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BeitragVerfasst: Mi 17. Feb 2016, 12:27 
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Hi Leute,

bei mir steht immer noch auf dem Plan: Negative abfotografieren.
Nachdem ich meine Dias mit Hilfe eines leicht modifizierten Dia-Projektors digitalisiert habe (vereinfacht: mit Makro-Objektiv in den Lichtschacht fotografieren), wollte ich das gleiche Verfahren nun mit meinen ganzen Negativen machen.
Vorteil: schnelles Weiterschalten am Diaprojektor und sehr gute Ergebnisse --> sehr schnell
Nachteil: anders als die Dias sind die Negative (noch) nicht gerahmt. Das müsste ich noch machen...

Nun bin ich zufällig auf eine Anleitung gestoßen, in der jemand beschreibt, wie er die Negative letztlich von hinten anblitzt und abfotografiert. Dabei dient eine einfache Vorrichtung dazu, den Filmstreifen zu halten und genau ein Bild durch ein Loch zu zeigen. Details findet man hier: http://www.diyphotography.net/scanning- ... th-a-dslr/

Nun habe ich zwei alte Metz-Blitze zur Verfügung: einen "Metz mecablitz 32 CT 7" und einen "Metz mecablitz 45 CT 5". Im Dia-Projektor kommt eine Halogenlampe zum Einsatz, deren Farbspektrum relativ einfach zu ermitteln ist (z. B. Wikipedia).
Wenn ich es nun richtig verstehe, ist es am besten, wenn ich die Negative mit einem möglichst kontinuierlichen Farbspektrum beleuchte, richtig?
Und da bin ich endlich bei meiner Frage: welches Farbspektrum haben wohl meine beiden Blitze? Ist das deutlich schlechter/lückenhafter als das einer Halogenlampe? Ich würde lieber die Form der Digitalisierung wählen, die mir dahingehend die besseren Ergebnisse liefert. Wobei ich natürlich auch eine Halogenlampe statt des Blitzes in dem Aufbau wie oben beschrieben verwenden könnte. Blitz wäre allerdings einfacher und effizienter... ;)

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BeitragVerfasst: Do 18. Feb 2016, 06:24 
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Moin,

das Farbspektrum der Blitze dürfte so zwischen 5000° -5500°K liegen. Wesentlich schwieriger für die Farbfilterung dürfte die unterschiedliche Farmaskierung der Negativfilme sein.
Die kann ja je nach Film von einem zarten Orange bis zu einem satten braun variieren.

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LG
Diego

Wer als Anfänger die Gestaltungsregeln der Fotografie ignoriert, hat keinen Verstand. Wer sich aber fotolebenslang daran klammert, hat keine Phantasie.
– Detlev Motz –


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BeitragVerfasst: Do 18. Feb 2016, 10:54 
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diego hat geschrieben:
das Farbspektrum der Blitze dürfte so zwischen 5000° -5500°K liegen. Wesentlich schwieriger für die Farbfilterung dürfte die unterschiedliche Farmaskierung der Negativfilme sein.
Die kann ja je nach Film von einem zarten Orange bis zu einem satten braun variieren.


Hi Diego,

was du meinst ist wohl eher die Farbtemperatur und die - soweit ich das verstehe bzw. mir vorstelle - ist abhängig von der "dominanten" Farbe in dem dargestellten Spektrum, oder?

Laut Bedienungsanleitung hat der eine Blitz eine Farbtemperatur von 5600° K. Nur sagt das mal nicht viel darüber aus, wie kontinuierlich das abgegebene Farbspektrum ist. Die eigentliche Frage, die über dieser Diskussion hätte stehen sollen ist ja: belichtet man Negative (und Dias) zum Abfotografieren besser mit einer Halogenlampe (wie im Diaprojektor) oder liefert ein Blitz ein gleich gutes Ergebnis?

Die Bedenken zu der Orange-Maske sind sehr berechtigt. Um dem schon während des Fotografierens entgegen zu wirken, wird ein Blaufilter empfohlen. Ja, ein richtiger Blaufilter vor dem Objektiv. :ja: Dadurch wird schon mal der Rot-Kanal abgemildert, der sonst bei einer generell guten Belichtung schnell überläuft. Dann wird in dem oben angegebenen Artikel zum Negative-abfotografieren gezeigt, wie man mit Hilfe der Farbkurven zu einem richtig guten Ergebnis kommen kann. Das habe ich in ähnlicher Form nun schon häufiger so gelesen und Beispiele gesehen. Das sollte klappen. :thumbup:

Nun muss ich entscheiden, ob ich den einen oder den anderen Weg gehe. Rahmen und Diaprojektor oder Negativstreifenhalter basteln und mit Blitz... :ka:

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BeitragVerfasst: Do 18. Feb 2016, 23:46 
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Dunkelmann hat geschrieben:
was du meinst ist wohl eher die Farbtemperatur und die - soweit ich das verstehe bzw. mir vorstelle - ist abhängig von der "dominanten" Farbe in dem dargestellten Spektrum, oder?

Jupp :ja:.


Die ganzen Temperatur-Angaben beruhen auf der Annahme, dass die Lichtquelle (hier Blitze) gut als schwarzer Strahler genähert werden können. Entsteht das Licht (wie bei einer konventionellen Glühbirne oder der Sonne) durch Wärme, ist die Annahme meines Wissens in der Regel ganz o.k. Anders ist es jedoch bei LEDs, hier hängt die Farbe von der Bandlücke des Halbleiters ab. Bei Leuchtstoffröhren gibt es Peaks, die charakteristisch für das Leuchtmedium sind. Ein Filter bzw. Materie zwischen Quelle und Betrachter verfälscht natürlich auch.

Hier gibt es mehr Infos:


Das Berechnung des Intensitätsmaximums für gegebene Temperatur gibt es hier:


Allgemein


PS: Das Qualitätssicherungsgedöns verunsichert ein bisschen, hab es jetzt nicht groß durchgesehen (abgesehen davon, dass ich da dann nachschlagen müßte :yessad: :mrgreen: ),
aber grob passt es auf jeden Fall, denke ich.

PPS: Was ist eigentlich die Lichtquelle in Blitzen? Sind das immer Lampen? Oder gibt es die auch als LEDs?


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BeitragVerfasst: Do 18. Feb 2016, 23:55 
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Ich würde meinen das sind xenongefüllte Blitzröhren, LED's eher bei Handys

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Liebe Grüße aus Sachsen

Steffen :wink:

Meine Ausrüstung: K-3, DA 18-135/1:3.5-5.6, DA* 50-135/F2.8, FA 35/F2.0 AL, HD-DA 70/2.4 Limited, SMC DA 16-45mm/4 ED AL und dieses Forum :thumbup:


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BeitragVerfasst: Fr 19. Feb 2016, 16:38 
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Das hier habe ich gestern Abend gegoogelt:
Xenon- oder LED-Stroboskope - Gegenüberstellung zweier Technologien

Das würde ich mal durchlesen.


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BeitragVerfasst: Fr 19. Feb 2016, 17:42 
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n8igall hat geschrieben:
Das hier habe ich gestern Abend gegoogelt:
Xenon- oder LED-Stroboskope - Gegenüberstellung zweier Technologien

Das würde ich mal durchlesen.


Wow, vielen Dank. Das Dokument ist toll und hat meine Zweifel bzgl. des Lichts eines Blitzes zum Digitalisieren komplett weggewischt. :thumbup:
Also davon ausgehend, dass auch vor 25 Jahren Blitze wohl mit Xenon-Röhren bestückt wurden, sollte das Spektrum mehr als gut sein für den Zweck. Dann werde ich wohl mal anfangen, mir etwas zu basteln, womit ich die Digitalisierung wie in dem oben verlinkten Artikel angehen kann. Klasse! :)

Vielen Dank euch für die hilfreichen Kommentare. Und allen ein schönes Wochenende! :cap:

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BeitragVerfasst: Fr 19. Feb 2016, 18:59 
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Vielleicht noch eine Anmerkung, es gibt genau für einen solchen Zweck solche "Vorsatzteile" in denen man Diastreifen digitalisieren kann.
Unser Teil dazu haben wir vom Trödel. (die bessere Hälfte wollte Dschungelbuchdias in digital haben)

Simpel vor das gewünschte Objektiv schrauben, Ich glaube das Teil hatte irgendwas mit 55 oder 58mm Gewinde.
Ich konnte nur ein 70-300APO Sigma dazu verwenden, da ich keine Step Down ringe für die anderen habe.
Dann ggf. Korrekturlinse oder Filter rein und Leuchtquelle hinter die eingebaute, milchweiße Streuscheibe.
Ich habe dazu eine Tageslichtlampe mit etwa 6500Kelvin genommen. Den Weißabgleich aber nicht vergessen!

Ergebnis war überraschend gut für ein Mittelklasseglas und eine 8€ Investition. Mit besserem Glas wäre es sicher besser geworden, aber mit war es jetzt nicht sooo wichtig, dass ich Ringe hätte kaufen müssen.
Mal sehen, sollte mir mal was über den Weg laufen, wiederhole ich den Versuch noch einmal.

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Gruß,
lonee

Diverses Pentax "Geraffel".


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BeitragVerfasst: Di 23. Feb 2016, 16:55 
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Hi lonee,

diese Teile heißen glaube ich Dia-Replikatoren, oder? Gelegentlich habe ich die schon bei eBay gesehen, aber oft waren sie doch unverschämt teuer. Die Methode mit dem Blitz in einem Kasten mit "Milchglas" davor und einem einfachen Halter für die Negativstreifen ist auch nett. Habe gestern mal einen provisorischen Aufbau getestet und kann mir gut vorstellen, damit los zu legen. Also nachdem ich mir eine etwas stabilere, verlässlichere Version gebastelt hätte. ;)

Für Dias in großen Mengen geht dennoch nichts über einen modifizierten Dia-Projektor. Das Weiterschalten der Dias per Fernbedienung in der einen und das Abfotografieren mit der Kamera-Fernbedienung in der anderen Hand ist einfach rasend schnell machbar. Was besseres kann ich mir nicht vorstellen. :ja:

Nach meinen ersten Versuchen gestern mit Negativen hatte ich dann auch Gelegenheit, mit den Ergebnissen in Lightroom zu arbeiten. Stellte sich nach der zuerst ausprobierten Methode als nicht ganz so zielführend heraus. Ich habe noch einige andere Methoden im Internet gefunden, die ich noch ausprobieren werde. Wenn das auch nicht zufriedenstellend läuft, dann überlege ich, mir entweder für einen begrenzten Zeitraum Photoshop CC zu mieten, denn da ist in der neuen Version in der Kurvenbearbeitung ein Punkt, mit dem Negative ganz einfach und gut umgewandet werden können. Hatte schon mal die Gelegenheit, das auszuprobieren und es war echt gut, was da rauskam. ;) Andere Option: ColorPerfect. Ein Plugin für Photoshop (eine ältere Version davon habe ich nämlich noch), welches auch die Umwandlung von Negativen erlaubt. Die Bedienung des Plugins ist allerdings etwas kryptisch... Mal sehen und ausprobieren. Kostet zwar einige Euros, aber es wäre eine einmalige Investition und stünde mir anders als Photoshop CC dauerhaft zur Verfügung. ;) Wobei man Photoshop CC ja auch monatsweise immer mal wieder benutzen könnte. Ein Vorteil des Abo-Modells. ;) Aber wir kommen vom Thema dieser Diskussion etwas ab bzw. es geht etwas sehr in die Tiefe. Ich werde in einer separaten Diskussion ja sicher nochmal genauer beschreiben, was ich hier mache und wie es am Ende am besten geht. ;)

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