt mit dem orginal RAW dazu,die Bea ist komplett in C1 realisiert worden.
Und ich habe den Schmetterling wirklich komplett durch den Wolf gedreht.Nur mal so erwähnt, das müßte für Dich doch mehr wie passen.


beste Grüße

Bernd

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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: So 16. Jul 2017, 16:13 
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C1 hatte ich nur testweise - und bin nicht wirklich warm geworden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: So 16. Jul 2017, 16:25 
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Juhwie hat geschrieben:
C1 hatte ich nur testweise - und bin nicht wirklich warm geworden.



OK,..schade :yessad:

Bernd

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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: So 16. Jul 2017, 17:08 
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Beiträge: 2736
Ich finde, dass eine gute Bearbeitung aber auch von gutem Ausgangsmaterial profitiert. Ein wirklich schlechtes Bild kann auch gute Bea kaum retten. Sind aber bestimmte Vorraussetzung gegeben, ist die Bea dann das Tüpfelchen auf dem I. Was mir in Lr wirklich fehlt und c1 hat ist die luminanzkurve. Wenn man in LR die Kurven nutzt, sollte man immer die Sättigung im Auge behalten und ggf. zurückregeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: So 16. Jul 2017, 23:09 
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Beiträge: 485
Moin Bernd,
Dein Bild Beispiel zeigt aber eben auch das du einfach schon eine Ahnung hast was möglich ist und mit Bearbeitung erreicht werden kann.
Dieses Wissen ist sehr viel Wert. Insofern finde ich vorher-nachher Bilder immer sehr interessant!

Danke dafür

Mudi


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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 00:13 
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Registriert: Fr 17. Jun 2016, 22:31
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Wenn ich mich wirklich mal dransetze und ein bearbeitenswertes Bild bearbeite, dann nehme ich Photoshop.
Und dann ist es ein eher spielerischer Prozess, wobei ich mich lange mit dem Bild auseinandersetzen kann. Ich überlege, was mir an dem Bild gefällt, und das versuche ich herauszuholen. meistens steht der zuschnitt als erstes. Und dann betone ich. und dann entwickelt sich das intuitiv.
Prima finde ich die Nikfilter, weil man da Punkte und Wirkungsbereich setzen kann. (mehr Farbe nur auf dem Auge etc. rest entsättigt, je nach Bild...)
Und alternativ einfach auf dem Handy, eine der diversen Apps, diverse Filter reinhauen und gucken was passiert... ab und an, bekomme ich so auch ne Idee zu einem Bild, einfach durchs experimentieren. Wenn ich dann ne Idee habe, kann ich die konkret weiter bearbeiten.
Bearbeitung ist so auf eine Art auch Ideenfindung. Ich lasse mich davon inspirieren. Ich muss nicht alles vorher wissen. Es ist für mich ein Prozess.
Hängt aber auch vom Foto ab, ob ich mich drauf einlasse oder nicht.
Wenn ja, dann ist ne Stunde dran rumfummeln und experimentieren nichts.Und im Moment hab ich leider kaum Zeit für sowas. Leider.


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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 00:20 
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Registriert: Di 19. Nov 2013, 16:32
Beiträge: 2141
minka2000 hat geschrieben:
Wenn ich mich wirklich mal dransetze und ein bearbeitenswertes Bild bearbeite, dann nehme ich Photoshop.
Und dann ist es ein eher spielerischer Prozess, wobei ich mich lange mit dem Bild auseinandersetzen kann. Ich überlege, was mir an dem Bild gefällt, und das versuche ich herauszuholen. meistens steht der zuschnitt als erstes. Und dann betone ich. und dann entwickelt sich das intuitiv.
Prima finde ich die Nikfilter, weil man da Punkte und Wirkungsbereich setzen kann. (mehr Farbe nur auf dem Auge etc. rest entsättigt, je nach Bild...)
Und alternativ einfach auf dem Handy, eine der diversen Apps, diverse Filter reinhauen und gucken was passiert... ab und an, bekomme ich so auch ne Idee zu einem Bild, einfach durchs experimentieren. Wenn ich dann ne Idee habe, kann ich die konkret weiter bearbeiten.
Bearbeitung ist so auf eine Art auch Ideenfindung. Ich lasse mich davon inspirieren. Ich muss nicht alles vorher wissen. Es ist für mich ein Prozess.
Hängt aber auch vom Foto ab, ob ich mich drauf einlasse oder nicht.
Wenn ja, dann ist ne Stunde dran rumfummeln und experimentieren nichts.Und im Moment hab ich leider kaum Zeit für sowas. Leider.


Das ist interessant, denn so mache ich das eigentlich nie. Ich habe auch die Nik-Filter-Collection, aber es nervt mich schon allein, dass ich eine zusätzliche Datei erzeugen muss, um von Lightroom zu Photoshop oder in welche andere Applikation auch immer zu springen. Dabei mach ich es persönlich auch weniger, irgendwelche vorgefertigten Effekte anzuwenden. Das kann natürlich auch mal ganz spannende und unerwartete Ergebnisse zur Folge haben, aber ich fühle mich wohler damit, wenn ich ein Bild meistens bewusst in die "Form" bringe, in die es mich zieht. Mal sehe ich auf dem Weg, dass es so nichts bringt, wie ich gerade daran arbeite. Dann schlage ich einen alternativen Weg ein. Aber es ist eigentlich immer ein Ausloten und Anschauen, Einschätzen und Weitermachen. Bis es dann passt. ;)

Bei einzelnen Bildern nehme ich mir auch gerne mehr Zeit, aber niemals eine Stunde. Ich denke, dass ich nie länger als 10 Minuten an einem Bild arbeite. Dann bin ich entweder am Ziel oder das Bild gibt doch nicht das her, was ich erhofft/erwartet hatte. Oft habe ich aber viel zu viele Bilder und kann mich nicht jedem einzelnen so intensiv widmen. Das ist dann sehr unbefriedigend, aber in manchen Situationen nicht vermeidbar.

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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 00:41 
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Registriert: Fr 17. Jun 2016, 22:31
Beiträge: 59
Lach, vielleicht zelebriere ich dabei, wenn ich das dennn mal mache ja auch so eine Art "Zen-Meditation"....
Das ist anders, als wenn ich rein funktional Bilder optimiere, wie zum Beispiel, letztens, da habe ich zum Üben den Autritt einer Band festgehalten unter miesesten Lichtbedingungen. Da gucke ich dann nur, das die Bilder bestmöglichdas Geschehen , (klar aus meiner Sicht wiedergeben) nach gestalterischen Grundsätzen. Und eben für Interressenten interressant sind.
Das oben Beschriebene mache ich für mich. Weil ich ein Bild haben möchte, was mir was gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Let's Talk about Bildbearbeitung
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 00:52 
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Registriert: Di 19. Nov 2013, 16:32
Beiträge: 2141
minka2000 hat geschrieben:
Lach, vielleicht zelebriere ich dabei, wenn ich das dennn mal mache ja auch so eine Art "Zen-Meditation"....
Das ist anders, als wenn ich rein funktional Bilder optimiere, wie zum Beispiel, letztens, da habe ich zum Üben den Autritt einer Band festgehalten unter miesesten Lichtbedingungen. Da gucke ich dann nur, das die Bilder bestmöglichdas Geschehen , (klar aus meiner Sicht wiedergeben) nach gestalterischen Grundsätzen. Und eben für Interressenten interressant sind.
Das oben Beschriebene mache ich für mich. Weil ich ein Bild haben möchte, was mir was gibt.


So kann ich das für mich auch unterscheiden: Fotos einer Serie bzw. von einem Event "fertig machen", sodass man sie aus der Hand geben kann und dennoch das Gefühl hat, sie sind richtig gut. Aber dabei werden dann eben auch Fotos "fertig gemacht", die ich nicht unbedingt allzu spannend finde. Richtig Spaß habe ich eher an einzelnen Bildern, die mich selbst packen und begeistern. Die ich ohne Ziel der Konformität oder sonst etwas in eine beliebige Richtung hin bearbeite. Da lasse ich mich dann von dem Foto inspirieren und versuche zu fühlen, in welche Richtung es gehen "will". Aber auch da benutze ich in der Regel die Bordmittel, mit denen man in Lightroom schon sehr viel machen kann. ;)

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