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 Betreff des Beitrags: Re: Nikon-Interview
BeitragVerfasst: Sa 15. Feb 2020, 13:13 
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Registriert: Mi 4. Apr 2018, 22:15
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Stimmt auch ! Aber ich sprach ja von der Marke, nicht von der Kamera. Was völlig anderes.

Meine K1 ist genial. Meine IR-K3II geb ich nicht mehr her. Das DFA 70-200 ist wunderbar und jeder von uns schätzt sicher sein eigenes Zeugs.

Pentax als Marke ist m.M.n. trotzdem nicht mehr mit S, N, C, L, H, F vergleichbar. Man kann Pentax als Marke z.B. nicht ernsthaft als sonderlich innovativ bezeichnen, wenn in 2019 kein neuer DSLR-body vorgestellt wurde. In 2018 genau einer: die K1-II mit eher fragwürdigen Verbesserungen. In 2012 waren es noch 4 DSLR-bodies und eine mirrorless(!). Ich hör jetzt aber lieber auf... und geh raus mit meinem Takumar 55 1,8 an der K-1. :foto:[/quote]


Hm Mesisto,

so ganz innovativlos würde ich Pentax nicht bezeichnen. Wenn ich sehe was die K1 schon vor Jahren hatte und nun bei Canon´s Profikamera 1DX M3 nun auch langsam kommt (Tastaturbeleuchtung in der Nacht, TAv Modus (kommt bei Canon bei den neuen Modellen erst jetzt) Langzeitbelichtungen über 30 sec., Pixelschift für Architekturaufnahmen, integrierter Stabi, Anschluss sowohl von FF und APS´c Objektiven geschweige denn von alten Objektiven, Astrotracer u.s.w).

Weiterhin der geniale 36 Mp Sensor, an den Canon bisher bei den normalen Kameras nicht rankommt (ausser bei den Spezialkameras).

Ich frage mich immer, weshalb Pentax den Weg wie Canon gehen sollte in 3-5 verschiedenen Modellen genau diese Eigenschaften aufzusplitten, damit jedes Jahr etwas neues kommen kann und freue mich darüber, dass dies in einer Kamera zu dem Preis, alles zur Verfügung steht (wenn ich mir überlege, was die K1M2 in der Weihnachtsaktion gekostet hat)

Da ich von Canon komme und dieses System immer noch gleichzeitig zu Pentax verwende, glaube ich, dass ich die Unterschiede gut beurteilen kann.
Beide Systeme haben Ihre volle Berechtigung und man sollte sich überlegen, was man fotografieren will und sich dann das geeignete System aussuchen. Leider kommt Pentax mit dem Body und den Objektiven nicht an die Fokusgeschwindigkeit von Canon heran. Da ich sehr gerne Wildlife mache und hier auch schnelle Motive liebe (z.B. Eisvogel beim tauchen und wieder auftauchen mit einem Fisch, wenn er durch die Wasseroberfläche stößt), klappt dies halt mit Pentax nicht. Letzt wollte ich den Eisvogel bei seinem Rüttelflug aus einer Distanz von ca. 4m mit der K1M2 und schnellem Objektiv ablichten. Geht halt nicht.
Bei langen Teleobjektiven (jenseits von 400mm) hatte ich mir auch überlegt die von Canon zu nehmen. Da man hier jedoch meist mit Ansitz fotografiert und die Tiere sehr langsam sind, habe ich bei Pentax das 560 nach langem suchen sehr günstig erworben. Das Objektiv und die K1M2 hat mir somit nicht einmal die Hälfte von einem Supertele von Canon gekostet und hat sicherlich dieselbe Leistung.

Auch die Spiegellosen haben Ihre Vor- und Nachteile. Wen man bei Dämmerlicht mit einer Spiegellosen fotografiert und in den beleuchteten Sucher sieht, braucht man nach dem Blick in den Sucher wieder Minuten, bis sich das Auge an die Dunkelheit gewohnt hat und das Motiv ist weg. Auch bei nächtlichen Stadtbildern hat man so seine Probleme. Am Tag alles sicher kein Problem.

Ich verstehe daher nicht, weshalb immer alle von doomed Pentax reden. Vorher überlegen was man will und sich im klaren sein, dass es die eierlegende Wollmilchsau nun halt nicht gibt.

_________________
___________________________________________________________
Viele liebe Grüße aus dem sonnigen Bayern und stets interessantes Licht.
Herbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Nikon-Interview
BeitragVerfasst: Sa 15. Feb 2020, 13:21 
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mesisto hat geschrieben:
Immerhin gibt es bei N noch nicht genug Objektive für mirrorless im Vergleich zu DSLR. Aber da ist Druck dahinter...

Das stimmt so nicht.
Es gibt noch relativ wenige Objektive mit nativem Z-Mount. Aber:
Mit dem FTZ Adapter kannst du alle Nikon DSLR Objektive nutzen. Und zwar mit vollem Funktionsumfang.
Und das Z-System hat ein extrem kleines Auflagemaß. Du kannst da fast alle gängigen Objektive zumindest manuell nutzen.

_________________
Viele Grüße

Jupp




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 Betreff des Beitrags: Re: Nikon-Interview
BeitragVerfasst: Sa 15. Feb 2020, 17:33 
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snudel hat geschrieben:

Ich verstehe daher nicht, weshalb immer alle von doomed Pentax reden. Vorher überlegen was man will und sich im klaren sein, dass es die eierlegende Wollmilchsau nun halt nicht gibt.





Ich habe mich die letzten Monate ebenfalls durch einige Kameramarken geknipst.Manche gekauft und manche ausgeliehen.

Von DSLM bis Foveon war alles dabei was mich interessiert hat.Es war ausgesprochen aufschlußreich für mich und ich habe einiges gelernt.

Der Vorteil einer lautlosen DSLM (in meinem Fall ne Fuji H1) mit einem guten EVS hat mir auf jeden Fall gefallen,...meinen alten Augen bei der Nutzung von manuellen Objektiven tut der echt gut.
Auch die Video tauglichkeit ist prima bei den Dingern.
Wenn ich jedoch die Bilder des XTrans Sensors in Capture entwickle,....dann vermisse ich die verdammt guten Pentax RAW'S aber auch sofort......

Dann der Ausflug zu den Sigma Foveons,...und ich geb's zu,...ich bin total verliebt in die Bildquali der Merrills,sie ist einfach nur speziell geil.
...aaaaaber!,......die Cams sind soooo langsam daß man sie nur für die ruhigen Sachen nimmt,...zumal alles was über ISO200 geht nicht mehr brauchbar ist :lol:
....auch keine ich kann alles Lösung ;)

Sony hat mich nicht interessiert,..die mag' ich halt nicht.
Nikon Z hatte ich eine Woche und fand sie eine sehr gute Allround Cam,...hätte ich nicht meinen Background, könnte ich mir das System für mich durchaus vorstellen.

Tja,..und jetzt,....also immer wenn ich mit der K1 unterwegs bin dann fühle ich mich einfach wieder zu hause :ja: :lol:
...sie kann echt verdammt viel und das ziemlich gut!,...die Bildquali ist auch im Vergleich mit den aktuellen DSLM absolut TOP wie ich finde.
...von der möchte ich mich nicht trennen.

...das gleiche gilt für meine K70 welche im Macro Einsatz bei mir immer noch die Meßlatte für andere Cams ist.
...Die Fuji ist zum Beispiel was die Haptik und den genialen EVS angeht hier vorn,....aber die RAW's finde ich nicht auf Pentax Niveau.

...meine persöhnliche Lösung sieht nun ganz einfach so aus,.....

...ich behalte einfach alles :lol: ,....die Pentaxe für alles was so anfällt,.....die Fuji wenns leise und sauschnell gehen muß,

...und die Sigmas (ich hab' drei Stück mittlerweile :klatsch: ) wenn's auf gar nix ankommt,...außer auf außergewöhnliche Bilder :mrgreen:

...nach den letzten Monaten bin ich deutlich entspannter geworden was Kamera Systeme angeht,...würde jedem Empfehlen mal so ne Rundreise zu machen bevor man sich
...nen Kopf macht über seine Ausrüstung 8-)


So möchte ich mich dem Kommentar von Snudel absolut anschließen. Die Wollmilchsau gibts nicht.

noch ein feines Wochenende für Euch,...und bleibt cool! :cheers:

Bernd

_________________
Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
(Marie von Ebner-Eschenbach)


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 Betreff des Beitrags: Re: Nikon-Interview
BeitragVerfasst: Sa 15. Feb 2020, 21:39 
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Asphaltmann hat geschrieben:
mesisto hat geschrieben:
Immerhin gibt es bei N noch nicht genug Objektive für mirrorless im Vergleich zu DSLR. Aber da ist Druck dahinter...

Das stimmt so nicht.
Es gibt noch relativ wenige Objektive mit nativem Z-Mount. Aber:
Mit dem FTZ Adapter kannst du alle Nikon DSLR Objektive nutzen. Und zwar mit vollem Funktionsumfang.
Und das Z-System hat ein extrem kleines Auflagemaß. Du kannst da fast alle gängigen Objektive zumindest manuell nutzen.

Und? Wie ist sie so? Wenn du sie als Zweitgehäuse nutzt, wie sind deine Eindrücke?
LG
Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Nikon-Interview
BeitragVerfasst: Sa 15. Feb 2020, 21:44 
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Ich bin mit der Z6 bis jetzt sehr zufrieden.
Macht viel Spaß. Ein recht teures System, aber die Objektive, die ich schon habe (Z14-30 f4 und Z 24-70 f4 und Z 85 f1.8) sind Hammer. Scharf bis in die Ecken.
Jetzt kommt noch das 50er f1.8.
Mit der Z6 fotografiere ich sogar manuell, was ich mit DSLRs gar nicht gerne mache.

Klar muss ich mich umgewöhnen und die Pentaxen haben schon das intuitivere Menu, aber man gewöhnt sich dran.
Haptisch auch keine K1, aber viel besser als z.B. Sony.
Und das System ist WR, und deutlich kleiner und leichter als das Pentax KB-System.

_________________
Viele Grüße

Jupp




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 Betreff des Beitrags: Re: Nikon-Interview
BeitragVerfasst: So 16. Feb 2020, 13:43 
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Beiträge: 4979
Eigentlich kann ich mir fast jedes System vorstellen. Ich spiele auch immer gerne mit Kamera, die ich in die Hand bekommen. Wirklich schlechte Kameras gibt es ja auch kaum mehr.

Wenn dann halt spezielle Anwendungen hinzukommen (lautlos oder Video), oder spezielle Brennweiten, muss man halt neu Überlegen. Die Frage: "Brauche ich das", ist für ein Hobby eine etwas unfaire Frage, da man sie sich fast immer mit ja beantwortet, unabhängig vom wirklichen Gebrauch.

Ich beschreibe einfach einmal die andere Seite ein wenig, welche mit Fotografie genau soviel zu tun hat, als sich damit Geld verdienen lässt. Kamerafirmen sind Wirtschaftunternehmen. Nach dem wirklich sprunghaften Aufstieg der digitalen Technik sind die Firmen an einem Punkt angelangt, wo der Markt stagniert. Das hat nur bedingt mit uns Hobbyfotografen oder den Profis zu tun, welche robuste Arbeitsgeräte brauchen. Der weitaus grösste Teil der Marktes gehört nicht in diese beiden Kategorien. Es ist die knipsende Gesellschaft, für die das Smartphone zu grossen Teilen schon die Bedürfnisse erfüllt. Wenn ein grosser Teil des Marktes sich "verabschiedet", was bleibt mir denn dann als Wirtschaftsunternehmen? Ich fokusiere auf die verbleibenden Kunden und versuche dort mehr Gewinn zu erzielen, also Preise und Margen hoch. Ob diese Strategie auf Dauer zieht, da habe ich persönlich sehr starke Bedenken. Sony und Fuji haben über den Lifestyle-Faktor der Spiegellosen über die Jahre deutlich höhere Margen erzielt, als die "DSLR"-Firmen. Auch das wird jetzt schwierig fortzusetzen sein, nachdem Nikon und Canon in das Segment einsteigen.

In den letzten Jahren konnte man die "Höhere-Margen-Strategie" schon sehr schön beobachten. APSC sei nicht mehr aureichend für die Bildqualität, es benötigt Vollformat. Jetzt ist die DSLR nicht mehr ausreichend, es benötigt DSLM. Die neuen Objektive sind deutlich teurer als bestehende DSLR-Objektive. Drei-Standard-2.8-Zooms plus die Kamera und man ist bei einem Einstiegspreis von ungefähr 10000€. Was soll's, auf dem Gebrauchtmarkt herrschen geradezu paradisische Zustände. Ein gebrauchtes APSC-System kostet ein Drittel. Eine gute gebrauchte K-1 (erschienen 2016) bekommt man für weniger als 700€. Technisch ist die Innovationskurve deutlich abgeflacht, im Gegensatz zur Preiskurve.

Bei Nikon, Im Interview, scheint man selbst nicht ganz so sicher zu sein, wo die Zukunft hingeht. Man hätte gerne, das die Kunden wechseln, möchte die Bestandskunden aber nicht verlieren. Verwirrt die Bestandskunden, mit der Aussage, dass DSLR vielleicht nicht weiterbetreut werden. Und dann kommt da so ein Satz, das die Z50 eine Einsteigerkamera sei, und man die zwei bestehenden Objektive doch erst einmal kaufen soll ("explore"). Canon mit dem M-System (anderes Bajonett) für APSC ist auch nicht besser unterwegs. Ich hatte die Z50 in der Hand, sie ist eine wunderbare kleine Kamera. Mit der Aussage "Einsteigerkamera" ist man geradewegs in die Einbahnstrasse gefahren, ich lese daraus qualitative Z-DX-Objektive wird es in absehbarer Zeit kaum geben, man orientiere sich bitte an Z-FX. Oder benutze doch einen Adapter (für F-DX). Verwirrt dann die Kunden aber mit folgender Aussage "The approach to lens design is totally different than for the F-mount system. Our engineers get to enjoy lens design from scratch. They can aim for ultimate image quality." i.e. auch Kosten. Als APSC-Kunde finde ich mich bei Nikon & Canon nicht wieder. Ich bin weder VF-Fotograf der eine Zweitkamera benötigt, noch ein Einsteiger. Nikon scheint seine DX-D7xxx-Kunden schlicht vergessen zu haben, oder nimmt an, sie hätten alle zu VF gewechselt.

Transition ist immer ein schmerzhafter Prozess. Ich bleibe sicher noch ein paar Jahre bei Pentax bis sich der Nebel lichtet und hoffe keiner der traditionellen Kameramarken verschwindet vom Markt, das wäre sehr schade, eine Jede hat ihre Vor- und Nachteile. Bis dahin mache ich es wie Bernd, ab und zu hier und da ausprobieren, einfach der Neugierde wegen.

_________________
Freundliche Grüsse aus der Schweiz


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